DFB-Frauen
·10. Mai 2026
U 17 verliert unglücklich drittes EM-Gruppenspiel

In partnership with
Yahoo sportsDFB-Frauen
·10. Mai 2026

Die deutschen U 17-Juniorinnen haben ihr drittes und abschließendes Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Nordirland trotz klarer Überlegenheit und vier Aluminium-Treffer verloren. Nach den beiden Siegen gegen Norwegen (3:1) und England (1:0) unterlag die Mannschaft von DFB-Trainerin Sabine Loderer gegen die Gastgeberinnen aus Nordirland in Larne 0:1 (0:0). Als bereits vor der Partie feststehender Gruppensieger trifft der deutsche Nachwuchs im Halbfinale am kommenden Donnerstag auf den Zweiten der Gruppe B. Hinter Deutschland qualifizierte sich auch Norwegen nach einem 1:1 gegen England für die Vorschlussrunde.
"Es war die erwartet defensive Spielweise des Gegners. Wir waren dann einen Tick zu ungeduldig und unpräzise, um es gegen diesen tiefen Block ordentlich zu Ende zu spielen", sagte Loderer. "Wir bekommen ein unglückliches Gegentor und die eine oder andere Entscheidung gegen uns, was dann noch einmal zusätzlich Unruhe reinbringt. Wir müssen das Spiel schnell abhaken und dürfen uns gar nicht zu lange damit beschäftigen, dass wir nach langer Zeit mal wieder ein Spiel verloren haben, weil wir noch Großes vorhaben. Im nächsten Spiel wollen wir wieder gewinnen und ins Finale einziehen."
Vor 704 Zuschauer*innen im Inver Park in Larne begann die im Vergleich zum England-Spiel auf sechs Positionen veränderte Startelf mutig und riss das Spiel direkt an sich. Ein erster Versuch von Fiona Itgenshorst (5.) von der rechten Seite ging ins Außennetz und ein Kopfball von Johanna Putzer (11.) war leichte Beute für die gut aufgelegte nordirische Keeperin Ifeoma Agoha. Gegen tief stehende Gastgeberinnen blieb der deutsche Nachwuchs spielbestimmend und suchte seine Chancen: Ein Distanzschuss von Victoria Säring (18.) war allerdings etwas zu hoch angesetzt und einen Abschluss von Dana Kessler (21.) aus rund 16 Metern parierte Agoha.
Mitte der ersten Halbzeit erhöhte Deutschland die Schlagzahl: Putzer (36.) zirkelte den Ball nach einem Solo aus zentraler Position an den rechten Pfosten und nur eine Minute später kam Mia Kuhn nach Zuspiel von Geburtstagskind Clara Choisy auf der linken Seite im Strafraum zum Abschluss. Doch Agoha machte sich lang und kratzte den Ball noch von der Linie. In der Schlussphase des ersten Durchgangs hatte Deutschland erneut Alu-Pech: Ein Pass in die Tiefe von Itgenshorst erreichte Putzer, die klasse auf Choisy (44.) ablegte. Doch die Angreiferin des FC Bayern traf aus rund 16 Metern nur den linken Pfosten.
Das deutsche Team zeigte sich auch nach der Pause geduldig und suchte seine Möglichkeiten. Die für Choisy in der 57. Minute eingewechselte Lena Martens fand mit einer Hereingabe von der rechten Seite im Zentrum Kuhn (61.), doch deren Abschluss lenkte Agoha stark am Tor vorbei. Und auch Putzer (68.) kam mit ihrem Abschluss von der rechten Seite nicht an der nordirischen Torhüterin vorbei.
Nordirland zeigte insgesamt wenig Offensivdrang doch schließlich gingen die Gastgeberinnen in Führung: Das deutsche Team bekam einen Freistoß nicht geklärt, Charlotte Havern (77.) war nach einem Abpraller vom Pfosten zur Stelle und sorgte aus kurzer Distanz für das erste EM-Tor für Nordirland.
Das deutsche Team wehrte sich und drängte in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich: Laura Ernst (82.) kam nach einem Eckstoß im Getümmel an den Ball, aber auch ihr Versuch wurde noch an den rechten Pfosten abgefälscht. Und auch Martens (90.+4) hatte nicht das nötige Glück: Die Verteidigerin des HSV setzte sich auf der rechten Seite durch, doch Agoha lenkte den guten Abschluss an den Pfosten.


Live





































