Nur die Raute
·17. September 2026
„Wären durchmarschiert“: Ex-HSV-Star mit überraschender Aufstiegsthese

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·17. September 2026

Als der HSV 2018 erstmals in die 2. Bundesliga abstieg, waren sich nahezu alle Beteiligten sicher: Der Aufenthalt im Unterhaus würde nur von kurzer Dauer sein.
Letztlich brauchten die Rothosen allerdings satte sieben Jahre für ihre Rückkehr. Am 10. Mai 2025 machten Davie Selke, Ransford Königsdörffer und Co. mit einem 6:1-Sieg über Ulm den lang ersehnten Wiederaufstieg perfekt. Doch schon in den Jahren zuvor war der HSV mehrfach ganz nah dran – unter anderem in der Saison 2020/21.
Mit fünf Siegen in Folge startete das von Daniel Thioune trainierte Team damals in die Corona-Spielzeit. „Es haben erst acht Mannschaften geschafft, fünf aus fünf zu holen. Vier davon sind am Ende aufgestiegen und vier haben es nicht geschafft“, erinnerte sich Zweitliga-Rekordtorschütze Simon Terodde kürzlich im Podcast „Tusche und Terodde – Ein Ball für zwei“.

Foto: IMAGO
Der Stürmer stand in jener Saison selbst beim HSV unter Vertrag und trug mit sechs Toren entscheidend zum Hamburger Traumstart bei. Dennoch gehörten die Hanseaten am Saisonende zu den von Terodde erwähnten Vereinen, die trotz ihres starken Auftakts den Aufstieg verpassten. Doch woran lag das?
Der heute 38-Jährige hat einen Erklärungsansatz: „Ich bin mir immer noch sicher: Wenn damals Zuschauer im Stadion gewesen wären, wären wir durchmarschiert. Das gibt den Flow.“ Tatsächlich fand die Saison 2020/21 – mit Ausnahme der ersten Spieltage, an denen eine reduzierte Zuschauerzahl zulässig war – coronabedingt ohne Fanunterstützung statt. Möglich ist daher, dass Vereine mit besonders leidenschaftlichen Anhängern, wie der HSV, davon stärker betroffen waren als andere Klubs.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Die Elbstädter leisteten sich immer wieder haarsträubende Patzer und blieben im Laufe der Saison gleich zweimal fünf Spiele in Serie ohne Sieg. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz betrug am Ende verhältnismäßig deutliche sechs Punkte. Über den Sprung in die Bundesliga jubelten stattdessen der VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth. Holstein Kiel wiederum scheiterte in der Relegation am 1. FC Köln. Der HSV hingegen musste weitere vier Jahre warten – ehe im Mai 2025 endlich die Erlösung gelang.







































