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·12. Mai 2026
Unterwegs mit Ehefrau: 1860-Hools attackieren Bayern-Fanbeauftragten

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Ein Vorfall vom vergangenen Wochenende sorgt in der Münchner Fanszene für große Aufregung. Ein Fanbeauftragter des FC Bayern soll laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von mutmaßlichen Anhängern des TSV 1860 München attackiert worden sein.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurde der 54 Jahre alte Mitarbeiter des FC Bayern am Sonntagabend nach dem Basketballspiel der Münchner gegen Oldenburg gemeinsam mit seiner Ehefrau abgepasst und angegriffen.
Laut Polizeibericht sollen fünf etwa 20 Jahre alte Männer, die mit blauen Schlauchschals bekleidet gewesen seien, den Bayern-Fan attackiert haben. Ziel des Übergriffs soll demnach die bekannte Zaunfahne „Red Munichs“ gewesen sein.
Der Fanbeauftragte sei laut dem Bericht mit Tritten attackiert worden. Zudem soll eine Person, die helfen wollte, im Verkehr auf den Mittleren Ring geschubst worden sein.
Dem Bayern-Mitarbeiter gehe es den Umständen entsprechend gut.
Laut Informationen aus beiden Fanlagern werde die Attacke offenbar als Vergeltung für einen früheren Vorfall gewertet. Demnach sollen Bayern-Fans vor einigen Wochen versucht haben, die Zaunfahne der 1860-Ultra-Gruppierung „Blue Vikings“ zu entwenden.
Wie die SZ berichtet, sei dabei ein 1860-Fan attackiert worden. Die Fahne habe sich allerdings nicht bei ihm befunden.
Zaunfahnen besitzen in der Ultraszene einen enorm hohen Stellenwert. Ihr Verlust gilt intern als besonders schwere Niederlage.
Deshalb wächst nun offenbar die Sorge vor einer weiteren Eskalation zwischen beiden Fanlagern – insbesondere für den Fall, dass die entwendete „Red Munichs“-Fahne künftig bei Spielen von 1860 München öffentlich präsentiert werden sollte.
Der angegriffene Fanbeauftragte gilt laut dem Bericht als einer der bekanntesten sogenannten „Allesfahrer“ Deutschlands. Der Bayern-Anhänger begleitet den Rekordmeister demnach seit Jahren nahezu zu allen Heim- und Auswärtsspielen – sogar im Jugendbereich.
Bereits 2019 war seine „Red Munichs“-Zaunfahne bei einem U19-Spiel des FC Bayern bei Olympiakos Piräus beschädigt worden. Nationale Vorfälle dieser Art habe es bislang allerdings nicht gegeben.

Foto: IMAGO
Wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtet, gibt es inzwischen aus beiden Fanlagern Appelle zur Deeskalation.
Viele langjährige Anhänger befürchten offenbar, dass die Gewaltspirale zwischen Bayern- und 1860-Fans weiter eskalieren könnte. Hintergrund sind mehrere Vorfälle aus den vergangenen Jahren, darunter auch eine Massenschlägerei im Jahr 2023 mit zahlreichen Verletzten.
Demnach hätten sich zuletzt zudem Berichte gehäuft, wonach einzelnen Fans gezielt aufgelauert worden sei. Auch persönliche Daten wie Adressen oder Autokennzeichen sollen innerhalb verfeindeter Gruppen kursieren.







































