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·28. August 2026

"Vertrauensverhältnis beschädigt": Hahn spricht über Wechselwunsch

Artikelbild:"Vertrauensverhältnis beschädigt": Hahn spricht über Wechselwunsch

Es ist derzeit das meistdiskutierte Thema beim MSV Duisburg, die Situation um Kapitän Alexander Hahn, der zum Saisonauftakt zweimal in Folge gar nicht erst im Kader stand und dann seinen Wechselwunsch hinterlegt hat. Nun äußert sich der 33-Jährige erstmals – und spricht von einem "beschädigten Vertrauensverhältnis".

"Umso bestürzter" über Tribünenplatz

66 Mal stand Hahn in den letzten beiden Spielzeiten für die Zebras auf dem Platz. Weitere Einsätze werden vermutlich nicht mehr hinzukommen. Nachdem der Innenverteidiger weder gegen Meppen noch in Verl zum Spieltagsaufgebot gehörte, hinterlegte er bei den Verantwortlichen nun den Wunsch, die Zebras bis zum Ende der Transferperiode am kommenden Dienstag zu verlassen.


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Zwar sei ihm bewusst gewesen, dass die sportliche Situation in dieser Saison eine andere sein würde, nachdem der MSV mit Martin Ens einen weiteren Innenverteidiger dazu geholt hatte, wie er gegenüber der "WAZ" erklärt. Doch dass er nicht mal mehr zum Spieltagskader gehören würde, damit hatte Hahn offenbar nicht gerechnet – und habe daher "umso bestürzter" reagiert, dass er gleich zweimal in Folge auf der Tribüne Platz nehmen musste.

"Teilweise falsche Kommunikation"

Dass er die Meidericher verlassen will, scheint Hahns Worten zufolge aber nicht nur sportliche Gründe zu haben: "Die Art und Weise und teilweise falsche Kommunikation in den letzten Wochen führten letztendlich zu einem beschädigten Vertrauensverhältnis, welches wir in den letzten zwei Jahren aufgebaut haben." Die genauen Hintergründe lässt er bewusst offen: "Ich vermeide es, Interna kundzutun. Ich möchte niemandem etwas Böses."

Er sei immer bereit gewesen, für den Verein, die Mannschaft und besonders die Fans alles zu geben und "diese Geschichte" weiterzuschreiben. Zumal ihm der Verein "viel" bedeuten würde. "Aber ich sehe unter diesen Umständen keine Zukunft und das tut mir weh." Sollte Hahn bis zum 1. September jedoch keinen neuen Verein finden, wird er sich mit seiner Rolle als Backup wohl weiterhin begnügen müssen.

Hahn würde bei Verbleib Kapitän bleiben

Hirsch hatte am Donnerstag in einem längeren Statement betont, dass Hahn jederzeit offen in die Kaderplanung eingebunden gewesen sei und der Verein ihm nie einen Wechsel nahegelegt habe. Vielmehr habe man bereits im Frühjahr transparent kommuniziert, dass die Konkurrenzsituation in der Innenverteidigung durch einen weiteren Neuzugang verschärft werden solle.

Zugleich stellte Hirsch klar, dass er weiterhin eine hohe Meinung von dem 33-Jährigen habe. Sollte Hahn über die Transferperiode hinaus beim MSV bleiben, werde er auch weiterhin Kapitän bleiben. "Ich habe nicht ein Mal gesagt, dass er gehen soll. Ali ist mein Kapitän. Punkt", so der 54-Jährige. Unruhe innerhalb der Mannschaft sieht Hirsch durch die Personalie nicht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass über Hahn in den letzten Tagen mehr gesprochen wurde als über die sportlichen Leistungen der Zebras.

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