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·4. März 2026
Trabzonspor-Drama in Basaksehir: VAR kippt Elfmeter und Rot – dann fällt das späte 4:2 und das Viertelfinale ist da

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Mit einem intensiven Auswärtssieg hat sich Trabzonspor in der Gruppe A des türkischen Pokals das Ticket für das Viertelfinale gesichert. In der vierten und letzten Woche der Gruppenphase gewann Trabzonspor bei RAMS Basaksehir mit 4:2 und schloss die Gruppe als Zweiter ab. Die Partie kippte mehrfach, wurde von einer VAR-Korrektur und einem Platzverweis geprägt – und endete mit einem späten Doppelschlag, der Basaksehir endgültig den Boden unter den Füßen wegzog.
Die Gäste erwischten den besseren Auftakt und setzten Basaksehir früh unter Druck. Bereits in der sechsten Minute fiel die Führung für Trabzonspor: Nach einer Hereingabe von der rechten Seite kam Felipe Augusto am vorderen Pfosten zum Kopfball und brachte den Ball zur 1:0-Führung im Netz unter.
Trotz des Gegentreffers blieb Basaksehir dennoch gefährlich: In der 23. Minute sorgte ein Standard vom rechten Flügel für Unruhe im Strafraum, doch der Abschluss blieb ohne zählbaren Ertrag. Kurz vor der Pause hatte Trabzonspor indes erneut eine große Möglichkeit, als Umut Nayir nach einem Zuspiel von Augusto zum Abschluss kam, Basaksehir-Torhüter Dogan Alemdar aber aufmerksam blieb und klärte.
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Nach dem Seitenwechsel zeigte Basaksehir ein anderes Gesicht – aggressiver in den Zweikämpfen und zielstrebiger nach vorn. Der Lohn kam sofort: In der 46. Minute traf Nuno Da Costa aus kurzer Distanz zum 1:1. Der Ausgleich veränderte die Dynamik, Trabzonspor war nun deutlich präsenter und suchte konsequent den Weg in die gefährlichen Zonen.
In der entscheidenden Phase wurde die Partie wild. Zunächst drehte Basaksehir das Spiel in der 66. Minute: Nach einem Pass von Da Costa schloss Ivan Brnic von der rechten Strafraumseite mit links ab, der Ball schlug in der langen Ecke ein – 2:1 für die Istanbuler „Eulen“.
Doch Trabzonspor antwortete prompt. In der 69. Minute zog Mustafa Eskihellac mit dem Ball in den Strafraum und traf zum 2:2. Damit war wieder alles offen, und das Spiel steuerte auf eine Schlussphase zu, in der jede Aktion das Viertelfinale entscheiden konnte.
In der 79. Minute folgte die Szene, die das Spiel endgültig auflud. Ozan Tufan wurde nach einem Steilball im Duell zu Boden gebracht, der Schiedsrichter zeigte zunächst auf den Punkt und stellte den Basaksehir-Spieler Ousseynou Ba mit Rot vom Platz. Nach dem Hinweis des VAR wurde die Entscheidung jedoch korrigiert: Die Aktion lag außerhalb des Strafraums, das Spiel wurde mit einem Freistoß fortgesetzt.
In der Schlussphase nutzte Trabzonspor die wachsenden Fehler im Basaksehir-Spiel konsequent. In der 84. Minute profitierte Paul Onuachu von einem Patzer von Berat Özdemir, drang in den Strafraum ein und schob den Ball in die linke Ecke – 3:2 für Trabzonspor.
Nur eine Minute später fiel die Entscheidung auf kuriose Art: Nach dem Anstoß kam es zu einer Situation, in der Keeper Alemdar beim Klärungsversuch Gegenspieler Ozan Tufan am Bein traf. Der Ball sprang unglücklich Richtung Tor und landete im Netz – das 4:2 für Trabzonspor war perfekt.
Mit dem 4:2 bei RAMS Basaksehir beendet Trabzonspor die Gruppenphase der Gruppe A als Zweiter und zieht ins Viertelfinale ein. Ausschlaggebend war nicht nur die schnelle Reaktion nach der Pause, sondern auch die Effizienz in den letzten Minuten, als Trabzonspor zwei Mal eiskalt zuschlug und die Partie endgültig entschied.
RAMS Basaksehir: Alemdar – Bulut (59. Sahiner), Duarte, Ba, Operi – Günes (83. Ergün), Kemen (83. Özdemir), Fayzullayev, Shomurodov, Brnic (72. Sari) – Da Costa (72. Selke)
Trabzonspor: Cevikkan – Pina, Savic, Batagov, Eskihellac – Bouchouari (90.+1 Malkocoglu), Yokuslu (65. Oulai), Augusto (65. Zubkov), Muci, Nwakaeme (75. Tufan) – Nayir (65. Onuachu)









































