RB Leipzig
·5. Februar 2026
„Unsexy“, aber effektiv: Warum Köln mehr als El Mala ist

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·5. Februar 2026

RB Leipzig trifft auf einen Gegner in guter Form. Am Sonntag um 15.30 Uhr treten die Roten Bullen beim Tabellenzehnten 1. FC Köln an.
Wer an den FC denkt, denkt dieser Tage wahrscheinlich direkt an das Kölner Top-Talent Said El Mala, doch er ist nicht der einzige Grund, warum unser nächster Bundesliga-Gegner nicht zu unterschätzen ist.
Der 1. FC Köln hat einen guten Start in die Rückrunde erwischt: Aus den ersten drei Bundesliga-Spielen des zweiten Halbjahres holten die Rheinländer zwei Siege. Das erinnert an die Hinrunde, als der FC ebenfalls mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen stark gestartet war. Erstmals in dieser Saison gewann der FC zuletzt auch zwei Heimspiele am Stück, mit 2:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 und mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg.
Lukas Kwasniok, der seit dem vergangenen Sommer als Cheftrainer beim FC das Sagen hat, setzt auf eine Spielweise, die eine hohe Laufbereitschaft erfordert.
Mit großem Einsatz und Leidenschaft sollen die Gegner niedergekämpft und das eigene Tor verteidigt werden. Von allen Bundesliga-Teams sind die Kölner bisher am drittmeisten gelaufen: insgesamt 2.425,3 Kilometer.
Die Kölner Abwehr ließ bisher 32 Gegentore zu, das ist in der unteren Tabellenhälfte der zweitbeste Wert nach dem Hamburger SV (29) – und wird sonst auch nur von den Top-sechs-Teams der Bundesliga unterboten, darunter von RBL mit 27 Gegentreffern. Die defensive Aufopferungsbereitschaft seines Teams gehöre zu den fußballerischen Attributen, die laut Kwasniok „ein bisschen unsexy“ wirken.
Doch der FC-Coach gibt zu bedenken: „Deutschland ist auch meistens Weltmeister geworden, wenn sie über die Attribute wie Leidenschaft, Laufbereitschaft, Widerstandsfähigkeit, Mentalität und Zweikampfstärke gekommen sind.“
Und das versuche sein Team ebenfalls umzusetzen, um das große Ziel zu erreichen. Was die Weltmeisterschaft für Deutschland sei, „ist für uns der Klassenerhalt“, betont Kwasniok.

Um das zu erreichen, setzt er auch auf Unberechenbarkeit. Die Kölner gehören zu den Teams, die häufig ihr System wechseln. Manchmal lässt Kwasniok mit einer Viererkette in der Abwehr agieren und stellt ein 4-3-3- oder wie zuletzt ein 4-4-2-System mit Doppelsechs auf. Doch ebenso oft bekommen die Fans eine Dreier-Abwehrreihe in einem 3-4-2- oder 3-5-2-System zu sehen. Im Hinspiel in Leipzig probierte er es mit dem 4-4-2, am Ende gewann RBL mit 3:1. Ob es diesmal eine andere Variante wird?
Einfacher vorherzusagen ist die eine oder andere Personalie. Denn obwohl es beim FC von Woche zu Woche personelle Wechsel in der Startformation gibt, sind einige Spieler praktisch unverzichtbar. Etwa Marvin Schwäbe, der die klare Nummer eins im Tor ist und mit seinen Paraden bereits viele Gegentore verhindert hat. Zuletzt feierte er erstmals in einem Heimspiel eine Weiße Weste, nachdem ihm das auswärts schon zweimal gelungen war.
In der Offensive ist Jakub Kaminski unumstritten. Die Leihgabe des VfL Wolfsburg ist der FC-Feldspieler mit der meisten Einsatzzeit im Kader. Er stand immer in der Startelf und wurde nur zweimal vorzeitig ausgewechselt. Zum Einsatz kam er schon auf dem linken und rechten Flügel, im zentralen und offensiven Mittelfeld sowie als Mittelstürmer. Kwasniok setzt auf seine Kreativität – egal auf welcher Position. Der Pole zahlte es bereits mit fünf Toren und einer Vorlage zurück.

Und dann ist da natürlich noch Said El Mala. Der 19-Jährige stand zwar nur in acht der bisherigen 20 Saisonspiele von Beginn an auf dem Feld, ist aber mit sieben Toren trotzdem der beste Torschütze seines Teams. Zudem gab der Youngster, der im November schon von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen wurde, drei Vorlagen. Gemeinsam mit Ragnar Ache (vier Tore, sechs Vorlagen) ist er daher der Topscorer seines Teams.
Köln kann am Sonntag trotz Tabellenplatz zehn einige Qualitäten in die Waagschale werfen. RBL wird aufpassen müssen – und das nicht nur auf El Mala.
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