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·16. Juli 2026

Vor Bordeaux: Meister, Europacup-Sieger – Diese Vereine stürzten total ab

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Fußball-Frankreich unter Schock – Erst das 0:2 im WM-Halbfinale gegen Spanien in Dallas, dann der totale Absturz von Ex-Meister Girondins Bordeaux. Fussballdaten.de über abgestürzte Klubs aus den Top-5-Ligen.

Am 1. Mai 1996 erlebte Girondins Bordeaux seine größte internationale Sternstunde. Der französische Klub, bei dem zuvor ein gewisser Zinedine Zidane im Mittelfeld auftrumpfte, forderte im UEFA-Pokal-Finale im Münchner Olympiastadion den FC Bayern heraus – und verlor mit 0:2.


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Die Bayern gewannen auch das Rückspiel im Parc Lescure (seit 2001 Stade Jaques Chaban-Delmas) mit 3:1 und holten sich den „Cup der Verlierer“, wie ihn Interimstrainer Franz Anton Beckenbauer († 2024) abschätzig nannte.

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30 Jahre später stürzte Girondins Bordeaux ins Bodenlose.

Nach zwei Jahren im viertklassigen Championnat National 2 wurde der Verein, für den die französischen Weltmeister Zidane, Bixente Lizarazu, Didier Deschamps und Christophe Dugarry so wie der nicht minder von Legenden umwitterte Eric Cantona spielten, im Juli 2026 aufgrund erheblicher, millionenschwerer Zahlungsrückstände in die 6. Liga Frankreichs zwangsversetzt.

  1. Der sechsmalige französische Fußballmeister (zuletzt 2009) muss in der sechstklassigen R1 am Nullpunkt beginnen. Es droht sogar die Liquidation.

Erster Bundesliga-Meister aus München ist insolvent

Nicht viel besser steht es um den dritten Deutschen Meister der Bundesliga-Ära.

  • 1860 München holte 1966 die erste Bundesliga-Meisterschaft in die bayerische Metropole, war zuvor 1965 Finalist im Europacup der Pokalsieger (0:2 gegen West Ham United in Wembley) und musste am Saisonende 2025/2026 nach nicht erteilter Lizenz für die 3. Liga Insolvenz anmelden. Wie es in München-Giesing weitergeht, ist offen.
  • 17 Spieler haben Stand jetzt den Verein verlassen, u. a. Ex-Nationalspieler Kevin Volland (Karriere-Ende) und Abwehr-Juwel Sean Dulic (1899 Hoffenheim).
  • Dem Vernehmen nach fehlten den „Löwen“ 2,7 Millionen Euro. Dieses Geld stellte der bei den Fans immens unbeliebte jordanische Investor Hasan Ismaik dem Verein nicht zur Verfügung.

„Ich fühle eine große Traurigkeit“, ließ Ismaik über verschiedene Medien mitteilen, „ich hoffe nun von Herzen, dass dieser schwierige Moment der Ausgangspunkt für eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine bessere Zukunft sein wird“.

Millenniums-Meister – und dann 3. Liga

Wieder von einer besseren Zukunft träumen darf in der italienischen Serie A seit 2024 Parma Calcio 1913.

  1. Der einst unter seinem ursprünglichen Namen AC Parma von Erfolg zu Erfolg geeilte Verein, ein Star-Klub mit Faustino Asprilla, Gianluigi Buffon, Lilian Thuram, Dino Baggio, Hernán Crespo oder Filipo Inzaghi, musste 2015 nach der zweiten Insolvenz und Neugründung seine gewonnenen Trophäen, wie den Pokalsiegercup (1993) und den UEFA-Cup (1995, 1999), verkaufen und unter neuem Namen in der viertklassigen Serie D neu anfangen.

Millenniums-Meister 2000 in Spaniens La Liga – und dann nur noch 3. Liga, das galt für Deportivo La Coruna, jetzt Deportivo A Coruna.

  1. Ab 2020 hatte Deportivo insgesamt drei Jahre in der drittklassigen Primera Federacion Grupo I verbracht.

2024 stieg man in La Liga 2 auf und ab Sommer meldet sich der Verein aus Galicien, für den u. a. Weltmeister Bebeto, Roy Makaay und der jetzige argentinische Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni spielten, in La Liga zurück.

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