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·3. Oktober 2026
Vor Irland gegen Israel auf DAZN: Pressekonferenz abgebrochen – Fragen und Antworten

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Die Pressekonferenz der irischen Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Rückspiel gegen Israel ist vorzeitig beendet worden. Vorausgegangen war ein heftiger Wortwechsel zwischen israelischen Journalisten und der irischen Delegation.
PRAG, TSCHECHIEN – 26. März 2026: Heimir Hallgrimsson, Nationaltrainer der Republik Irland, vor dem Play-off-Spiel der europäischen WM-Qualifikation 2026 zwischen Tschechien und Irland in der Fortuna Arena. (Foto: Gabriel Kuchta/Getty Images)
Heimir Hallgrimsson stellte sich am Samstag zunächst den Fragen der Medien. Als israelische Reporter den Nationalcoach auf den mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine am Mittwoch ansprachen, eskalierte die Situation jedoch.
Das Nations-League-Rückspiel zwischen Irland und Israel findet am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 20.45 Uhr statt. Ausgetragen wird die Partie in Bačka Topola in Serbien. Die Spielseite führt die Begegnung als Irland gegen Israel am 4. Oktober.
Ein Journalist konfrontierte Hallgrimsson mit den Worten: „Was sagen Sie zu den Menschen, die Sie unterstützen? Ihre Ideologie basiert auf Mord“. Er fügte hinzu: „Allein diese Woche hat einer von ihnen versucht, 170 israelische Passagiere zu töten, darunter 27 unschuldige Kinder und Tausende weitere.“
Der irische Pressesprecher erklärte daraufhin, dass Fragen in dieser Form nicht zugelassen würden. Ein weiterer israelischer Reporter wandte sich anschließend direkt an Hallgrimsson und sagte: „Ihre Spieler nennen unsere Spieler während des Spiels Affen…“
Ein Funktionär unterbrach ihn umgehend und widersprach mehrfach: „Das ist völlig unwahr.“ Zugleich wurde dem Journalisten das Mikrofon abgenommen. „Fassen Sie mich nicht an“, rief der Reporter. Kurz darauf brach die irische Delegation den Medientermin abrupt ab.
Bei dem Vorfall an Bord der Flydubai-Maschine hatte der Co-Pilot auf einem Flug von Dubai nach Israel den Piloten mit einer Notaxt attackiert. Passagiere überwältigten den Angreifer, das Flugzeug landete später sicher. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate stuften das Geschehen als „Terrorakt“ ein. An Bord befanden sich 174 Passagiere.
Das Nations-League-Duell am Sonntag wird um 20.45 Uhr bei DAZN übertragen. Wegen Sicherheitsbedenken findet die Partie nicht in Israel oder Irland, sondern in Backa Topola in Serbien statt.
Schon in den Wochen vor dem Rückspiel hatten sich die Spannungen verschärft. Beim ersten Aufeinandertreffen in Ungarn verzichteten beide Teams auf die sonst üblichen Gesten des Fair Play. Die irischen Spieler senkten beim Abspielen der israelischen Nationalhymne ihre Köpfe. Israelische Behörden verurteilten dieses Verhalten.
Israels Außenminister Gideon Saar hatte Dublin vorgeworfen, „auf der falschen Seite der Geschichte“ zu stehen. Vor dem Hintergrund des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen nach dem Hamas-Überfall waren in Irland Forderungen nach einem Boykott des Spiels laut geworden.
Die Republik Irland zählt seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 zu den europäischen Staaten, die besonders deutlich Solidarität mit den Palästinensern bekundet haben. Dublin betont zugleich ausdrücklich Israels Existenzrecht und erkannte Palästina 2024 offiziell als Staat an.
Die Medienrunde endete vorzeitig, nachdem israelische Journalisten Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson mit politischen Vorwürfen und einer Anschuldigung gegen irische Spieler konfrontiert hatten. Irlands Kommunikationschef Kieran Crowley wies die Rassismus-Anschuldigung zurück; anschließend wurde dem Journalisten das Mikrofon entzogen.
Eine Journalistin sprach Hallgrimsson auf einen mutmaßlichen Angriff an Bord eines Flydubai-Fluges von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel an. Laut den Berichten soll der Co-Pilot den Piloten mit einer Notaxt angegriffen haben. Passagiere überwältigten ihn; das Flugzeug landete sicher.
Ein israelischer Reporter behauptete, irische Spieler hätten israelische Spieler beim Hinspiel als „Affen“ bezeichnet. Crowley widersprach und nannte die Behauptung „völlig unwahr“. Laut dem vorliegenden Bericht handelt es sich um eine Anschuldigung, nicht um eine bestätigte Feststellung.
Das Rückspiel wird im serbischen Bačka Topola ausgetragen. Die Begegnungen wurden aus Sicherheitsgründen an neutrale Spielorte verlegt; das Hinspiel fand in Debrecen in Ungarn statt.
Irland gewann das Hinspiel laut Bericht mit 3:0. Beide Mannschaften verzichteten auf übliche Fairnessgesten. Die irischen Spieler trugen schwarze Armbinden und senkten während der israelischen Hymne die Köpfe; auch der Handschlag der Kapitäne blieb aus.
Der Trainer betonte, wie wichtig Zusammenhalt und ein kühler Kopf für die Mannschaft seien. Gemeinsam als Gruppe durch die schwierige Situation zu kommen, wäre für ihn ein großer Erfolg.
Die Spannungen stehen im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg und Irlands deutlicher Unterstützung für die Palästinenser. Irland erkannte 2024 den Staat Palästina an und betont zugleich Israels Existenzrecht. Auch Äußerungen irischer und israelischer Politiker sowie die Gesten beim Hinspiel trugen zur aufgeheizten Atmosphäre bei.







































