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·17. Januar 2026
VAR-Glück für den BVB gegen St. Pauli? Kovac bezieht Stellung

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Nach einem späten VAR-Eingriff entscheidet ein Elfmeter das Spiel zugunsten des BVB. St. Pauli hadert mit der Entscheidung, während Niko Kovac Verständnis für den Frust zeigt.
Ein später VAR-Eingriff, ein Elfmeter in der Nachspielzeit und viel Frust beim Verlierer. Der 3:2-Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli hat eine intensive Debatte ausgelöst. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob der entscheidende Kontakt an der Strafraumgrenze tatsächlich innerhalb des Sechzehners stattfand. Zudem wurde diskutiert, ob der BVB am Ende von der Entscheidung begünstigt wurde.
Auslöser war eine Szene in der vierten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Zweikampf zwischen Ricky-Jade Jones und Maximilian Beier entschied Schiedsrichter Harm Osmers nach VAR-Hinweis auf Elfmeter. Emre Can übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:2 – sein Strafstoß bedeutete die späte Entscheidung.
Bei St. Pauli überwog danach der Ärger. Trainer Alexander Blessin bemängelte die Beweisführung der Videobilder deutlich: „Ich habe keine Kameraeinstellung gesehen, wo man das belegen kann“, sagte er auf der Pressekonferenz und stellte die Millimeter-Entscheidung offen infrage. Trotz des späten Ausgleichs zum 2:2 habe sein Team am Ende „mit null Punkten“ dagestanden – bitter angesichts der Leistung.
Auch eine zweite Szene sorgte für Diskussionen. In der Anfangsphase hatte Dortmunder Innenverteidiger Nico Schlotterbeck an der Seitenlinie robust eingegriffen. Blessin sprach von einem Foul „knöchelhoch“ und sah die Kriterien für einen Platzverweis erfüllt – eine Entscheidung, die aus seiner Sicht den Spielverlauf zusätzlich beeinflusst habe.
BVB-Trainer Niko Kovac nahm die Schärfe aus der Debatte und zeigte Verständnis für den Unmut der Gäste. „Ich bin der Glückliche, er ist der Traurige. Das kann ich total nachvollziehen“, erklärte Kovac und betonte zugleich, wie schwer die Szene aus der eigenen Position zu bewerten gewesen sei. Den Kontakt stellte er nicht infrage, wohl aber die exakte Einordnung: „Ob er jetzt drin oder draußen war, kann ich nicht beurteilen.“
Unterm Strich blieb ein spektakulärer Bundesliga-Abend mit vielen Emotionen und einer Entscheidung, die wohl noch länger diskutiert werden dürfte. Während Dortmund wichtige Punkte sammelte und den Blick nach vorn richtete, verließ St. Pauli den Platz mit dem Gefühl, im entscheidenden Moment benachteiligt worden zu sein.









































