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·22. Februar 2026
Schock in Wolfsburg: Ralf Kellermann soll laut Medienbericht die VfL-Frauen verlassen

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·22. Februar 2026

Schwarzes Wochenende für die Frauen des VfL Wolfsburg: Sportlich platzte für die Wölfinnen nun endgültig der Traum von der Meisterschaft – und unmittelbar danach folgte eine Nachricht, die den Klub bis ins Mark trifft. Ralf Kellermann soll laut Bild den VfL Wolfsburg im Sommer verlassen.
Mit der 1:4-Niederlage beim Tabellenführer FC Bayern verloren die Wolfsburgerinnen am Wochenende ihre letzte realistische Chance auf den Meistertitel. Zwar zeigte das Team phasenweise Moral, doch gegen die Kaltschnäuzigkeit der Münchnerinnen war am Ende kein Kraut gewachsen. Für die ambitionierten Wölfinnen ist es ein herber Rückschlag nach einer Saison, in der erneut große Erwartungen geschürt worden waren.
Noch schwerer wiegt jedoch das, was nach dem Schlusspfiff bekannt wurde. Nach Informationen der Bild-Zeitung kündigte Frauenfußball-Chef Ralf Kellermann intern an, den VfL Wolfsburg im Sommer verlassen zu wollen. Nach 18 Jahren im Klub strebt der 57-Jährige demnach eine neue Herausforderung an – offenbar im Ausland, bei einem europäischen Spitzenverein.
Die Nachricht kam für viele überraschend. Denn Kellermann gilt als feste Konstante, als ruhender Pol eines Erfolgsprojekts, das über Jahre Maßstäbe im europäischen Frauenfußball gesetzt hat.
Kaum ein Name ist so eng mit dem Aufstieg der Wolfsburgerinnen verbunden wie der von Kellermann. 2008 begann er als Trainer, später übernahm er die sportliche Leitung – und formte aus einem soliden Bundesligisten ein internationales Schwergewicht. Der Höhepunkt folgte 2013 mit dem historischen Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League-Sieg.
Insgesamt sammelte der VfL unter seiner Verantwortung 20 Titel: sieben deutsche Meisterschaften, elf Pokalsiege und zwei Triumphe in der Champions League. Zahlen, die Kellermanns Bedeutung eindrucksvoll unterstreichen.
Ein wesentlicher Baustein des Erfolgs war sein Gespür für Spielerinnen. Kellermann holte prägende Persönlichkeiten und spätere Weltstars nach Wolfsburg – darunter Alexandra Popp, Nadine Keßler, Lena Goeßling, Almuth Schult, Jule Brand und Lena Oberdorf.
Auch international setzte er Maßstäbe mit Transfers von Ewa Pajor, Pernille Harder, Caroline Hansen und Nilla Fischer. Gemeinsam machten sie den VfL über Jahre zur Nummer eins in Europa.
Sollte sich der Abschied bestätigen, steht der VfL Wolfsburg vor einem tiefgreifenden Umbruch – sportlich wie strukturell. Der Verlust des langjährigen Architekten wäre kaum zu kompensieren. Klar ist schon jetzt: Dieses Wochenende markiert einen Wendepunkt für die Frauen des VfL.









































