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·17. August 2026
Verschenktes Potenzial: Diese 7 Bundesliga-Stars müssen sich 26/27 deutlich steigern

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·17. August 2026

Die neue Saison steht vor der Tür und einige Spieler stehen schon jetzt besonders unter Zugzwang. Wir werfen einen Blick auf sieben Bundesligaspieler, die in der vergangenen Saison oder in den letzten Jahren allgemein ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnten und nun gezwungen sind, endlich zum Leistungsträger aufzusteigen.

Neil Baynes/GettyImages
Nnamdi Collins hat bei der Eintracht einen raketenmäßigen Start erwischt. Kaum jemand hätte gedacht, dass sich der Ex-BVB-Youngster bei den Frankfurtern so schnell in der Profi-Mannschaft durchsetzen kann. Die Nominierung für die deutsche A-Nationalmannschaft war die logische Folge.Collins scheint allerdings in seiner Entwicklung stehen geblieben zu sein. Selbst wenn er enorm schnell ist, lässt er sich zu oft von seinen Gegenspielern düpieren. Dies war auch bei seinem Debüt im DFB-Team zu erkennen. Derzeit ist Collins sowohl als Rechtsverteidiger als auch als Innenverteidiger nicht mehr als solides Bundesliga-Mittelmaß. Langfristig kann das aber nicht das Ziel des Defensiv-Allrounders sein. Collins muss in der kommenden Saison zeigen, dass er entweder als Innenverteidiger oder als Rechtsverteidiger eine Stütze sein kann. Das Potenzial dazu hat er wohl eher im Abwehrzentrum.

Hendrik Deckers/GettyImages
Man kann Fábio Silva zwar positiv anrechnen, dass er sich im Verlaufe der Saison 2025/26 gesteigert hat, insgesamt kam vom Portugiesen aber trotzdem zu wenig. Der BVB-Stürmer steht nun vor einer wegweisenden Saison. Kann er eine passende Ergänzung zu Serhou Guirassy darstellen oder bleibt er beim BVB ein Rotations- und Ergänzungsspieler?Gewissermaßen geht es für Silva auch darum, bei einem möglichen Guirassy-Abgang 2027 zum Nummer-eins-Stürmer aufzusteigen. Davon ist er allerdings noch ein gutes Stück entfernt und muss insbesondere vor dem gegnerischen Tor noch konsequenter und abgezockter agieren.

Stu Forster/GettyImages
Eigentlich hatte man im Vorsommer gedacht, dass Johan Bakayoko die Sofort-Verstärkung für den Flügel darstellt, wohingegen Yan Diomande noch ein wenig Zeit benötigt. Dann ist jedoch der Ivorer durchgestartet und für über 125 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt, während Bakayoko auf der Bank versauerte.Der schnelle Flügelspieler hat in der Eredivisie schon in ganz jungen Jahren gezeigt, dass er eine enorme Effizienz besitzt und das Zeug zur Top-Klasse hat. Lief es jedoch schon in seinem letzten PSV-Jahr nicht mehr ganz so rund, wollte in Leipzig fast gar nichts mehr funktionieren. Der 23-Jährige steht nun vor einer ganz wegweisenden Saison. Natürlich sollte man nicht erwarten, dass Bakayoko in Jahr zwei so auftrumpft wie Yan Diomande in der vergangenen Spielzeit. Reichlich Einsatzzeiten und mindestens zehn bis 15 Torbeteiligungen in der Bundesliga sollten aber machbar sein. Ansonsten wird das Bakayoko-Kapitel im kommenden Sommer Geschichte sein.

Jörg Schüler/GettyImages
Eliesse Ben Seghir kam erst spät im vergangenen Transfersommer von AS Monaco nach Leverkusen, weshalb damit zu rechnen war, dass er ein wenig Anlaufzeit benötigt. Dennoch durfte man enttäuscht von seinen ersten Auftritten sein, ehe Verletzungsprobleme den Youngster endgültig aus der Bahn warfen. Was bleibt, ist eine absolut dürftige Bilanz nach einer Saison, in der Ben Seghir eigentlich zu keiner Zeit eine Rolle gespielt hat.Dabei hatte der offensive Mittelfeldspieler bereits in der Ligue 1 bewiesen, dass er mit seiner brillanten Technik und Kreativität als Vollstrecker und Vorbereiter überzeugen kann. Ben Seghir gehörte in Frankreich zu den absoluten Top-Talenten, scheint in Leverkusen aber noch einen weiten Weg vor sich zu haben. Ob die Zusammenarbeit eine Zukunft hat oder nicht, wird sich voraussichtlich bis zum kommenden Sommer entscheiden.

NurPhoto/GettyImages
Jean-Mattéo Bahoya verfügt über eine unfassbare Geschwindigkeit, was für einen Flügelstürmer vielleicht noch nicht die halbe Miete, aber doch ein ganz entscheidendes Erfolgskriterium ist. Zum Saisonstart der Spielzeit 2025/26 dachte man, dass Bahoya im Eintracht-Trikot in der Bundesliga der nächste große Hit wird oder für 70 bis 80 Millionen Euro in die Premier League wechselt. Nach nur wenigen Matches folgte jedoch ein ziemlich rapider Einbruch, für den man kaum eine Erklärung ausmachen kann. Drei Tore und vier Assists in der Bundesliga können als magere Bilanz abgestempelt werden. In der Königsklasse gelang dem Flügelstürmer kein einziger Scorer.Bahoya wurde nach dem überragenden Saisonstart vielleicht ein wenig überschätzt, jedoch ist sein Potenzial deutlich höher, als es seine Leistungen im weiteren Verlauf der Saison vermuten lassen würden. Bahoya muss sich nun wieder einen Stammplatz erarbeiten und seine Aktionen besser zu Ende bringen. Auf diese Weise könnte er auch wieder ein wesentlicher Faktor werden. Das große Problem: In der Sommer-Vorbereitung unter Trainer-Rückkehrer Adi Hütter schien er nicht überzeugen zu können.

Stu Forster/GettyImages
Malik Tillman hat sich nach seiner schwachen ersten Saison in Leverkusen selbstkritisch gezeigt. Zudem ließ er durchblicken, dass er mit Ex-Coach Kasper Hjulmand nicht das beste Verhältnis hatte. Nun lautet die Devise für den US-Amerikaner: neuer Coach, neues Glück!Ausreden gibt es nun aber nicht mehr. Tillman hat eine Stange Geld gekostet, ist fußballerisch und athletisch auf einem starken Niveau und muss nun sein Können auch auf den Platz bringen. Seine Bilanz in der Vorsaison war definitiv ausbaufähig, selbst wenn er zumindest ab und zu als Vorbereiter in Erscheinung trat. Man erwartet sich von Tillman aber mehr Aktionen, mehr Power, mehr Durchschlagskraft und eine klarere Körpersprache. 2026/27 steht er in der Pflicht, sich als Leistungsträger zu etablieren.

Visionhaus/GettyImages
Carney Chukwuemeka gehört zu den Spielern, die ihr enormes Potenzial zwar andeuten, aber fast nie kostant auf dem Platz zeigen. Der österreichische Nationalspieler hatte in den letzten eineinhalb Jahren mit vielen Verletzungen und körperlichen Problemen zu kämpfen und schien mit dem Kovac-Fußball so seine Probleme zu haben.Der Ex-Chelsea-Youngster vereint eigentlich aber eine enorme Dynamik und fußballerisches Können, weshalb er auf dem Papier die Fähigkeiten für einen Top-Achter hat. Nun muss Chukwuemeka den Kampf um die Stammplätze annehmen und weiter so hart arbeiten, wie er es in der Vorbereitung offenbar schon macht. Ein weiteres Jahr auf der Bank könnte dafür sorgen, dass es im kommenden Sommer zur Trennung kommt. Dies wäre schade um einen solch hochveranlagten Spieler.
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