Fussballnationalmannschaft.net
·25. September 2026
Vier Top-Ligen üben heftige Kritik an Infantino

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·25. September 2026

Die Bundesliga, die Premier League, die Serie A und die La Liga haben sich in den Machtkampf beim Fußball-Weltverband eingemischt und Gianni Infantino scharf kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung werfen die vier europäischen Eliteklassen dem FIFA-Präsidenten unter anderem das Vorantreiben ausbeuterischer Konzepte vor. Allerdings fordern sie seinen Rücktritt nicht.

Blick ins Banorte-Stadion in Mexiko-Stadt während der Aufstellung der Spieler beim Viertelfinale-Hinspiel der Liga MX zwischen Club América und Pumas UNAM (Torneo Clausura 2026) am 3. Mai 2026. Manuel Velasquez / Getty Images
Stand: 25. September 2026, 12:15 Uhr
Auf zwei Seiten mit über 1000 Wörtern haben die vier Ligen ihre Kritik am Weltverband formuliert. Sie sprechen von einem der größten Machtmissbräuche in der Geschichte der FIFA und werfen Infantino vor, ausbeuterische Konzepte vorantrieben zu haben. Dennoch verzichten die Unterzeichner auf die von der UEFA erhoffte Demissionsforderung und nennen nicht einmal Infantinos Namen.
Die Erklärung mit dem Titel „Um den Fußball zu einen, muss die FIFA reformieren“ würdigt jedoch an, dass Infantino die Notwendigkeit von Reformen inzwischen anerkannt habe. Seine Vorschläge seien allerdings nicht ausreichend.
Die vier Ligen fordern grundlegende Governance-Reformen beim Weltverband. Dabei sollen individuelle Disziplinarangelegenheiten nachweislich vor politischer Einflussnahme geschützt werden. Die Anspielung bezieht sich auf den Fall Balogun bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft.
Zudem verlangen die Ligen bessere Mechanismen zur Kontrolle des FIFA-Präsidenten und mehr Mitsprache aller Interessengruppen. Sie fordern jeden Kandidat um die Präsidentschaft auf, ein Reformpaket vorzulegen. Infantino steht hinsichtlich seiner angestrebten Wiederwahl beim Kongress am 18. März des kommenden Jahres in Rabat, Marokko vor entscheidenden Wochen. Unterzeichnet ist die Erklärung unter anderem von Bundesliga-Geschäftsführer Marc Lenz.
Die Bundesliga, die englische Premier League, die italienische Serie A und die spanische La Liga haben sich mit einer gemeinsamen Erklärung zu Wort gemeldet. Unterzeichnet ist das Dokument unter anderem von Bundesliga-Geschäftsführer Marc Lenz.
Der FIFA-Kongress, bei dem auch die Präsidentschaftswahl entschieden wird, findet am 18. März des kommenden Jahres in Rabat, Marokko statt. Dies ist für Infantino hinsichtlich seiner angestrebten Wiederwahl ein entscheidender Termin.
Quelle: AFP, Meldung vom 25.09.2026, 12:14 Uhr.
Mehr Fußball-News:







































