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·4. Februar 2026
Überraschender Wechsel: Gladbach bedient sich beim FC Bayern

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Der FC Bayern muss den nächsten personellen Abgang hinnehmen: Chefscout Andre Hechelmann verlässt den Rekordmeister vorzeitig. Borussia Mönchengladbach sichert sich damit einen bestens vernetzten Fachmann für den Neuaufbau im Scouting.
Borussia Mönchengladbach verstärkt seine sportliche Struktur mit einem prominenten Namen aus München. Andre Hechelmann verlässt den FC Bayern und übernimmt ab dem 1. März die Leitung des Scouting- und Recruitment-Bereichs bei den Fohlen. Damit schlagen die Gladbacher nicht nur organisatorisch, sondern auch symbolisch beim Rekordmeister zu.
Der 41-Jährige war erst seit Dezember 2024 als Chefscout im Lizenzbereich des FC Bayern München tätig. Sein Engagement an der Säbener Straße endet nun vorzeitig, denn in Mönchengladbach folgt Hechelmann auf Steffen Korell, der auf eigenen Wunsch in eine beratende Rolle wechselt. Sportchef Rouven Schröder setzt damit einen weiteren Akzent bei der strukturellen Neuausrichtung der Borussia.
Schröder kennt Hechelmann unter anderem aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FSV Mainz 05 und beschreibt den Neuzugang mit klaren Worten: "Andre ist in unserer Branche außerordentlich gut vernetzt." Zudem hebt er dessen Werdegang hervor, der vom Mitarbeiter auf der Mainzer Geschäftsstelle über den Chefscout bis hin zu verantwortungsvollen Positionen bei mehreren Bundesligisten reicht.
Tatsächlich bringt Hechelmann reichlich Erfahrung mit. Nach seiner Zeit in Mainz arbeitete er als Chefscout und später Sportdirektor beim FC Schalke 04. Dort genoss er intern lange hohes Ansehen. Das damalige Vorstandsmitglied Peter Knäbel lobte ihn mit den Worten: "Andre bringt eine große Erfahrung aus vielen Bereichen eines Fußballvereins mit – Team-Management, Finanzen, Scouting, Kaderplanung."
Dennoch endete sein Engagement auf Schalke im März 2024 im Zuge einer Neustrukturierung des sportlichen Bereichs abrupt. In Gladbach soll Hechelmann nun vor allem das Scouting moderner und stärker datenbasiert ausrichten. Der Wechsel markiert dabei auch einen Einschnitt, denn Korell hatte den Bereich seit 2005 geprägt. Dass dieser Schritt bewusst und einvernehmlich vollzogen wurde, betont Schröder ausdrücklich und sieht die Borussia für die Zukunft breiter aufgestellt.
Für den FC Bayern wirft der erneute Abgang eines hochrangigen Scouts hingegen neue Fragen auf. Bereits Ende Januar war im "Bild"-Podcast Bayern Insider über eine auffällige Fluktuation im Scouting-Bereich diskutiert worden. Demnach sollen dem Rekordmeister zuletzt rund neun Scouts den Rücken gekehrt haben. Der Wechsel Hechelmanns nach Mönchengladbach dürfte diese Debatte zumindest nicht verstummen lassen.








































