DFB-Frauen
·13. März 2026
Union-Mittelfeldspielerin Jenny Hipp: "Stellenwert ist einzigartig"

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·13. März 2026

Jenny Hipp vom 1. FC Union Berlin erlebt am Samstag (ab 16 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) eine besondere Partie. Die 28 Jahre alte Mittelfeldspielerin tritt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga nicht nur bei ihrem Ex-Klub RB Leipzig, sondern auch gegen ihre Partnerin Julia Landenberger an. Im DFB.de-Interview spricht Hipp mit Mitarbeiter Ralf Debat über ihren Wechsel und das Wiedersehen.
DFB.de: Werden Sie in Leipzig auf Anhieb den Weg in die Gästekabine finden, Frau Hipp?
Jenny Hipp: Ich gehe fest davon aus, dass es keine Probleme geben wird. (lacht) Es ist alles gut ausgeschildert.
DFB.de: Sie waren von 2021 bis 2025 für RB Leipzig am Ball, schafften mit dem Team unter anderem den Aufstieg in die Google Pixel Frauen-Bundesliga. Mit welchen Gefühlen kehren Sie jetzt erstmals zurück?
Hipp: Es wird besonders sein, keine Frage. Vor allem der Aufstieg und die Teilnahme am Halbfinale des DFB-Pokals waren unvergessliche Erlebnisse.
DFB.de: Bei RB konnten Sie sich als Bundesligaspielerin etablieren. Was haben Sie vor allem aus Ihrer Zeit in Leipzig mitgenommen?
Hipp: Ich konnte zahlreiche Erfahrungen sammeln und habe auch viel Spielzeit bekommen. Beides ist sehr wertvoll für meine Entwicklung und den weiteren Verlauf meiner Karriere. Dafür bin ich sehr dankbar.
DFB.de: Seit Saisonbeginn stehen Sie beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag. Warum war es für Sie genau der richtige Schritt?
Hipp: Ich hatte das Gefühl, dass mir eine neue Herausforderung guttun würde. Dazu waren die Gespräche mit Union von Beginn sehr positiv. Die professionellen Bedingungen, die der Verein bietet, und der einmalige Fansupport haben mich extrem gereizt.
DFB.de: Auch durch die riesige Fanunterstützung ist Union eine Bereicherung für die Bundesliga. Was macht den Verein und das Team für Sie aus?
Hipp: Der große Stellenwert, den wir als Frauenteam innerhalb des Vereins genießen, ist einzigartig. Das habe ich in dieser Form noch nirgendwo erlebt. Diese Wertschätzung und auch die Unterstützung der Fans überträgt sich auf die Mannschaft. Es ist einfach etwas ganz Besonderes, für diesen Verein zu spielen.
DFB.de: Beide Mannschaften haben sich schon ein komfortables Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Wäre ein Sieg schon der entscheidende Schritt, um den Klassenverbleib endgültig unter Dach und Fach zu bringen?
Hipp: Fakt ist, dass wir noch nicht am Ziel sind und dass jeder Punkt für uns wichtig ist. Wir gehen jedes Spiel mit der Überzeugung an, das Bestmögliche herauszuholen. Selbstverständlich gilt das auch für die Partie bei RB Leipzig.
DFB.de: Beim 5:0 im Hinspiel gelang Union der höchste Saisonsieg. Welche Erinnerungen verbinden Sie noch mit der Partie?
Hipp: Es war ein sehr geiles Spiel, in dem alles einfach gepasst hat. Das Wetter war top, unsere Leistung ebenfalls. Man kann wohl von einem Sahnetag sprechen.
DFB.de: Sie trafen dabei erstmals auf dem Platz auf Ihre Partnerin. Mussten Sie Julia Landenberger nach dem Abpfiff trösten?
Hipp: Tatsächlich nicht, auch wenn sie natürlich enttäuscht war. Wir sind beide professionell genug, mit der Situation umzugehen. Jede gibt auf dem Spielfeld für ihr Team ihr Bestes.
DFB.de: Sorgt Ihre private Verbindung vor dem Rückspiel für zusätzliche Vorfreude oder macht sich auch eine gewisse Anspannung bemerkbar?
Hipp: Ich freue mich grundsätzlich auf jedes Spiel und bin auch immer ein wenig angespannt. Da wir ja schon im Hinspiel aufeinandergetroffen sind, ist es jetzt auch nichts Neues mehr, sondern eher eine Partie wie die anderen auch.
DFB.de: Worauf wird es für Union ankommen, um auch in Leipzig erfolgreich zu sein?
Hipp: Schwierige Frage. Natürlich kenne ich noch viele Spielerinnen. Dennoch hat auch eine Entwicklung stattgefunden, an der ich nicht mehr beteiligt war. Wir sollten uns darauf konzentrieren, unsere optimale Leistung auf den Platz zu bringen, unabhängig vom Gegner.
DFB.de: Der jüngste 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln liegt schon drei Wochen zurück. Wie konnte das Team die Länderspielpause nutzen?
Hipp: Zunächst einmal war es ein gutes Gefühl, dass wir uns mit drei Punkten in die Pause verabschieden konnten. Anschließend sind einige Spielerinnen zu ihren Nationalteams gereist. Wir hatten in dieser Zeit einige freie Tage, haben individuelle Trainingspläne bekommen und dann als etwas kleinere Gruppe trainiert und auch ein Testspiel gegen Viktoria Berlin bestritten. Erst seit Mitte der Woche ist der Kader jetzt wieder komplett.
DFB.de: Cheftrainerin Ailien Poese hat angekündigt, sich ab der neuen Saison wieder im Nachwuchsbereich zu engagieren. Wie hat das Team die Nachricht aufgenommen?
Hipp: Der Zeitpunkt mitten in der Saison war sicherlich überraschend. Unser Fokus liegt jetzt darauf, die verbleibende Zeit mit Ailien so gut wie möglich zu nutzen und die verbleibenden sieben Ligaspiele positiv zu gestalten.
DFB.de: Was nehmen Sie sich persönlich und mit dem Team für den Saisonendspurt vor?
Hipp: Wir wollen weiter zusammenwachsen und das Maximale herausholen.









































