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·6. Januar 2026
Viele Fragezeichen: Das ist der Bayern-Plan mit Leihspieler Bara Ndiaye

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·6. Januar 2026

Beim FC Bayern ist die Personalie Bara Sapoko Ndiaye weiterhin mit vielen offenen Punkten verbunden. Zwar gilt der 18-Jährige intern als großes Talent, doch der konkrete Fahrplan für seine Entwicklung wirft noch einige Fragen auf.
Nach Informationen von Sky ist vorgesehen, dass Ndiaye ab Januar regelmäßig unter Vincent Kompany mit den Profis trainiert. Dabei ist sogar nicht ausgeschlossen, dass der Mittelfeldspieler perspektivisch erste Einsatzminuten in der ersten Mannschaft erhält. Die sportliche Führung traut ihm diesen Schritt grundsätzlich zu – auch wenn klar ist, dass der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld extrem hoch ist.
Unabhängig davon denkt man in München bereits über die Zeit nach dem Sommer nach. Ein fester Transfer von Ndiaye ist möglich, anschließend könnte jedoch direkt eine Ausleihe folgen. Als potenzielles Ziel gilt laut dem Bericht der Grasshopper Club Zürich, der über das Red&Gold-Projekt eng mit dem FC Bayern verbunden ist. Dort könnte der Youngster auf höherem Niveau Spielpraxis sammeln, ohne den Einflussbereich der Münchner zu verlassen.
In Zürich konnte Ndiaye schon überzeugen: Im Sommer absolvierte er dort ein Probetraining und kam sogar im Testspiel gegen die Bayern zum Einsatz.
Intern genießt Ndiaye hohes Ansehen. Max Eberl, Christoph Freund und Campus-Leiter Jochen Sauer bewerten ihn übereinstimmend als sehr spannendes Zukunftsprojekt. Wichtig ist dabei eine klare Einordnung: Ndiaye ist kein Offensivspieler im klassischen Sinn, sondern ein Box-to-Box-Akteur für die Position auf der Acht, der durch Dynamik, Physis und Laufstärke auffällt.
Christoph Freund erklärte der tz: „Wir haben eine Partnerschaft mit den Gambino Stars. Er hat uns mehrfach besucht und sogar mit der U23 und der ersten Mannschaft trainiert. Jetzt wird er für die nächsten sechs Monate bei uns sein, um sich an das europäische Niveau zu gewöhnen und seine Qualitäten weiterzuentwickeln.“
Das Problem: Aufgrund seines Status als Nicht-EU-Spieler darf Ndiaye weder für die zweite Mannschaft noch im Nachwuchs eingesetzt werden. Pflichtspiele im Bayern-Trikot sind damit vorerst kaum möglich. Training auf hohem Niveau ist erlaubt, echte Wettkampfpraxis jedoch nicht – ein Umstand, der seine Entwicklung bremst und den Verein zu kreativen Lösungen zwingt.
Freund ergänzte: „Er wird zunächst mit der ersten Mannschaft trainieren und wir werden sehen, wo er etwas Spielzeit bekommen kann – vielleicht in Freundschaftsspielen mit der U23 und U19. Aufgrund strenger FIFA-Regeln darf er in dieser Altersklasse keine Pflichtspiele für die U23 oder U19 bestreiten. Das Wichtigste ist im Moment die Eingewöhnung. Bara ist ein sehr talentierter Spieler, den wir besser kennenlernen wollen.“

Foto: IMAGO
Der FC Bayern setzt daher auf ein Übergangsmodell: Anpassung an Tempo und Intensität bei den Profis, gepaart mit einer mittelfristigen Lösung über einen festen Transfer und eine Leihe. Ob Ndiaye schon kurzfristig eine Rolle im Profikader spielen kann oder erst über den Umweg Ausland aufgebaut wird, ist derzeit offen.
Die Bayern glauben jedenfalls an das Talent des 18-Jährigen. Wie und wo er dieses Potenzial entfalten kann, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.









































