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·23. September 2026
Veermans zweite Chance in Oranje dank BVB-Wechsel

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·23. September 2026

Nach mehr als zwei Jahren ist Joey Veerman zurück im niederländischen Nationalteam. Der 27-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund sieht darin einen direkten Zusammenhang mit seinem Sommerwechsel von PSV Eindhoven in die Bundesliga.
Sein letzter Auftritt für Oranje lag lange zurück: das 1:2 im Halbfinale der EM 2024 gegen England, ausgerechnet im Dortmunder Stadion. Unter Bondscoach Ronald Koeman wurde Veerman danach nicht mehr berücksichtigt, auch die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika verpasste er komplett.
Den entscheidenden Impuls für die Rückkehr lieferte ein Trainerwechsel bei der niederländischen Nationalmannschaft. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko bei der WM trat Koeman zurück, der Verband KNVB verpflichtete überraschend Xavi Hernández als Nachfolger. Der Spanier unterschrieb einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030.
Xavi beobachtete Veermans Entwicklung in Dortmund offenbar aufmerksam und nominierte ihn für sein erstes Aufgebot als Bondscoach. Der Niederländer selbst bezeichnete die Rückkehr als einen „neuen Anfang“ und erklärte, er habe einen guten Wechsel gemacht. Deshalb mache es keinen Sinn, zu sehr zurückzublicken.
Mit inzwischen 17 Länderspielen sowie sechs Einsätzen bei der EM 2024 bringt der Mittelfeldspieler durchaus internationale Erfahrung mit. Ausgerechnet gegen Deutschland soll nun die Fortsetzung folgen.
Für rund 22 Millionen Euro zog es Veerman im August von PSV zum BVB, wo er einen Vertrag bis 2031 unterschrieb. Der Wechsel fügt sich in den größeren Umbau ein, den Dortmunds neuer Sportdirektor Ole Book seit seinem Amtsantritt im März vorantreibt.
Sportlich sollte Veerman vor allem für spielerische Ruhe und Ballsicherheit im Zentrum sorgen. In der Rolle als tiefer Aufbauspieler hat er sich unter Trainer Niko Kovac schnell in die Mannschaft gespielt.
Den bislang deutlichsten Beleg dafür lieferte er Anfang September beim Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim. Dortmund lag zur Halbzeit mit 0:1 zurück, als Kovac Veerman für Felix Nmecha einwechselte. Kurz danach erhöhte Hoffenheim sogar auf 0:2.
Die Wende kam also nicht unmittelbar. Veerman half dem BVB aber dabei, wieder mehr Kontrolle ins Spiel zu bekommen. Kovac sagte anschließend, seine Mannschaft habe mit dem Niederländer das Spiel „normalisiert“, nachdem man zuvor zu viele Bälle verloren hatte. Dortmund drehte die Partie noch zum 3:2.
Seinen ersten Startelfeinsatz bekam Veerman anschließend in der Champions League gegen Villarreal. Auch dort übernahm er sofort eine zentrale Rolle im Dortmunder Spielaufbau und kam auf 99 Ballkontakte.
Gegen Paderborn stand er ebenfalls von Beginn an auf dem Platz. Beim 3:0 spielte Veerman 65 Minuten, ehe Kovac ihn für Nmecha auswechselte.
Nach vier Bundesliga-Spieltagen führt Dortmund mit vier Siegen die Tabelle an. Zuletzt gewann der BVB auch beim VfB Stuttgart mit 1:0 und feierte damit den besten Saisonstart seit elf Jahren.
Den spielerischen Unterschied zur Eredivisie beschreibt Veerman selbst als spürbar: Training und Intensität seien in der Bundesliga insgesamt anspruchsvoller. Auch Heimspiele gegen vermeintlich kleinere Gegner wie Paderborn fühlten sich anders an als vergleichbare Partien in den Niederlanden.
Dass die Rückkehr ausgerechnet gegen Deutschland stattfindet, verleiht dem Nations-League-Duell am Donnerstag zusätzliche Brisanz. Für Xavi ist es der erste Auftritt als niederländischer Bondscoach überhaupt, und mit Jürgen Klopp auf deutscher Seite trifft er dabei direkt auf einen ebenfalls neu berufenen Nationaltrainer.
Veerman selbst blickt der Partie deshalb doppelt gespannt entgegen. Seine bevorzugte Rolle als einer von zwei tiefen Mittelfeldspielern, wie er sie bei Dortmund ausfüllt, sieht er auch bei der niederländischen Nationalmannschaft als mögliche Option.
Dass Xavi ihn zurückgeholt hat, begründete der neue Bondscoach vor allem mit Veermans Qualitäten am Ball. Der Dortmunder könne mit seiner technischen Präzision eine wichtige Rolle in der neuen niederländischen Spielidee einnehmen.























