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·18. September 2026

Union reist als Außenseiter – und hat mehrere Trümpfe

Artikelbild:Union reist als Außenseiter – und hat mehrere Trümpfe

Am Freitag um 20:30 Uhr tritt Union Berlin am 4. Spieltag der Bundesliga beim FC Bayern München an – und wartet dabei weiter auf den ersten Sieg gegen den Rekordmeister. In 14 Pflichtspielen gab es neun Bayern-Siege und fünf Unentschieden, doch für die Eisernen gibt es vor dieser Herkulesaufgabe trotzdem handfeste Argumente.

Mauro Lustrinelli ist seit dem Sommer als Trainer im Amt und blieb in seinen ersten vier Pflichtspielen ohne Sieg. Nach dem enttäuschenden Saisonstart gegen Schalke fährt Union nun als klarer Außenseiter nach München. Trotzdem lässt sich die Ausgangslage aus mehreren Blickwinkeln positiv lesen.


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1. Zuletzt zweimal nah dran

Aus den vergangenen drei Duellen mit Bayern holte Union immerhin zwei Unentschieden. In der vergangenen Saison war der erste Sieg gegen den Rekordmeister im eigenen Stadion schon fast perfekt: Harry Kane glich erst in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:2 aus.

Der erste Erfolg gegen Bayern steht für die Eisernen weiterhin aus. Die knappen Resultate der jüngsten Vergangenheit dürften aber Mut machen, dass diese Serie irgendwann fällt – vielleicht schon am Freitag.

2. Eine Serie, die man positiv sehen kann

Vier Begegnungen zum Start ohne Sieg – das hat noch kein neuer Union-Trainer in der Bundesliga erlebt. Lustrinelli steht demnach vor einem Novum, das sich rein statistisch auch anders lesen lässt: Nach dieser historisch schwachen Bilanz müsste der erste Erfolg des Schweizers eigentlich überfällig sein.

Ob ausgerechnet die Allianz Arena der Ort für diese Premiere wird, bleibt die zentrale Frage des Abends. Statistisch gesehen kann es für Union kaum noch schlechter kommen.

3. Starker Torwart

Wer in München punkten will, braucht einen Schlussmann in Form – und Frederik Rønnow liefert genau das. Nachdem der Däne am 1. Spieltag noch ausgefallen war, zeigte er in den beiden folgenden Partien starke Leistungen und war jeweils der beste Unioner auf dem Platz.

In beiden Spielen hielt Rønnow jeweils fünf Torschüsse. Nach Loris Karius könnten die Bayern damit erneut an einem gegnerischen Torhüter verzweifeln, der an diesem Abend über sich hinauswächst.

4. Ein Trumpf für die Startelf?

Tim Skarke kam in dieser Saison bislang immer von der Bank – und traf dabei sowohl gegen Eintracht Frankfurt als auch gegen den FC Schalke 04 jeweils als Joker in der Nachspielzeit. Bemerkenswert: In seinen vorherigen 58 Bundesliga-Spielen für Union war ihm nur ein einziges Tor gelungen.

Mit diesem frischen Selbstvertrauen im Rücken könnte Skarke auch die Bayern-Abwehr ärgern, egal ob von Beginn an oder erneut von der Bank. Eine Startelf-Nominierung wäre zumindest ein nachvollziehbarer Schritt für Lustrinelli.

5. Der FC Bayern tat sich zuletzt schwer

Die Münchner zeigten sich gegen Aufsteiger zuletzt keineswegs souverän. Nach dem 0:0 bei Schalke 04 musste Bayern auch bei der SV Elversberg nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zittern, bevor am Ende ein hart erkämpftes 2:1 stand – Details, die auch Luis Díaz und die Offensivprobleme der Bayern in den Fokus rücken.

Auch in der Chancenverwertung wirkte der Rekordmeister zuletzt nicht konsequent: In den vergangenen beiden Spielen kamen die Bayern auf 41 Abschlüsse, erzielten daraus aber nur zwei Tore. Mit einer defensiv stabileren Leistung als in den vergangenen Wochen könnte Union genau daraus Kapital schlagen und den Bayern am Freitag tatsächlich Probleme bereiten.

Artikelbild:Union reist als Außenseiter – und hat mehrere Trümpfe

Mauro Lustrinelli möchte mit Union Berlin in München punkten – © IMAGO/Michael Taeger

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