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·10. März 2026

Von drei auf fünf Millionen Euro: DFB erhöht Nachwuchsfördertopf

Artikelbild:Von drei auf fünf Millionen Euro: DFB erhöht Nachwuchsfördertopf

Der Deutsche Fußball-Bund erhöht den Nachwuchsfördertopf der 3. Liga zur Saison 2026/27 deutlich. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, steigt das jährliche Fördervolumen von bislang drei auf fünf Millionen Euro. 

Künftig vier Verteilungskriterien

Der Nachwuchsfördertopf existiert seit 2018 und soll Vereine unter anderem bei der Ausbildung und beim Einsatz junger deutscher Spieler unterstützen. Ziel ist es, den Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich zu erleichtern und Talenten mehr Spielzeit zu ermöglichen. "Die 3. Liga ist ein wichtiger Bestandteil der Talentförderung im deutschen Fußball", sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Viele bekannte Spieler hätten dort wichtige Schritte gemacht, etwa Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Deniz Undav, Nick Woltemade oder Said El Mala. Durch die Erhöhung des Fördertopfes solle diese Arbeit "weiter gestärkt werden", so Frymuth.


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Mit der Aufstockung passt der DFB auch die Verteilungskriterien an. Künftig fließen vier Faktoren in die Ausschüttung ein: Leistungszentrum, Klubausbildung, deutsche U-Nationalspieler sowie die Einsatzminuten junger Spieler. Besonders die Spielzeit von Talenten soll stärker berücksichtigt werden. Unverändert bleibt die Grundförderung für Vereine mit anerkanntem Leistungszentrum, die weiterhin 100.000 Euro erhalten.

Neue Bonusstruktur

Zusätzlich wird ab der Saison 2026/27 eine neue Bonusstruktur eingeführt, die Einsatzzeiten und Ausbildungsdauer im Verein miteinander verknüpft. Ein Drittligist mit anerkanntem Leistungszentrum erhält künftig 50.000 Euro, wenn sein deutscher Spieler im U21-Alter mindestens 990 Einsatzminuten in der 3. Liga erreicht und mindestens fünf Jahre im Klub ausgebildet wurde. Bei einem Klub ohne anerkanntes LZ sind es 30.000 Euro. Hinzu kommen Bonuszahlungen pro Nominierung eines U-Nationalspielers: 15.000 Euro bei einer Berufung in die deutsche U21-Nationalmannschaft, 5.000 Euro für U18, U19 oder U20.

Die übrigen Fördermittel werden anhand der genauen Nettoeinsatzminuten deutscher Spieler im U21-Alter an die Klubs ausgeschüttet. Unverändert ist, zweite Mannschaften von der Fördermaßnahme ausgeschlossen sind. Die neuen Regelungen treten zur Saison 2026/27 in Kraft. Die ersten Auszahlungen nach dem überarbeiteten System sind für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen.

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