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·9. Mai 2026

VW und Audi: FC Bayern mit pikanter Rolle im Abstiegskampf des VfL Wolfsburg?

Artikelbild:VW und Audi: FC Bayern mit pikanter Rolle im Abstiegskampf des VfL Wolfsburg?

Der 33. Spieltag sorgt schon vor Anpfiff für etliche Diskussionen. Grund dafür ist eine Änderung der DFL, die im Abstiegskampf für Brisanz sorgt. Mittendrin: Der FC Bayern und sein Anteilseigner Audi.

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Die DFL hat sich vor einigen Jahren etwas einfallen lassen, um die Erlöse aus den TV-Rechten zu erhöhen: Seit der Saison 2020/2021 wird der vorletzte Spieltag, wie zuvor Jahrzehnte lang üblich, nicht mehr zeitgleich ausgetragen. Eine Entscheidung, die in der Crunchtime der Bundesliga eine Wettbewerbsverzerrung sein kann.


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Im Kampf um Platz 7, der zur Qualifikation für die UEFA Conference League berechtigt, musste Eintracht Frankfurt am Freitag in Dortmund vorlegen, der SC Freiburg hingegen spielt erst am Sonntagnachmittag. Gut, auf Grund der Europapokal-Nacht der Breisgauer, war dies tatsächlich auch der einzig verbliebene Wochentag, dennoch ist diese Ansetzung ein Nachteil für die Frankfurter. Zumindest jetzt, wenn man weiß, dass das Spiel gegen den Vizemeister verloren gegangen ist.

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Im Kampf um den Klassenerhalt ist die Situation noch etwas brisanter: Der FC St. Pauli, punktgleich mit dem VfL Wolfsburg aber auf Grund der schlechteren Tordifferenz auf Platz 17 platziert, muss vor bereits am Samstagnachmittag das schwere Auswärtsspiel in Leipzig bestreiten.

Die Wölfe hingegen, die am letzten Spieltag ans Millerntor reisen müssen, treten gut eine Stunde nach Spielende in Leipzig gegen den FC Bayern an. Heißt: Bei einer Hamburger Niederlage wüssten die Niedersachen genau, welches Ergebnis sie für einen Verbleib auf Rang 16 benötigen und welches eben nicht.

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Schenkt der FC Bayern zugunsten des VfL Wolfsburg ab?

Ein taktischer Vorteil für die Wolfsburger, die zudem auf einen Gegner treffen, für den es um nichts mehr geht. Sofort macht sich in der Bundesliga bei allen anderen Klubs die Sorge breit: Schenkt der FC Bayern dieses Spiel, mit Hinblick auf das Pokalfinale am 23. Mai, womöglich ab und greift der Rekordmeister damit entscheidend in den Kampf um den Ligaverbleib ein?

Neben der sportlichen Brisanz kommt bei dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern unweigerlich ein wirtschaftliches Thema auf den Tisch: Die AUDI AG, Anteilseigner der Münchner, ist Bestandteil des Volkswagen-Konzern, der wiederum den deutschen Meister von 2009 finanziell unter die Arme greift. Mehr noch: Die VfL Wolfsburg Fußball GmbH gehört, wie der Ingolstädter Autohersteller, zur Volkswagen Gruppe. Besteht im Duell am Samstagabend also ein wirtschaftlicher Interessenskonflikt?

Klar ist: Ein Abstieg würde die Niedersachsen hart treffen. VW-Konzernchef Oliver Blume sagte jedoch jüngst der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, dass der Verein für die Stadt und die Region eine große Bindungskraft habe und „fester Teil von Volkswagen“ sei.

Der FC Bayern ist nicht schuld, wenn St. Pauli absteigt

Muss sich der FC St. Pauli also Sorgen machen? Ja mit Sicherheit. Zum einen, weil der Kiezklub sich selbst in eine sportlich prekäre Lage gebracht hat und zum anderen, weil in einem Fußballspiel immer etwas passieren kann – auch ein Münchner Punktverlust in Wolfsburg.

Dass solche Verschwörungstheorien wie hier skizziert greifen können, ist allerdings mehr dem Spielplan als den Verbindungen zwischen Wolfsburg, Ingolstadt und München geschuldet. Will sagen: Als der FC Bayern Mitte Januar den VfL mit 8:1 aus der heimischen Allianz Arena schoss, war diese vorab kein Thema.

Die Spieltagsplaner der DFL hätten dieses Problem mit etwas Weitsicht beheben können, in dem zumindest die Partie in Leipzig und Wolfsburg zeitgleich angepfiffen wird. Ein solches Szenario war Ende März, als die letzten vier Spieltage zeitgenau festgelegt wurden, zumindest vorhersehbar.

Und in Frankfurt sollte man sich zudem die Frage stellen, wie man mit Multiclub-Ownership-Modellen umgeht. Die Audi AG ist beispielsweise auch Business Premium Partner bei der TSG Hoffenheim, deren Stadionnamensgeber PreZero ging im September 2025 eine „langfristige Kooperation“ mit dem FCB ein.

Klar ist aber auch: Nicht hinter jeder wirtschaftlichen Beziehung muss man als Fußballfan gleich das Schlimmste vermuten. Und überhaupt: Der letzte Punktgewinn der Niedersachsen ist fast genau auf den Tag vier Jahre her (14. Mai 2022), alle sieben darauffolgenden Bundesliga-Partien konnte der FC Bayern gewinnen, den letzten Sieg für die Wölfe gab es am 30. Januar 2015 (4:1). Kurzum: Geht’s raus und spielt’s Fußball!

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