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·17. Januar 2026

Topduell in Hoffenheim: Leverkusen will der TSG an den Kragen

Artikelbild:Topduell in Hoffenheim: Leverkusen will der TSG an den Kragen

Am ersten Spieltag der Rückrunde trifft Bayer 04 Leverkusen auf die TSG Hoffenheim. Das Duell der beiden Teams findet am Samstagnachmittag in der PreZero Arena statt.

Heimlicher Überflieger

Die TSG präsentierte sich in der Hinrunde wesentlich besser, als es die meisten Experten vor der Saison vermutet hatten. Waren sie in der vergangenen Spielzeit nur knapp dem Abstieg entronnen, so sind sie heute im Rennen um die Europapokalplätze. Nach 16 Spielen hat die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer 30 Punkte auf dem Konto und steht nur sechs Punkte hinter den zweitplatzierten Dortmundern. Nur eine Niederlage aus den letzten zehn Ligaspielen beweist die gute Arbeit des 48-jährigen Österreichers. Die Sinsheimer sind in der Offensive individuell stark besetzt. Die Tim Lemperle und Andrej Kramaric (jeweils sechs Tore, drei Vorlagen) sowie der offensive Mittelfeldspieler Wouter Burger (drei Tore, sechs Vorlagen) haben alle bereits neun Scorerpunkte gesammelt. Mittelstürmer Fisnik Asllani hat mit sechs Toren und vier Vorlagen sogar eine Torbeteiligung mehr als seine drei Mannschaftskollegen. Doch in der Partie machte besonders ein TSG-Akteur auf sich aufmerksam.


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Als Hoffenheim am Mittwoch mit 5:1 über Borussia Mönchengladbach hinwegfegte, wussten die Fans, wem sie einen Großteil dieses Erfolges zu verdanken hatten. Vereinslegende Andrej Krmaric verwandelte zunächst einen Strafstoß zur 1:0-Führung und machte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit zwei Treffern binnen drei Minuten seinen Hattrick noch vor der Pause perfekt. Der Kroate war zuvor seit dem neunten Spieltag ohne Torbeteiligung in der Bundesliga. Durch seinen Dreierpack ist der 34-Jährige jetzt nur noch einen Treffer davon entfernt, mit Giovane Élber als drittbester ausländischer Torschütze der Bundesligageschichte gleichzuziehen. Im Gegensatz zu den Top 3 der Liste hat Kramaric seine 132 Tore alle für denselben Verein geschossen. Gegen Leverkusen will sich die Ilzer-Elf auch dank seiner Hilfe die drei Punkte sichern.

Leverkusen stolpert gerne

Für Bayer verlief die erste Saisonhälfte erwartungsgemäß positiv. Die Werkself befand sich zur Winterpause auf einem Champions-League-Platz und steht außerdem im DFB-Pokalviertelfinale. Aktuell findet sich das Team um Trainer Kasper Hjulmand mit 29 Punkten aus 16 Spielen auf dem sechsten Tabellenplatz der Bundesliga wieder. Mit 34 geschossenen Toren verfügt Leverkusen, gemeinsam mit der TSG Hoffenheim, über die drittbeste Offensive im deutschen Oberhaus. Topspieler der Mannschaft ist Alejandro Grimaldo. Der Spanier ist mit fünf Toren und vier Assists der beste Scorer seiner Mannschaft, und das, obwohl er bislang in nur 12 der 16 Ligapartien zum Einsatz kam. Auch im Pokal (drei Spiele, drei Scorer) und in der Königsklasse (sechs Spiele, vier Scorer) setzt der linke Schienenspieler regelmäßig offensive Akzente und hält gleichzeitig die Defensive zusammen.

Das Problem der Werkself ist ihre Performance gegen große Gegner. Bei vier der fünf Bundesliganiederlagen in dieser Saison musste sich Leverkusen gegen Teams geschlagen geben, die sich aktuell in den Top 5 der Tabelle befinden. Die einzige Ausnahme gab es am 13. Spieltag, als die Hjulmand-Elf überraschend mit 0:2 gegen den FC Augsburg verlor. Und auch ins neue Jahr startete die Mannschaft mit einem Dämpfer. Am vergangenen Samstag kam es zum Duell mit dem VfB Stuttgart. Das Spiel entwickelte sich zu einem Debakel, nachdem Leverkusen bereits zur Halbzeit mit 0:4 zurücklag. Im zweiten Abschnitt verhalf ein Elfmeter dem Heimteam zu ein wenig Ergebniskosmetik, doch der 1:4-Endstand sprach eine deutliche Sprache. Wenn Bayer gegen in Sinsheim punkten möchte, müssen sie defensiv stabiler und offensiv kreativer auftreten.

Hinspiel-Déjà-vu?

Das Duell zwischen dem Fünft- und dem Sechstplatzierten der Bundesliga verspricht Spannung pur. Beide Mannschaften wollen einen direkten Konkurrenten im Kampf ums internationale Geschäft ins Straucheln bringen. Die TSG hat bisher nur acht der 35 Ligaspiele gegen Bayer Leverkusen gewinnen können. Die Werkself konnte sich ihrerseits 21-mal gegen Hoffenheim durchsetzen. Hjulmands Mannschaft hat mit den Sinsheimern außerdem noch eine Rechnung offen. Am ersten Spieltag der Saison konnte die TSG die Rheinländer mit 2:1 besiegen und das Hinspiel für sich entscheiden. Ob Ilzers Team am Samstag ebenso mutig und spielbestimmend auftreten kann wie im September oder ob Leverkusen nach RB Leipzig auch gegen eine zweite Top-5-Mannschaft bestehen kann, bleibt offen.

Aufstellungen:

TSG Hoffenheim: Baumann – Bernado, Hajdari, Hranac, Coufal – Avdullahu – Burger, Kramaric – Prass, Lemperle – Asllani

Bayer Leverkusen: Flekken – Quansah, Badé, Andrich – Aleix Garcia, Fernandez – Poku, Grimaldo, Tillman, Arthur – Schick

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