Traumtor bei der Generalprobe: Startet aussortierter Bayer-Star jetzt doch wieder durch? | OneFootball

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·17. August 2026

Traumtor bei der Generalprobe: Startet aussortierter Bayer-Star jetzt doch wieder durch?

Artikelbild:Traumtor bei der Generalprobe: Startet aussortierter Bayer-Star jetzt doch wieder durch?

Es war einer dieser Momente, die man bei Bayer 04 Leverkusen in den vergangenen Monaten schmerzlich vermisst hatte. Bei der Generalprobe vor dem Pflichtspielstart stand es im Testspiel bei Newcastle United lange Zeit unentschieden. In der 80. Minute schlug dann die Stunde von Victor Boniface. Der Nigerianer kam überraschend nicht als klassische Sturmspitze in die Partie, sondern agierte im offensiven Mittelfeld auf der Zehner-Position. Mit einer eleganten Körpertäuschung ließ der 25-Jährige die gegnerische Abwehrkette stehen und schob den Ball überlegt zum 2:1-Endstand in die Maschen. Die Aktion erinnerte stark an seine besten Auftritte aus der Leverkusener Double-Saison.

Rolfes lobt Entwicklung nach Leidenszeit

Bayer-Sportgeschäftsführer Simon Rolfes zeigte sich nach dem Schlusspfiff vor über 39.000 Zuschauern im St. James' Park sehr angetan von dem Auftritt des Angreifers. Gegenüber der Bild lobte Rolfes die Aktion ausdrücklich: "Das Tor macht er super. Es freut uns sehr für Boni, dass ihm das vor so einer Kulisse gelungen ist. Wenn der Gegner so blockt und dann diese Bewegung nach innen macht, das ist Qualität." Dass er solche Aktionen wieder zeigen könne, sei eine sehr erfreuliche Entwicklung.


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Simon Rolfes freut sich über die positiven Signale des nigerianischen Angreifers | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Für Boniface ist dieses Erfolgserlebnis die Belohnung für eine harte Schinderei. Nach einer von Verletzungen geprägten Leihsaison bei Werder Bremen und einer Knie-Operation im Januar stieg der Angreifer vier Wochen vor dem offiziellen Trainingsstart individuell ein. Die Vorbereitung absolvierte er ohne einen einzigen Fehltag.

Trainer Martínez setzt auf Joker-Qualitäten

Auch Cheftrainer Carles Martínez registriert die Fortschritte seines Schützlings sehr genau, warnt jedoch vor überzogenen Erwartungen an die Einsatzzeiten. Der Spanier betonte, wie sehr der Stürmer in der Vergangenheit gelitten habe. Das Wichtigste sei, dass er beschwerdefrei trainieren könne. Auch wenn derzeit erst zehn bis 15 Minuten Einsatzzeit möglich seien, könne er der Mannschaft mit seinem Talent sofort helfen, Spiele zu gewinnen.

Vertragslaufzeit länger als bisher angenommen

Passend zum sportlichen Aufwind sorgt nun auch die Vertragssituation des Torjägers für Aufsehen. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger exklusiv berichtet, ist Boniface länger an die Werkself gebunden als bislang öffentlich bekannt war.Bislang wurde von einer Laufzeit bis zum Sommer 2028 ausgegangen. Nach Informationen der Zeitung läuft das Arbeitspapier des Nigerianers jedoch bis 2029, was der Verein auf Anfrage der Redaktion bestätigte.

Bleibt Boniface nun doch als Edeljoker?

Durch die neue Dynamik geraten die bisherigen Transferpläne der Leverkusener Führung ins Wanken. Ursprünglich galt ein Verkauf oder eine erneute Leihe des Angreifers in diesem Sommer als wahrscheinlichste Option. Angesichts seiner Verfassung denken die Verantwortlichen nun ernsthaft darüber nach, Boniface als hochwertige Alternative hinter Patrik Schick und Christian Kofane im Kader zu behalten. Der Traumtreffer in England könnte für das Leverkusener Angriffsspiel jedenfalls der Startschuss für ein echtes Comeback gewesen sein.

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