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·28. März 2026
"Verdiene es, mehr zu spielen": Barca-Juwel mit Frust-Interview

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·28. März 2026

Eigentlich war der Schritt für Roony Bardghji zum FC Barcelona ein wahr gewordener Traum. In jungen Jahren vom FC Kopenhagen zu einem der größten Klubs Europas zu wechseln und in der ersten Saison sogar auf zwei Tore und vier Vorlagen zu kommen, ist genau die Art von Start, die nach großer Zukunft klingt.
Trotzdem blickt der 20-Jährige selbst eher kritisch auf seine Zeit in Spanien. Der Grund ist simpel: Bislang sammelte Bardghji nur 615 Minuten über vier Wettbewerbe hinweg. Für ein Talent, das sich über Leistung definieren will, fühlt sich das offenbar nach zu wenig an.
"Ich habe Geduld, aber ehrlich gesagt denke ich, dass ich es verdient hätte, mehr zu spielen."Roony Bardghji (Sveriges Television)
Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen schwedischen Sender Sveriges Television wurde Bardghji jetzt auffallend deutlich: "Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich wenig Spielzeit gehabt. Ich habe Geduld, aber ehrlich gesagt denke ich, dass ich es verdient hätte, mehr zu spielen."
Auch über seine Rolle und den Bankplatz sprach er offen: "Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden, aber so ist Fußball. Ich respektiere diejenigen, die schon lange im Kader sind, sie sind meine Teamkollegen. Ich weiß, was ich kann, und habe ein gesundes Selbstvertrauen."
Dass der Name zuletzt bereits mit einem möglichen Abschied in Verbindung gebracht wurde, passt in dieses Bild. Im Winter soll demnach die Möglichkeit im Raum gestanden haben, den Verein trotz Vertrags bis 2029 vorzeitig zu verlassen.Damals bremste Bardghji allerdings noch: "Ich weiß, dass ich geduldig sein muss, ich bin erst seit drei oder vier Monaten in Barcelona und es ist noch zu früh, Entscheidungen zu treffen."
Spannend ist dabei auch der Blick auf die Nationalmannschaft. Denn selbst bei Schweden spielt Bardghji aktuell keine große Rolle. Im WM-Quali-Spiel gegen die Ukraine musste er beim 3:1 komplett zusehen.
Damit liegt die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte. Bardghji ist ohne Frage eines der größten Offensivtalente in Europa, dennoch scheint es auf aller höchstem Niveau noch nicht für eine wichtige Rolle zu reichen. Und genau das ist der Punkt, der für ihn so schwer auszuhalten sein dürfte: Er sieht seine Leistung, bekommt aber nicht die Minuten, die er als Bestätigung erwartet.
Im Idealfall entwickelt sich die Situation in den kommenden Wochen schrittweise in die richtige Richtung. Barcelona hat im Umgang mit jungen Spielern viel Erfahrung und weiß, wie man Talente aufbaut. Das zeigte sich in der Vereinsgeschichte zuhauf, sei es Lionel Messi, Xavi, Iniesta oder jüngst Fermin Lopez und Lamine Yamal. Gleichzeitig muss Bardghji aber auch akzeptieren, dass sein Status noch nicht der eines festen Bausteins ist. Mehr Spielzeit wird er sich am Ende nur über genau das holen können, was er damals im Interview selbst betont hat: Geduld, und den Moment nutzen, sobald er kommt.
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