Borussia Dortmund
·22. Februar 2026
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Personalien Im ungarischen Györ machte sich das Fehlen so erfahrener Rückraumspielerinnen wie Lois Abbingh und Alicia Langer besonders schmerzlich bemerkbar. Dazu musste Trainer Henk Groener wie zuletzt auch auf Lena Hausherr und Lara Müller verzichten.
Spielverlauf Relevant war das Spiel in der Audi-Arena in Györ nur noch für die Statistik. Der BVB war qualifiziert, für Györi ging es darum, Platz eins in der Gruppe gegen Metz zu verteidigen, war aber wegen zahlreicher Ausfälle stark ersatzgeschwächt und spielte ohne etatmäßige Kreisläuferin. Es entwickelte sich eine von beiden Seiten temporeich geführte Partie, bei der der BVB mit 3:2 durch Kelly Vollebregt nach fünf Minuten in Führung ging, in Unterzahl aber nach zwei leichten Fehlern gegen die aufmerksame Kelly Dulfer das 4:6 hinnehmen musste.
Es sollte die einzige BVB-Führung im gesamten Spiel bleiben. Nach einer Viertelstunde führten die Ungarinnen mit 12:8. Der BVB war meist einen Tick langsamer, hatte trotz einer insgesamt guten Leistung unübersehbare Schwächen im Abschluss, vergab zahlreiche Großchancen und lud damit Györi zum Tempospiel ein. Nach 20 Minuten lagen die Borussinnen mit 13:17 zurück, Henk Groener brachte im Tor Melinda Szikora für Sarah Wachter. Beide Torfrauen erwischten nicht ihren besten Tag.
Auf Seiten von Györi glänzten dagegen die unglaublich schnelle und kaum zu stoppende Bruna de Paula mit sieben Treffern im ersten Durchgang und dazu die Ex-Dortmunderin Kelly Dulfer, die mit insgesamt sechs Treffern als ungewöhnliche Kreisläuferin die eigentliche Überraschung des Spiels war. Drei Minuten vor der Pause verkürzte Lisa Antl mit einem tollen Treffer vom Kreis auf 17:22. In die Pause ging es mit 17:24.
Auch im zweiten Durchgang zeigte Györi seine enorme Qualität: extrem effizient, zweikampfstark und mit bemerkenswerter Passgeschwindigkeit. Der BVB hatte dagegen weiter Probleme im Positionsangriff, auch wenn Guro Nestaker mit drei Toren vor der Pause erfolgreich war. Dennoch machte der BVB seine Sache gegen die beste Mannschaft der Welt sehr ordentlich. Nach 40 Minuten lag der BVB mit sechs Toren zurück (22:28). Die starke Lisa Antl verkürzte auf fünf Tore mit ihrem vierten Treffer (42., 23:28).
Mehr und mehr zum Problem für den BVB entwickelte sich Torfrau Szemerey, die stark hielt, gegen den Schlagwurf von Guro Nestaker zum 26:32 (51.) aber machtlos war. In den Schlussminuten übernahm Györi wieder das Spiel, nutzte leichte Fehler des BVB, der in der Endphase unkonzentriert und müde agierte, konsequent aus und zog bis zum Schlusspfiff auf 39:28 davon.
StimmenRupert Thiele, Abteilungsleiter: „Unser Einzug in die Play-offs ist eine Bestätigung unserer konstanten Arbeit. Jetzt wollen wir uns weiter profilieren, um international konkurrenzfähig zu sein. Die Luft in den Play-offs wird natürlich dünn, FTC Rail Cargo ist ein richtig starker Gegner. Allein das Erreichen der Play-offs ist schon eine enorme Leistung, bislang hatten wir die Teilnahme an der Champions League als Ausbildung und Ehre gesehen. Am Anfang der Gruppenphase haben wir uns auch schwergetan, danach wurden wir immer stärker.“
Henk Groener: „Über weite Strecken haben wir uns gut geschlagen. Allerdings war von Beginn an klar, dass es Györi gut machen wird. Sie haben sofort ein Riesentempo hingelegt, um nach zwei Niederlagen in der Champions League vor den eigenen Fans zu glänzen. So eine Mannschaft kann man nur schlagen, wenn sie einen ganz schlechten Tag erwischt. Bis zur 50. Minute lief es noch recht ordentlich, wir lagen mit sechs Toren zurück. In der Schlussphase haben wir dann drei, vier Chancen liegenlassen, und Györi kam zu leichten Treffern. Elf Tore Unterschied waren dann doch zu viel.“
Ausblick Die EHF Champions League beginnt erst wieder mit dem ersten Play-off-Spiel am Samstag, 21. März, gegen FTC Rail Cargo Hungaria. Jetzt gilt die Konzentration der Alsco Handball Bundesliga Frauen und dem Haushahn Final4. In der Liga geht es für die Borussinnen am kommenden Freitagabend (27.02., 19:30 Uhr) mit dem Spiel gegen den Tabellensechsten Neckarsulm in der Halle Wellinghofen weiter. Nach der Länderspielpause treten die Borussinnen dann am 14./15. März beim Haushahn Final4 in Stuttgart an. Im Halbfinale treffen sie dabei zunächst auf die HSG Blomberg-Lippe.









































