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·28. April 2026
Unzufriedener FCS erreicht Minimalziel: "Gibt nichts zu feiern"

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Seit sechs Jahren spielt der 1. FC Saarbrücken wieder in der 3. Liga. Zuletzt ging es bei den Saarländern immer um den Aufstieg, doch in dieser Saison folgte der sportliche Absturz – und der Abstiegskampf. Maurice Multhaup stellt klar heraus, dass das nicht der Anspruch des Traditionsklubs sein kann.
Die schlechteste Platzierung seit dem Wiederaufstieg in die 3. Liga machte Saarbrücken vor vier Jahren unter Uwe Koschinat – und da reden die Saarländer von Platz 7. In dieser Saison wird es zum ersten Mal zweistellig, sogar nur knapp über dem Strich. Dabei stand der FCS nach neun Spieltagen noch auf dem zweiten Rang. Jetzt gelang der erste Auswärtssieg seit Mitte September, der gerade so zum Minimalziel verhelfen dürfte. "Der Klassenerhalt war in den letzten Wochen ja unser Mindestziel", erklärt Maurice Multhaup in der "Bild", dass zumindest das geklappt hat. Neun Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz sollten drei Spiele vor Schluss ausreichen – zumal Saarbrücken über die deutlich bessere Tordifferenz verfügt.
Der FCS profitiert dabei auch von einem äußerst einseitigen Abstiegskampf. Zufriedenheit herrscht nach dem Klassenerhalt daher nicht – auch, weil sich die Saarländer ganz woanders sehen. "Das war nicht unser Anspruch. Das wissen wir alle und haben da schon hundertmal drüber gesprochen. Es ist natürlich eine große Erleichterung, aber zu feiern gibt es nichts", stellt Multhaup klar. "Da dürfen wir uns nichts vormachen. Es gilt, im Sommer zu schauen was schiefgelaufen ist, um dann neu anzugreifen."
19 Verträge laufen im Sommer aus, darunter auch das Arbeitspapier des Außenstürmers. Gerade einmal zehn Spieler stehen zum aktuellen Zeitpunkt unter Vertrag, weshalb viel Arbeit vor den Verantwortlichen um Markus Thiele liegt. 17 von 41 Punkten holte der FCS unter Cheftrainer Argirios Giannikis in zwölf Partien – also 1,42 Punkte pro Partie. Aufatmen im Endspurt. "Wir haben unser eigentliches Gesicht erst jetzt gezeigt. Leider erst jetzt. Wir sind erleichtert, aber es ist klar, dass wir eine schlechte Saison gespielt haben", fügt Torhüter Phillip Menzel der Ausgangslage hinzu. "Die wollen wir zum Ende hin zumindest etwas positiver gestalten. Für uns gilt es, den Fans einen etwas versöhnlichen Abschied zu bereiten."
Welche Strategie für die Kaderplanung für die kommende Saison verfolgt wird, ist noch offen. Verlängert der FCS mit einem Teil der Spieler aus der bestehenden Mannschaft, die zuletzt einen Aufschwung zeigte? Oder forcieren die Saarländer einen kompletten Umbruch, um sich nach einem Jahr zum Vergessen neu aufzustellen? Zu den wertvollsten Spielern, die in der kommenden Saison noch an Saarbrücken gebunden sind, zählten unter anderem Florian Pick, Robin Bormuth und Patrick Sontheimer, sowie auch Abdoulaye Kamara und Kai Brünker. Sie könnten die feste Achse bilden, die den FCS wieder zu besseren Tabellenregionen verhilft.
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