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·19. September 2026
Viktoria vorerst Erster, Aachen schlägt F95, Jahn verspielt 3:0

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Die 3. Liga hat vorerst einen neuen Tabellenführer: Mit einem 3:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt hat sich Viktoria Köln zumindest bis Sonntag den Platz an der Spitze gesichert. Der Westschlager zwischen Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf ging mit 1:0 an die Hausherren, während Regensburg eine 3:0-Führung beim VfB Stuttgart II verspielte. Zudem setzte sich Hoffenheim mit 1:0 gegen Meppen durch.
F95-Cheftrainer Alexander Ende feierte an diesem Samstag seinen 47. Geburtstag. Ein Geschenk gab es in der Anfangsphase allerdings nicht, stattdessen gab es das böse Erwachen: Köster probierte den Heber gegen den weit herausstehenden Lord, aber der Versuch blieb viel zu ungenau (5.). Aber dann passte Müller im Spielaufbau nicht auf, sodass Köster die Kugel eroberte und Scepanik mit einer Flanke bediente, die Aachen zur Führung nutzte (10.). Düsseldorf war aufgewacht, aber verpasste die direkte Antwort. Eixler brach durch und bediente Förster, aber weder dessen Schuss noch seine Ablage auf Wekesser brachten den gewünschten Erfolg (12.). Und die Alemannia blieb spielbestimmend: Scepanik verfehlte aus der Distanz (20.) und Kösters Abschluss fehlte die Durchschlagskraft (22.). Dann fiel Loune der Ball vor die Füße, aber auch in der Situation fehlte die Präzision (31.). Und kurz vor der Pause erarbeitete sich dann auch die Fortuna eine gute Gelegenheit, bei der Hendrix einen Direktabschluss nach Ballgewinn probierte (39.). Eixler verhinderte mit einem Block im eigenen Strafraum, dass Schroers vor der Halbzeit noch für Aachen erhöhte (44.).
Zur zweiten Hälfte wechselte Ende gleich drei Mal, um seiner Mannschaft mehr Zugriff auf die Partie zu ermöglichen. Van der Sloot fand Schleusener per Flanke, aber Riemann klärte auf riskante Art und Weise (54.). Danach passte auch Lord auf, der bei einem Versuch von Ermolaev rechtzeitig abtauchte (56.). Die Fortuna kam auf, aber Egouli erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst: Der bereits verwarnte Innenverteidiger riss seinen Gegenspieler per taktischem Foul runter, was Gelb-Rot zur Folge hatte (62.). Scepanik wollte die Überzahl direkt ausnutzen, aber bei einem gut gesetzten Schnittstellenpass war Lord zur Stelle, um den Ball abzuwehren (69.). Was kam von der Fortuna noch? Eine Standardsituation wurde zum Boomerang – den Konter schloss Köster mit einem Flachschuss allerdings zu ungenau ab (79.). Am Ende betrieb Aachen noch Chancenwucher, weil Köster abermals von van der Sloot aufgehalten wurde (84.). Bestraft wurde das allerdings nicht mehr, sodass die Alemannia den 1:0-Heimsieg einfuhr. Die Mannschaft vom Tivoli klettert somit zum Ende der Englischen Woche auf Platz 5, während Düsseldorfs Erfolgsserie nach vier Partien reißt. Das bedeutet Platz 9 für die Rheinländer.
Die Viktoria aus Köln präsentierte sich zuletzt erfolgreich, die Schanzer aus Ingolstadt schwankend. Im Sportpark Höhenberg übernahm jedoch der Gast zu Beginn das Kommando. Velupillay scheiterte früh im Eins-gegen-eins mit Viktoria-Keeper Schulz (2.). Auf der anderen Seite brauchte aber auch Köln keinen langen Anlauf – Tonye wurde auf dem Flügel geschickt und legte quer zu Fallmann, doch die Kugel zischte über das Tor (9.). Mit fortlaufender Spieldauer wurde die Viktoria stärker. Otto spielte einen Doppelpass mit Castelle und prüfte Klein, der im FCI-Tor stehend parierte (26.). Mit hohem Ballbesitzanteil drückte Köln auf die Führung, aber auch die Direktabnahme von Castelle nach einem Zuspiel von Tonye rauschte am linken Pfosten vorbei (42.). Besonders gegen Ende der ersten Hälfte war die Viktoria überlegen, aber blieb torlos.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wäre Köln beinahe Nutznießer von einem Durcheinander im gegnerischen Strafraum geworden. Beim Fangversuch eines unkontrollierten Abschlusses von Castelle prallte FCI-Keeper Klein mit Sponsel zusammen, was letztendlich als Stürmerfoul gewertet wurde (51.). Dann belohnte sich die Viktoria: Castelle verpasste bei einem Solo eigentlich den Abschluss, aber der Angreifer setzte nach und knallte die Kugel aus wenigen Metern doch noch ins Tor (64.). Beinahe gelang der Doppelschlag, aber Klein hielt sein Team mit einer Parade gegen Swider im Spiel (64.). Die Kölner beruhigten das Spiel, erzielte aber fast das 2:0 durch einen artistischen Einsatz von Otto (72.). Das holte Otto mit seiner nächsten Aktion nach, als er einen weiteren Pass in die Schnittstelle von rechts über Klein hinweg ins Tor chippte (78.). Am Ende machte Wolf alles klar, indem er den dritten Treffer mühelos per Kopf erzielte (85.). Mit dem klaren Erfolg schiebt sich die Viktoria vorerst an die Tabellenspitze, wohingegen Ingolstadt nach der zweiten Niederlage in Folge auf Platz 12 abrutscht.
Mitte der Englischen Woche war die Jahnelf auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht – und startete umso of1ensiver gegen Stuttgart II. Boujellab zog bis zur Grundlinie durch und bediente Oliveira mit einem scharfen Flachpass, der die frühe Führung für Regensburg bedeutete (13.). Bitter für die U23-Mannschaft: Routinier Sessa war vor dem Gegentreffer im Rasen hängen geblieben und musste ausgewechselt werden. Die Jahnelf schnürte die Hausherren daraufhin ein. VfB-Keeper von der Felsen parierte in höchster Not gegen Boujellab (20.), der aber wenig später erfolgreich war: Lüers spielte einen Rückpass zu kurz, sodass der Regensburger dazwischenging und zum 2:0 verwandelte (22.). Und für Stuttgart II kam es knüppeldick, weil Masanka Bungi im Mittelfeld erst den Ball verlor und dann Hermes beim Eindringen in den Sechzehner foulte – Elfmeter. Der Gefoulte trat an, aber von der Felsen wehrte den Ball zur Seite ab, doch die Regensburger setzten am schnellsten nach und Hingerl verwandelte den zweiten Ball aus kurzer Distanz (34.). Brach der junge VfB jetzt komplett auseinander? Nein! Gefühlvoll hob Stange den Ball in den Strafraum, wo Rölke aus kurzer Distanz vollendete (36.). Regensburg verpasste die große Chance auf das vierte Tor durch Fein, dessen Schlenzer knapp vorbei ging (43.) – und die Jahnelf wurde direkt bestraft. Masanka Bungi steckte auf Schramm durch, der vor dem Kasten eiskalt blieb (45.+2).
Der zweite Abschnitt startete für den Jahn mit einem personellen Verlust, denn Kapitän Strauss musste verletzungsbedingt vom Feld (52.). Aber Regensburg stand in der Folge lange defensiv gut – bis zur 66. Spielminute, als der Ball im Netz zappelte. Rölke drückte die Kugel über die Linie, aber wegen eines Offensivfouls von Redzepi zählte der Treffer nicht. Anders dann wenig später: Wieder Flanke, wieder Rölke – und plötzlich stand es 3:3 (75.). Es blieb beim torreichen Unentschieden, was der Jahnelf auch angesichts des sechsten sieglosen Spiels in Folge wie eine Niederlage vorkommen dürfte. Mit dem Remis gibt der Jahn aber immerhin die rote Laterne an Havelse ab und rückt auf Platz 18 vor. Die Schwaben verbessern sich auf den 14. Rang.
Zum Abschluss der Englischen Woche wollten die Emsländer einen Negativlauf von drei Niederlagen am Stück durchbrechen. Zu Beginn der Partie wurde es jedoch auf beiden Seiten wild: Pünt parierte gegen Fields (2.)., woraufhin Schmitt eine Hereingabe von Domröse nicht mehr richtig auf das Tor drücken konnte (4.). So auch wenig später: Akono verpasste aus 20 Metern (14.), aber auch Prass schoss nur ans Außennetz (16.). Meppen wirkte gerade besser im Spiel, weil Zehir den nächsten vielversprechenden Abschluss suchte (23.), aber dann schlug die TSG II zu: Gjasula steckte auf Zor durch, der den Ball über Pünt hinweg ins Tor chippte (30.). Fields verpasste daraufhin den Doppelschlag aus kurzer Distanz (32.) und Meiers Schuss wird auf Meppener Seite abgeblockt (35.). Vor der Pause fehlte es den Emsländern an Durchschlagskraft, um weitere Gefahr vor dem gegnerischen Kasten zu erzeugen.
Im zweiten Abschnitt nahm sich Meppen etwas vor. Über Nadj und Ehlers konterte der SVM, doch TSG-Keeper Petersson parierte (49.). Anschließend war der Isländer bereits geschlagen, weil Nadj dem Torwart den Ball durch die Beine schoss – auf der Linie konnte jedoch Theuer klären (54.). Dann arbeitete sich Theuer auf der Gegenseite bis in den Strafraum, doch kurz vor dem aussichtsreichen Abschluss rutschte der Stuttgarter weg (65.). Viel kam offensiv von beiden Teams nicht mehr, aber die TSG II ließ die Entscheidung auch weiter liegen. Bähr blockte einen Schussversuch von Makanda (83.). Am Ende passierte nichts mehr, sodass Hoffenheim II den Dreier in einer Partie ohne viele Highlights mitnahm. Die jungen Sinsheimer schieben sich mit dem zweiten Sieg in Folge auf Platz 3 vor, der SV Meppen bleibt nach der vierte Pleite hintereinander unter dem Strich. Auf Platz 17 stehend sind die Emsländer aber punktgleich mit dem rettenden Ufer.
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