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·29. Januar 2026
Topfavorit in der CL? Kompany verzichtet auf „große Ansagen“

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·29. Januar 2026

Der FC Bayern hat die Ligaphase der Champions League mit einem 2:1-Erfolg bei der PSV Eindhoven abgeschlossen und sich damit den zweiten Tabellenplatz gesichert. Sieben Siege aus acht Spielen sprechen eine klare Sprache, doch während Fans und Beobachter bereits über eine Favoritenrolle diskutieren, bleibt Vincent Kompany demonstrativ nüchtern.
Nach dem Abpfiff in Eindhoven, wo die Münchner einen weiteren Arbeitssieg einfuhren, ordnete Vincent Kompany die bisherigen Auftritte seines Teams in der Königsklasse mit Bedacht ein. Für den Bayern-Coach stand zunächst die interne Aufarbeitung im Vordergrund, weniger die öffentliche Bewertung. „Wir haben sehr viel gesprochen, und das finde ich so in diesen Momenten, in denen diese erste Phase vorbei ist, immer wichtig, noch einmal zurückzuschauen“, erklärte der Belgier.
Diese Herangehensweise passt zu Kompanys grundsätzlicher Linie seit seinem Amtsantritt. Trotz beeindruckender Ergebnisse vermeidet er es konsequent, den Blick vorschnell auf Titel oder Favoritenrollen zu richten. Vielmehr geht es ihm um Prozesse, Entwicklung und Stabilität – gerade in einem Wettbewerb, der keine Fehler verzeiht.
Dass der zweite Platz in der Ligaphase mehr ist als nur eine gute Momentaufnahme, unterstrich Kompany mit Blick auf die Gegner. „Du spielst Chelsea, Arsenal, PSG und dann auch PSV auswärts. Kein einfacher Gegner“, stellte er klar. Tatsächlich mussten sich die Bayern in dieser Phase mehrfach auf höchstem internationalen Niveau beweisen. Siege gegen Paris Saint-Germain und Chelsea sorgten für Ausrufezeichen, während Partien wie gegen Union Saint-Gilloise oder nun in Eindhoven eher Geduld und Reife erforderten.
Die einzige Niederlage kassierten die Münchner beim FC Arsenal, der die Ligaphase mit acht Siegen dominierte. Ein Umstand, der für Kompany ebenfalls zur Einordnung dazugehört – und ein weiterer Grund, warum er große Worte vermeidet.
Bemerkenswert ist auch Kompanys Rückblick auf die Ausgangslage vor dem Start CL-Saison. „Am Anfang wurde gesagt, dass es für uns eine ganz schwierige Aufgabe wäre, auch in diese Top 8 zu kommen“, erinnerte der Trainer. Umso positiver fällt seine Bilanz aus. „Und dann hast du sieben Siegen in acht Spielen. Das ist positiv. Und das ist natürlich ein Schritt nach vorne.“
Gleichzeitig zieht Kompany eine klare Grenze zwischen guter Ausgangsposition und echtem Erfolg. „Aber das heißt nicht, dass du jetzt was gewonnen hast“, stellte er unmissverständlich klar. Diese Aussage bringt die Haltung des Bayern-Trainers auf den Punkt. Die Ligaphase ist abgeschlossen, doch die entscheidenden Spiele kommen erst noch.
Für Kompany liegt der Fokus nun auf Konstanz und Reaktionsfähigkeit. „Das heißt einfach für uns immer zeigen, dass wir Stabilität haben, dass wir auch reagieren, wenn wir mal verlieren, wie das passiert ist“, erklärte er. Gerade diese Fähigkeit hatte dem FC Bayern in der Vergangenheit auf europäischer Bühne nicht immer ausgezeichnet.
Dass die Mannschaft in dieser Saison gefestigter wirkt, ist auch das Resultat eines klaren Führungsstils und einer wachsenden mannschaftlichen Geschlossenheit. Dennoch bleibt Kompany seiner Linie treu. „Es ist noch ein bisschen zu früh, um zu große Ansagen zu machen, aber diese erste Phase haben wir gut gemacht“, so sein abschließendes Fazit.








































