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·4. August 2026

Viel Wut im Bauch: Was ist mit Frankfurts Ex-Trainern los?

Artikelbild:Viel Wut im Bauch: Was ist mit Frankfurts Ex-Trainern los?

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images

Bei Eintracht Frankfurt kehrt auch nach dem Ende der vergangenen Saison keine vollständige Ruhe ein. Erst rechnete Albert Riera öffentlich mit seinem ehemaligen Klub ab, nun verteidigt auch Vorgänger Dino Toppmöller seine Arbeit.


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Rieras Amtszeit in Frankfurt dauerte lediglich dreieinhalb Monate. Im Anschluss erklärte der Spanier, beide Seiten seien „nicht füreinander bestimmt“ gewesen. Er selbst sei „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gelandet.

Riera lässt kaum ein gutes Haar an der Eintracht

Dabei sparte Riera weder den Verein noch seine frühere Mannschaft aus. Der 44-Jährige behauptete, in Frankfurt seien Namen wichtiger als Ergebnisse gewesen. Zudem habe der Trainer keinen Einfluss auf das Scouting und die Zusammenstellung des Kaders gehabt.

Besonders deutlich fiel sein Urteil über die Spieler aus: Riera erklärte, keinen einzigen Frankfurter Profi zu seinem nächsten Klub mitnehmen zu wollen. Lediglich die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Markus Krösche bewertete er positiv. Auch Mario Götze reagierte inzwischen kritisch auf einige Aussagen seines ehemaligen Trainers.

Toppmöller kritisiert die Kaderplanung

Nun meldete sich auch Dino Toppmöller zu Wort. Der heutige Trainer des RC Lens verteidigte in einem Interview mit L’Équipe insbesondere seine Arbeit an der Frankfurter Defensive. In seinen ersten beiden Spielzeiten habe die Eintracht die sechst- beziehungsweise fünftbeste Abwehr der Bundesliga gestellt.

Der Einbruch während seiner dritten Saison sei aus Toppmöllers Sicht auch durch personelle Verluste entstanden. Mit Tuta habe Frankfurt den besten Verteidiger verkauft und diesen „entgegen meinem Rat“ nicht ersetzt. Hinzu kam der Abschied von Stammtorhüter Kevin Trapp.

Auch den Vorwurf, bei klaren Führungen falsch gewechselt zu haben, möchte Toppmöller nicht akzeptieren. Auf die Kritik nach dem 6:4 gegen Borussia Mönchengladbach verwies er auf das bevorstehende Champions-League-Spiel. Besonders deutlich wurde er beim 4:3 gegen Köln: „Die Leute verstehen das Managen nicht.“

Was ist mit Frankfurts Ex-Trainern los

Dass sich ein entlassener Trainer gegen Kritik verteidigt, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Auffällig ist jedoch, wie deutlich gleich zwei ehemalige Eintracht-Coaches innerhalb kurzer Zeit öffentlich ihre Sicht der Dinge schildern. Sowohl Riera als auch Toppmöller sehen wesentliche Ursachen für ihre Probleme in der Struktur, der Kaderplanung oder der öffentlichen Wahrnehmung.

Die Verantwortung für die sportliche Entwicklung lag allerdings nicht ausschließlich beim Verein. Auch die Trainer trafen Entscheidungen und konnten bestehende Probleme nicht dauerhaft lösen. Trotzdem bleibt nach den jüngsten Interviews eine Frage hängen: Was ist bei Eintracht Frankfurt eigentlich los, dass derzeit gleich mehrere Ex-Trainer offenbar noch so viel Wut im Bauch haben?

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