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·26. September 2026

Urteil gegen Man City: Schuldig in fast allen Punkten – Straffrage offen

Artikelbild:Urteil gegen Man City: Schuldig in fast allen Punkten – Straffrage offen

Manchester City droht eine massive Strafe bis zur Aberkennung von Meistertiteln. Ein von der Premier League eingesetztes unabhängiges Gremium hat den amtierenden englischen Pokalsieger wegen Verstößen gegen die Finanzregularien der Liga in 114 von 115 Fällen schuldig gesprochen. Zuerst berichtet hatte David Ornstein von „The Athletic“.

Die Anklagepunkte im Detail

Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum von 2009 bis 2018, in dem City drei englische Meistertitel gewann. Sie reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen über unvollständige Informationen zu Trainer- und Spielergehältern bis hin zur mangelnden Kooperation mit den Ermittlungen der Liga. Ursprung der Vorwürfe waren Dokumente aus dem sogenannten Football-Leaks-Komplex, über die zunächst das deutsche Magazin „Der Spiegel“ berichtet hatte. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Übernahme des Klubs 2008 durch Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus der Herrscherfamilie Abu Dhabis.


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Reaktion des Klubs

Ein Sprecher von Manchester City erklärte gegenüber „The Athletic“, das Verfahren der Premier League dauere weiterhin an, es seien noch wesentliche Schritte zu absolvieren, und es unterliege strenger Vertraulichkeit. Die Position des Klubs entspreche weiterhin der Stellungnahme vom Februar 2023, in der Manchester City erklärt hatte, seit acht Jahren den ordnungsgemäßen Prozess respektiert zu haben in der Erwartung, dass Vorstand und Geschäftsführung der Premier League als unabhängiger, unparteiischer und fairer Regulierer auftreten würden.

Offene Fragen: Strafmaß und Berufung

Ein Strafmaß hat die Kommission bislang nicht verkündet. Laut Premier-League-Reglement reichen die theoretisch möglichen Sanktionen von einer Geldstrafe über Punktabzüge bis zur Aberkennung von Titeln oder einem Zwangsabstieg. Manchester City hat zudem weiterhin die Möglichkeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen, wovon der Klub Berichten zufolge auch Gebrauch machen dürfte.

Ein langer Weg zum Urteil

Das Verfahren zieht sich bereits seit Februar 2023 hin, als die Premier League die Vorwürfe offiziell erhob. Die eigentliche Anhörung vor der unabhängigen Kommission begann im September 2024 und endete nach rund drei Monaten. Liga-Geschäftsführer Richard Masters hatte vor Beginn der Saison 2026/27 eingeräumt, das Verfahren dauere länger als von allen erwartet, es bleibe aber nur die Möglichkeit, den Prozess zu seinem natürlichen Abschluss kommen zu lassen. Manchester City hat die Vorwürfe während des gesamten Verfahrens stets zurückgewiesen.

Kein Novum: Der Fall von 2020

Bereits zuvor war der Klub mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert worden. Im Februar 2020 sperrte die UEFA Manchester City wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Financial Fair Play für zwei Spielzeiten von allen europäischen Wettbewerben und verhängte zusätzlich eine Geldstrafe von 30 Millionen Euro. Der Vorwurf lautete unter anderem, der Klub habe verdeckte Zuwendungen aus Abu Dhabi als reguläre Sponsorengelder verbucht.

Manchester City legte gegen das Urteil Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS ein, der die Europapokalsperre im Juli desselben Jahres vollständig aufhob und die Geldstrafe auf 10 Millionen Euro reduzierte. Der CAS begründete seine Entscheidung damit, dass ein Großteil der vorgeworfenen Verstöße nach den UEFA-Regularien bereits verjährt gewesen sei.

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