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·23. April 2026
Trainerwechsel „fahrlässig“: Magath attackiert Union Berlin

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·23. April 2026

Der Trainerwechsel bei Union Berlin kam für viele Beobachter des Erstligisten überraschend. Auch für Bundesliga-Urgestein Felix Magath.
Dabei ist es weniger die Trennung von Steffen Baumgart, die der langjährige Bundesliga-Coach kritisierte, sondern die Beförderung von A-Jugend-Trainerin Marie-Louise Eta. „Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es fahrlässig oder vielleicht sogar verantwortungslos ist, wenn man einer U19-Trainerin eine Bundesligamannschaft übergibt“, sagte Magath bei Sky90, betonte aber, dass es ihm dabei in keiner Weise um das Geschlecht gehe: „Egal, ob das Frau oder Mann ist, das ist doch völlig wurscht.“
Viel mehr sei die fehlende Erfahrung im Seniorenbereich bei solchen internen Lösungen das Problem. „Ich kenne sie nicht, ich kenne auch andere U19-Trainer nicht. Aber wir müssen sehen: Die Fußball-Bundesliga ist etwas anderes als der U19-Wettkampf. Von daher sind Menschen, die bisher nur U19-Wettkampf gemacht haben, überfordert mit Bundesliga-Fußball“, führte der 72-Jährige aus.
Union Berlin hatte sich vor einer Woche von Cheftrainer Baumgart getrennt, obwohl der Vorsprung auf die Abstiegsränge nach wie vor komfortabel ist. Allerdings zeigte die Entwicklung in die falsche Richtung, 2026 gewannen die Eisernen erst zwei Spiele in der Bundesliga.
Auch unter Eta gelang die Trendwende nicht, im ersten Spiel der neuen Trainerin unterlagen die Köpenicker dem abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg mit 1:2. Am kommenden Wochenende wartet mit Champions-League-Aspirant RB Leipzig ein schwieriges Auswärtsspiel auf Union Berlin, mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt aber endgültig in trockenen Tüchern.

Foto: Getty Images
Eta ist die erste Frau, die in der Bundesliga hauptverantwortlich auf der Trainerbank sitzt. Die 34-Jährige ist bei den Profis der Eisernen jedoch keine Unbekannte, 2023/2024 zählte sie als Co-Trainerin bereits zum Team von Interimscoach Marco Grote. Damals gelang in letzter Sekunde der Klassenerhalt. Nach der Saison soll Eta die Frauenmannschaft des Traditionsvereins übernehmen, die derzeit in der Bundesliga auf dem neunten Tabellenplatz liegt.
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