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·3. Januar 2026
Trabzonspor setzt Oulai-Preisschild: 50 Millionen Euro trotz Atalanta-Angebot – dazu 792-Tage-Fluch vor Galatasaray

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·3. Januar 2026

Trabzonspor trifft eine Entscheidung, die in der Trendyol Süper Lig als Maßstab wirken könnte. Der 19-jährige Christ Inao Oulai, zu Saisonbeginn für 5,5 Millionen Euro von Bastia verpflichtet, steht auf dem Radar europäischer Klubs. Ein Angebot in Höhe von 30 Millionen Euro von Atalanta Bergamo reichte den Bordeauxrot-Blauen jedoch nicht – und in Trabzon wird intern bereits eine Linie gezogen, die rekordverdächtig ist.
Nach Informationen von Sabah legte Atalanta für Oulai ein Paket über 30 Millionen Euro vor. Trabzonspor lehnte ab und setzte stattdessen ein deutliches Preisschild: Der Klub soll 50 Millionen Euro verlangen. Oulai würde damit in eine Dimension vorstoßen, die für türkische Verhältnisse historisch wäre – und ihn im Erfolgsfall zum teuersten Deal der Liga machen könnte.
Oulai hat in dieser Saison bislang zehn Spiele bestritten und dabei zwei Tore sowie drei Assists geliefert. Sein Marktwert wird derzeit auf acht Millionen Euro taxiert, sein Vertrag läuft bei Trabzonspor bis 2030. Genau diese Mischung aus Alter, Vertragsschutz und Output macht den Spieler für Interessenten teuer – und erklärt den harten Kurs des Vereins.
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Parallel zur Oulai-Debatte steht Trabzonspor sportlich vor einem brisanten Termin. Im Halbfinale des Turkcell Supercup wartet am Montag, 5. Januar, in Gaziantep das Duell mit Galatasaray (SPORTDIGITAL zeigt das Spiel live). Für den Schwarzmeer-Klub geht es dabei um mehr als nur das Finale: Trabzonspor will eine 792 Tage andauernde Serie ohne Sieg gegen die drei Istanbuler Topklubs beenden.
Den letzten Erfolg gegen Galatasaray, Fenerbahce oder Besiktas feierte Trabzonspor am 4. November 2023 – auswärts gab es damals ein 3:2 gegen Fenerbahce. Seitdem blieb der ersehnte Derby-Sieg aus (mehr Details), in der Liga wie auch im Pokal setzte es Rückschläge, die sich im Klub als psychologische Last festgesetzt haben.
Die Serie schmerzt auch deshalb, weil sie mit zwei verpassten Titeln verknüpft ist. Trabzonspor verlor in diesem Zeitraum zweimal das Finale des türkischen Pokals: einmal mit 2:3 gegen Besiktas im Atatürk-Olympiastadion und später mit 0:3 gegen Galatasaray in Gaziantep. Für Verein und Umfeld sind das Ergebnisse, die den Anspruch auf große Nächte zusätzlich anstacheln.
So entsteht ein Bild, das in Trabzon bewusst gezeichnet wird: Oulai steht als Zukunftsinvestition für sportlichen Aufbruch – und als Transfer-Aushängeschild für eine neue Verhandlungsstärke. Gleichzeitig braucht der Klub im Supercup den Moment, der die 792-Tage-Blockade sprengt. Gegen Galatasaray kann Trabzonspor beides auf einmal liefern: einen sportlichen Befreiungsschlag – und das Signal, dass der Verein wieder auf Augenhöhe mit den Größten agiert.









































