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·26. September 2026

Manchester City Desaster: Wer würde profitieren?

Artikelbild:Manchester City Desaster: Wer würde profitieren?
Artikelbild:Manchester City Desaster: Wer würde profitieren?

Fußball-England im Aufruhr! Am Freitag wurde Manchester City in 114 von 115 Punkten wegen Verstoßes gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen. Dem achtmaligen Premier-League-Meister drohen Punktabzug, Zwangsabstieg und die Aberkennung einiger der gewonnenen Meistertitel. Was wäre, wenn Letzteres einträfe?

Es ist ein Horror-Szenario, das seit Freitagabend über dem Etihad Stadium liegt. Nach einer vierjährigen Untersuchung wurde der englische Serienmeister und Triple-Gewinner von 2023, Manchester City, in nahezu allen Anklagepunkten von einer unabhängigen Kommission der Premier League schuldig gesprochen.


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Manchester City Desaster: Wer würde profitieren?

Das berichtete The Athletic. Manchester City, der achtfache Premier-League-Meister (zuletzt 2024) soll massiv gegen die finanziellen Regeln der englischen Eliteliga verstoßen haben.

  • Darunter sind u. a. allein 54 Verstöße gegen die akkurate, finanzielle Informationspflicht – Zeitraum: Zwischen 2009/2010 und 2017/2018 sowie 14, die sich auf fehlende Informationen über Spieler- und Manager-Gehälter beziehen.
  • Dazu kommen fünf Verstöße gegen das Financial Fair Play des europäischen Fußballverbandes UEFA in den Jahren 2013/2014 bis 2017/2018.
  • Zudem wird dem Verein vorgeworfen, in 35 (!) Fällen nicht mit den Untersuchungen durch den Premier-League-Ausschuss kooperiert zu haben – und zwar zwischen Dezember 2018 und Februar 2023.
  • Nun droht den „Citizens“ der Sturz ins Bodenlose. Punktabzug, Zwangsabstieg bzw. Ausschluss aus der Premier League und – dies ist ein hypothetisches Szenario – der Verlust der im Zeitraum der Anklage gewonnenen PL-Meisterschaften.

Welche Strafen es tatsächlich werden, darüber kann derzeit nur spekuliert werden, da der Klub in die Berufung geht und weil die Entscheidung bei der unabhängigen Kommission der Liga liegt. Auch über den Zeitpunkt der finalen Entscheidung kann nur spekuliert werden.

Manchester City hat den erfahrenen Juristen Lord Pannick eingesetzt, um das Verfahren zu wenden. Laut BBC-Sport kassiert Pannick 6.500 Euro pro Stunde.

Möglicherweise gut investiertes Geld, denn er wendete 2020 schon die Europapokal-Sperre für Manchester ab.

,,Niemand kann uns wegnehmen, was wir erreicht haben"

Weltmeister Rodri, im Sommer 2026 von Manchester City zum FC Barcelona gewechselt, wehrte sich in der Pressekonferenz zum Nations-League-Hit England gegen Spanien: ,,Niemand kann uns wegnehmen, was wir erreicht haben."

Aber, was wäre, wenn Manchester City seine Meistertitel verliert?

  • Seit dem Einstieg der Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jahr 2008 holte man allein zwischen 2018 und 2024 in sechs von sieben Saisons die Premier-League-Trophäe.
  • 2017/2018 stellte das Star-Ensemble des inzwischen verabschiedeten Trainers Pep Guardiola (55) mit 100 Zählern einen neuen Punkterekord in der englischen Eliteliga („The Centurions“) auf.

In dem (unwahrscheinlichen) Fall, das die Premier-League-Kommission City diese Titel aberkennt, würden drei PL-Titel, drei Erfolge im EFL Cup und ein FA-Cup möglicherweise an die Vizemeister bzw. an die Finalisten gehen.

Ein Titel mehr für Klopp?

Größter Nutznießer wäre der Stadt- und Erzrivale Manchester United. „The Red Devils“ waren 2018 und 2012, im unvergessenen „93:20“-Saisonfinale mit dem Siegtor für City gegen die Queens Park Rangers durch den Argentinier Sergio Agüero in der vierten Minute der Nachspielzeit jeweils Vizemeister.

  1. Rein theoretische gesprochen, wäre Manchester United mit zwei am grünen Tisch gewonnenen Titeln wieder alleiniger englischer Rekordmeister.

Für den Titelsammler José Mourinho (63) wäre der nachträgliche Titel von 2018 sicher eine Genugtuung. Der exzentrische Portugiese gilt als Intimfeind von Guardiola.

„Guardiola hat etwas über mich gesagt: Dass er sechs Titel in der Premier League gewonnen hat, ich drei. Aber ich habe sie klar und fair gewonnen“, so zitierte die türkische Zeitung Hürriyet im Dezember 2024 den „Special One“.

  • Jürgen Klopp (59) würde seiner fabelhaften Bilanz in Liverpool (2015 bis 2024) einen weiteren Titel hinzufügen: Ligapokalsieger 2016, also in seiner ersten Saison in Anfield.
  • Ein später Traum würde auch für ihn wahr werden: Steven Gerrard (46). Der legendäre Liverpool-Skipper beendete seine unvergleichliche Karriere als One-Club-Player zwar mit zwei FA Cups, dem UEFA-Pokal 2001 und der Champions League 2005, doch die Premier League gewann „Stevie G.“ nie.
  • 2014 kostete auch sein unvergessener Ausrutscher gegen Chelsea (0:2) Liverpool den Titel. Wird der City-Erfolg von 2013/2014 aberkannt, hätte Gerrard wenigstens eine PL-Meisterschaft.

Schön und gut. Aber: Die Ehefrau von United-Idol Ryan Giggs (53), die gerüchteweise bzw. englischen Fußballwitzen zufolge beim Auszug die Hälfte der von Giggs gewonnenen Premier-League-Trophäen mitnehmen durfte, hätte dann immer noch fünf Pokale mehr…

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