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·15. September 2026
Vom Pokalhelden zum Bankdrücker: Welche Rolle hat Isak Johannesson beim 1. FC Köln?

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Matthias Wilhelm
15 September, 2026
Das erste Jahr in Köln ist für Isak Johannesson nicht wie erhofft verlaufen. Statt des Durchbruchs in der Bundesliga hatte der 23-Jährige immer wieder mit Formschwächen zu kämpfen. In seinem zweiten Jahr bei den Geißböcken sollte sich das ändern. Nach gerade einmal vier Spielen ist die Situation allerdings schon wieder eine ähnlich. Bisher konnte Johannesson auf keiner Position wirklich über mehrere Partien hinweg überzeugen. Womöglich passt sein Profil einfach nicht in das System von René Wagner.
Isak Johannesson vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Der FC spielte gegen Bremen mit einer Doppelsechs und einem offensiven Mittelfeldspieler davor. Auf den beiden hinteren Positionen liefen die defensivstarken Tom Krauß und Ellyes Skhiri auf, während auf der zehn Mikey Moore wirbelte. Für den isländischen Nationalspieler ist keine dieser Rollen optimal. Weder ist Johannesson ein zweikampfstarker Abräumer noch ein kreativer Spielmacher. Seine Qualitäten liegen viel mehr dazwischen. Er verbindet Offensive und Defensive, kann sowohl einen Zweikampf gewinnen, als auch im Strafraum zum Abschluss kommen. Das Problem: Ein solches Profil ist beim FC meist nicht gefragt.
Um das zu ändern, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste wäre eine Anpassung des Systems. Sollten die Geißböcke in einer Formation auflaufen, die einen solchen Verbindungsspieler beinhaltet, würde an Johannesson wohl kein Weg vorbeiführen. Die zweite Möglichkeit wäre die Anpassung des Spielers selbst an das System. Welche dieser beiden Varianten wahrscheinlicher ist, ist schwer vorherzusagen. Sollte Johannesson sich jedoch endgültig in der Kölner Startelf festspielen wollen, wird eine dieser beiden Annäherungen früher oder später unumgänglich sein.
Mehr zum Thema:>>Personal-Update vor Hamburg>>Der Kampf um die Startelf beim FC
Für den FC und Sportchef Thomas Kessler war das zentrale Mittelfeld die wahrscheinlich größte Transferbaustelle des Sommers. Nach den Abgängen von Eric Martel, Denis Huseinbasic und Florian Kainz ergaben sich für die Geißböcke gleich mehrere offene Planstellen. Mit Paul Okon-Engstler wurde zwar frühzeitig ein neuer Mann geholt, der Australier soll jedoch erst einmal an die Bundesliga herangeführt werden und sich mittelfristig zum Startelfkandidaten entwickeln. Kurz vor dem ersten Pflichtspiel in Würzburg wurde Ellyes Skhiri als vermeintlicher Wunschspieler präsentiert. Während der Tunesier nach längerer Pause zunächst an die Mannschaft herangeführt wurde, startete Johannesson als offensiver Part des Dreiermittelfelds, wobei er seinen Job solide erfüllte.
Mit der Verpflichtung von Mikey Moore ist die Situation nun jedoch eine andere. Der junge Brite soll als Zehner die FC-Offensive beleben und gemeinsam mit Said El Mala auf Links für besondere Momente sorgen. Mit Moore und Skhiri als fest eingeplanten Säulen wird die Luft für den Isländer dünn. Tom Krauß wirkt bisher ebenfalls quasi unangefochten im Mittelfeld. Wie die Perspektive für Johannesson beim FC in den kommenden Wochen und in Zukunft aussieht, hängt auch von seinen Teamkollegen ab. Klar ist, dass er der Mannschaft mit seiner Qualität Dinge geben kann, die sonst niemand im aktuellen Kader mitbringt. Unklar ist hingegen, ob diese Qualitäten überhaupt gefragt sind.







































