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·18. September 2026
Trotz Top-Form kein Comeback für Ginter nach Gespräch mit Klopp

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Matthias Ginter befindet sich beim SC Freiburg weiterhin in einer der stärksten Phasen seiner Karriere. Für eine Rückkehr in die Nationalmannschaft reicht das unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp trotzdem nicht. Der Innenverteidiger äußerte sich dazu in einem Kicker-Interview.
Bereits in der vergangenen Saison zeigte Ginter konstant gute Leistungen für den SC Freiburg. Neben seinen gewohnten Stärken im Zweikampf und im Stellungsspiel steuerte er 13 Scorerpunkte in 52 Pflichtspielen bei. In der laufenden Spielzeit hat der 32-Jährige noch einmal zugelegt. Fünf Scorerpunkte in sechs Pflichtspielen stehen zu Buche, dazu ein kicker-Notenschnitt von 2,2.
Im ersten Kader, den Klopp am Donnerstag in Frankfurt bekanntgab, taucht Ginter dennoch nicht auf. Vier Spieler des SC Freiburg schafften den Sprung ins Aufgebot, Ginter gehört nicht dazu. Mit Yannik Engelhardt, Philipp Treu, Max Rosenfelder und Derry Scherhant berief Klopp gleich vier Freiburger.
Anders als bei früheren Entscheidungen zeigte sich Ginter diesmal nicht enttäuscht, sondern sprach von einem konstruktiven Austausch. „Ich hatte ein sehr gutes und auch anerkennendes Gespräch mit dem Bundestrainer“, sagte er dem Kicker.
Ginter habe den Eindruck, dass seine Leistungen gesehen würden. Gleichzeitig spielt aus seiner Sicht sein Alter eine Rolle. Bei der nächsten großen Endrunde wäre der Innenverteidiger 34 Jahre alt. Angesichts der Konkurrenz auf seiner Position hält Ginter die Entscheidung deshalb für nachvollziehbar.
Bereits im Sommer, kurz nach Klopps Amtsantritt, hatte Ginter ähnlich argumentiert. Damals bezeichnete er ein mögliches Comeback im Gespräch mit Sky Sport als schwierig und verwies ebenfalls auf sein Alter. Die Aussagen aus beiden Interviews decken sich damit inhaltlich.
Für Ginter ist die aktuelle Situation auch deshalb bemerkenswert, weil er mit Klopp bereits zusammengearbeitet hat. Nach dem WM-Titel 2014 wechselte der gebürtige Freiburger für rund zehn Millionen Euro von seinem Heimatverein zu Borussia Dortmund, wo Klopp zu diesem Zeitpunkt Trainer war.
Die gemeinsame Saison verlief sportlich schwierig, der BVB geriet zeitweise in den Abstiegskampf. An die Zusammenarbeit selbst erinnert sich Ginter dennoch positiv.
Ginters Verhältnis zur Nationalmannschaft bleibt insgesamt paradox. Der Innenverteidiger gewann 2014 den WM-Titel, holte 2016 Olympia-Silber mit der deutschen Auswahl in Rio de Janeiro und war 2017 Stammspieler beim Gewinn des Confed Cups.
Insgesamt bestritt Ginter 51 Länderspiele. Sein bislang letzter Einsatz datiert vom 12. Juni 2023 beim 3:3 gegen die Ukraine.
Ausgerechnet in seiner seit über zwei Jahren andauernden starken Karrierephase auf Vereinsebene wurde er nicht mehr berücksichtigt, weder unter Julian Nagelsmann noch bislang unter Klopp. Zur Amtszeit von Nagelsmann, der ihn durchgehend außen vor ließ, wollte sich Ginter im kicker-Interview nicht im Detail äußern.
Eine WM-Teilnahme 2026 wäre nach eigener Einschätzung wohl die letzte realistische Gelegenheit für ein Comeback gewesen. Ginter zieht trotzdem eine versöhnliche Bilanz seiner Zeit im Nationaltrikot und spricht von neun schönen Jahren, zwei Titeln und einer olympischen Medaille.
Mit Blick auf die eigene Zukunft will er sich nun ganz auf den SC Freiburg konzentrieren, der weiterhin die erstmalige Qualifikation für die Champions League anstrebt.







































