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·7. April 2026
Unter zwei Bedingungen: Dotchev für Verbleib bei Abstieg offen

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Der SSV Ulm sendete zu Beginn der Englischen Woche ein Lebenszeichen. Doch die Hoffnung, sie bleibt gering. Am Mittwochabend (19 Uhr) muss ein weiteres Erfolgserlebnis beim VfB Stuttgart II her. Andernfalls nimmt die Planung für die kommende Regionalliga-Saison weiter Fahrt auf. Mit Pavel Dotchev als Cheftrainer?
Erst das Unentschieden gegen Cottbus (1:1), dann der Sieg gegen Verl (1:0). Die Spatzen ärgerten zwei Spitzenteams – aber die Ausgangslage bleibt nahezu aussichtslos. "Für mich persönlich hat sich nichts geändert. Auch tabellarisch hat sich nichts verändert", erklärte Cheftrainer Pavel Dotchev, dass der Sieg des 1. FC Saarbrücken gegen Ingolstadt ein deutlicher Dämpfer für die Hoffnungen der Spatzen war. "Wenn wir ehrlich sind, dann wären wir vielleicht schon abgestiegen, wenn wir das Spiel nicht gewonnen hätten", fasste der Fußballlehrer zusammen. "Jetzt haben wir immer noch unsere Chance."
Nach wie vor beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer noch acht Punkte. Aufgeben wird Dotchev nicht. "Ich mache weiter das, von dem ich denke, dass es das Richtige für die Mannschaft ist", versprach der Cheftrainer. Und kündigte an, dass er in der Englischen Woche keine Veränderungen am Kader oder an der Herangehensweise vornehmen wird. Die acht Spieler, die in eine Art Trainingsgruppe B verschoben wurden, drängten sich demnach nicht für eine Rückkehr auf. Wird diese überhaupt möglich sein? Grundsätzlich wollte Dotchev nichts ausschließen.
"Wenn wir Bedarf haben, dann werde ich mich schon bedienen an dieser Gruppe B", kündigte der Cheftrainer sogar offen an, obwohl er zuletzt noch betont hatte, nicht mehr mit ihnen zu planen. "Sie sind nicht komplett weg. Sie trainieren jeden Tag und werden von uns betreut, damit sie sofort da sein können, wenn wir sie brauchen." Ein Grund für dieses Hintertürchen dürfte sein, dass sich beispielsweise mit Innenverteidiger Jan Boller nun schon der fünfte Spieler im Ulmer Kader einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Eine Situation, die Dotchev in seiner Karriere so noch nicht erlebt habe. Und gleichzeitig wieder ein langfristiger Ausfall, den der Cheftrainer womöglich mit Spielern aus der besagten Trainingsgruppe auffangen muss.
Wenngleich sich Dotchev auch dafür stark machte, dass die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ihre Chance bekämen. "Den Yannick Müller hätte ich gerne als großen, robusten Stürmer dabei. Aber der ist auch verletzt", schloss sich für den Ulmer Coach ein Teufelskreis, denn der beste Torschütze der U19-Mannschaft laboriert derzeit ebenfalls an einem Bänderriss. Die Vorzeichen vor dem Aufeinandertreffen mit dem VfB Stuttgart II hätten besser sein können. "Die Amateurteams sind immer sehr gefährlich. Da sind Spieler, die eine Perspektive auf die Bundesliga haben", so Dotchev.
Offen ist derweil auch, wie es in Ulm im Falle eines Abstiegs mit dem Cheftrainer weitergehen würde. "Natürlich mache auch ich mir Gedanken, wo ich im Sommer bin", verschloss sich Dotchev nicht vor der Realität. Sein Vertrag in Ulm würde sich nur bei Klassenerhalt verlängern, dennoch muss der Abstieg nicht das Ende der Zusammenarbeit sein, betonte der Coach: "Ich kann mir die Regionalliga schon vorstellen – wenn die Perspektive da ist und wir erreichbare Ziele haben." Daher werde er sich überraschen lassen und den vollen Fokus auf die Ist-Situation legen. Denn Ulms Planungssicherheit könnte mit jedem weiteren Rückschlag näher rücken.









































