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·14. Februar 2026
Trabzonspor vs. Fenerbahce zum 139. Mal: Zahlen, Serien und Ausfälle vor dem Topspiel – Zubkov fehlt, Alvarez geschont

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·14. Februar 2026

Ein Klassiker mit maximaler Spannung geht in die nächste Runde: Am 22. Spieltag der Trendyol Süper Lig treffen Trabzonspor und Fenerbahce morgen um 18:00 Uhr aufeinander – und zwar bereits zum 139. Mal in der Geschichte dieses Duells. Die Ausgangslage ist sportlich brisant, die historischen Zahlen sind klar, und kurz vor dem Anpfiff sorgen Personalentscheidungen auf beiden Seiten für zusätzliche Dynamik.
Fenerbahce geht als Tabellenzweiter in den harten Kampf. Nach 21 Spielen stehen 14 Siege, 7 Unentschieden und 49 Punkte zu Buche. Direkt dahinter lauert Trabzonspor mit 45 Punkten: Die Bordeauxrot-Blauen holten aus 21 Partien 13 Siege, 6 Unentschieden und kassierten lediglich 2 Niederlagen. Damit ist dieses Spiel nicht nur ein Prestige-Duell, sondern auch ein direkter Gradmesser für den weiteren Verlauf der Saison.
Der Wettbewerb zwischen beiden Klubs begann vor 52 Jahren. Erstmals standen sich die Teams im Viertelfinale des türkischen Pokals am 13. Februar 1974 im Hüseyin-Avni-Aker-Stadion gegenüber. Seitdem wuchs eine Rivalität, die von intensiven Serien und markanten Ergebnissen geprägt ist.
In den bisher 138 ausgetragenen Spielen hat Fenerbahce in der Gesamtbilanz die Nase vorn: Die Gelb-Marineblauen feierten 55 Siege, Trabzonspor gewann 44 Duelle, und 39 Partien endeten unentschieden. Auch die Torzahlen unterstreichen den historischen Vorsprung: Fenerbahce kommt auf 181 Tore, Trabzonspor auf 157.
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In der Geschichte der Liga waren beide Mannschaften bisher 105 Mal Rivalen – das morgige Spiel ist somit die 106. Ligapartie zwischen Trabzonspor und Fenerbahce. Auch hier liegt Fenerbahce vorne: 44 Siege für die Istanbuler, 27 Siege für Trabzonspor und 34 Unentschieden. In diesen Spielen erzielte Fenerbahce 145 Tore, der Schwarzmeer-Klub antwortete mit 111 Treffern.
Das Hinspiel dieser Saison in Kadiköy gewann Fenerbahce mit 1:0. Den entscheidenden Treffer erzielte Youssef En-Nesyri – ein Ergebnis, das dem Rückspiel zusätzliches Gewicht gibt, weil Trabzonspor im direkten Vergleich nun eine klare Antwort setzen will.
Die jüngste Historie spricht ebenfalls für Fenerbahce. Die Gelb-Lacivertliler gewannen die letzten vier Duelle – alle in der Süper Lig. Den letzten Sieg gegen Fenerbahce holte Trabzonspor am 4. November 2023. Seither blieb Fenerbahce in dieser Paarung stabil und baute die Serie konsequent aus.
Auch ein Blick auf die letzten Auswärtsspiele in Trabzon wird in diesem Zusammenhang genannt: Fenerbahce holte aus den letzten Gastspielen dort Ergebnisse, die den Trend der letzten Jahre unterstreichen. Kurz vor dem Anpfiff steht damit die Frage im Raum, ob Trabzonspor diese Serie stoppen kann – oder ob Fenerbahce den nächsten Schritt Richtung Auswärtsstatement macht.
Ein 0:0 ist in diesem Klassiker seit Jahren nicht mehr Thema. Das letzte torlose Spiel zwischen beiden Mannschaften datiert auf den 7. Februar 2015. Seitdem fielen in 21 Spielen in Serie Tore – darunter Partien in der Süper Lig und im türkischen Pokal.
In dieser Phase erzielte Fenerbahce 41 Tore, Trabzonspor kam auf 31 Treffer. Die Statistik deutet damit auf einen Trend hin: Dieses Duell liefert fast immer Szenen, Tore und Emotionen – und genau das erwartet die Liga auch diesmal.
Auf Trabzonspor-Seite steht mit Fatih Tekke eine Personalie im Fokus, die mit dem Gegner historisch eng verbunden ist. Tekke, der Trabzonspor seit März 2025 betreut, traf als Trainer bislang mit vier verschiedenen Teams auf Fenerbahce. In Summe kommt er auf acht Pflichtspiele gegen den Klub aus Kadiköy – sieben davon in der Süper Lig, eins im türkischen Pokal.
In dieser Bilanz fehlt Tekke weiterhin der Erfolg: Mit Kayseri Erciyesspor, Istanbulspor, Corendon Alanyaspor und Trabzonspor gelang ihm bislang kein Sieg gegen Fenerbahce. Morgen ist es für ihn also nicht nur ein weiteres Derby, sondern auch ein neuer Versuch, eine persönliche Serie zu brechen.
Auf der Gegenseite steht Domenico Tedesco. Für ihn ist es das erste Spiel in der Türkei gegen Trabzonspor, und zugleich treffen Tedesco und Tekke in dieser Paarung zum zweiten Mal aufeinander. Damit bekommt dieses Spitzenspiel auch eine klare Trainer-Erzählung: Tekke will seinen ersten Sieg gegen Fenerbahce, Tedesco möchte die aktuelle Serie seines Teams verlängern.
Vor dem Anpfiff gibt es bei Trabzonspor jedoch eine spürbare Einschränkung. Von Oleksandr Zubkov kamen „schlechte Nachrichten“. Der Offensivspieler nahm nicht an der letzten Einheit teil und wird voraussichtlich nicht im Kader für das morgige Spiel stehen, wie HT Spor berichtet.
Für Trabzonspor ist das ein Ausfall mit Zahlen dahinter: Zubkov absolvierte in dieser Saison 23 Spiele über alle Wettbewerbe, stand 1.666 Minuten auf dem Platz und steuerte 3 Tore sowie 8 Assists bei. Gerade in einem Duell dieser Intensität kann ein solcher Spieler als Unterschiedsfaktor fehlen – vor allem, wenn es um Umschaltmomente und die letzte Aktion im Angriff geht.
Auch Fenerbahce reist nicht komplett an. Der Name Edson Alvarez taucht nicht im Aufgebot auf. Der Grund wurde im Umfeld klar benannt: Alvarez arbeitete in der letzten Einheit nicht mit der Mannschaft und wurde nicht riskiert, weil die Verletzung ein mögliches Rückfallrisiko darstellte, wie TRT Spor meldet.
Für Alvarez ist es bereits eine Saison, in der Verletzungen eine Rolle spielen: Er fehlte dem Team im Fenerbahce-Trikot aufgrund körperlicher Probleme in insgesamt 12 Spielen. Nun fällt ausgerechnet vor einem der größten Auswärtsspiele der Saison eine weitere Entscheidung gegen einen Einsatz – ein Signal, dass der Klub keine Risiken eingehen will.
Neben Alvarez wird bei Fenerbahce auch Archie Brown nicht dabei sein. Brown fehlt verletzungsbedingt, damit hat Tedesco eine weitere Option weniger. Gleichzeitig gibt es Hinweise auf eine Gelb-Karten-Situation, die den Blick bereits auf die nächsten Aufgaben lenkt: Anthony Musaba und Kerem Aktürkoglu stehen bei einer weiteren Verwarnung vor einer Sperre. Zusätzlich wird in diesem Zusammenhang auch Brown genannt, der aktuell behandelt wird und ohnehin nicht im Kader steht.
Auf der anderen Seite gibt es zumindest eine positive Kaderbewegung: Levent Mercan hat seine langwierige Verletzung überstanden und arbeitet wieder mit dem Team. Er wird für einen Platz im 21-köpfigen Kader erwartet – ein Detail, das im Kontext der Belastung und Tiefe vor solchen Spielen oft entscheidend sein kann.
Der türkische Fußball setzt für das Spitzenspiel einen erfahrenen Namen an: Halil Umut Meler wird die Partie leiten. Seine Assistenten sind Ibrahim Caglar Uyarcan und Bersan Duran, als vierter Offizieller ist Melih Aldemir eingeteilt.
Meler pfiff dieses Duell zuletzt am 17. März 2024 – damals gewann Fenerbahce in Trabzon mit 3:2. Eine Erinnerung, die zeigt, welche Intensität und Dramatik dieses Spiel entwickeln kann.
Mit dem 139. Aufeinandertreffen bekommt die Liga erneut ein Duell, das Geschichte, Tabellenkampf und Emotionen vereint. Fenerbahce kommt mit der jüngsten Serie von vier Liga-Siegen gegen Trabzonspor, Trabzonspor hat die Chance, den Trend vor eigener Kulisse zu brechen. Dazu kommen die Personalfragen – Zubkov fehlt bei Trabzonspor, Alvarez wird bei Fenerbahce geschont – und ein Schiedsrichterteam, das weiß, wie hitzig dieses Spiel werden kann.
Alles ist angerichtet für einen Abend, der nicht nur drei Punkte verteilt, sondern auch ein klares Signal an die Liga sendet: Wer dieses Spiel gewinnt, nimmt Momentum, Druck und Selbstvertrauen mit – und genau darum ist dieses Duell seit 52 Jahren einer der größten Fixpunkte des türkischen Fußballs.
Trabzonspor: Onana – Pina, Nwaiwu, Batahov, Lovik – Eskihellac, Oulai, Jabol-Folcarelli – Muci, Augusto, Onuachu
Fenerbahce: Ederson – Semedo, Skriniar, Oosterwolde, Müldür – Kante, Guendouzi, Musaba, Asensio, Aktürkoglu – Talisca
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