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·19. Mai 2026

Wahrheiten über 34 Bayern-Meisterschaften

Artikelbild:Wahrheiten über 34 Bayern-Meisterschaften
Artikelbild:Wahrheiten über 34 Bayern-Meisterschaften

Das war sie, die Bundesliga-Saison 2025/2026 und wie immer blickt Fussballdaten.de auf den Deutschen Meister. Der FC Bayern München jubelte zum 34. Mal in der Bundesliga-Ära.

Eigentlich war alles wie immer. Zum 13. Mal in den letzten 14 Jahren stieg am Sonntagnachmittag eine Meisterfeier des FC Bayern am Münchner Marienplatz.


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Wahrheiten über 34 Bayern-Meisterschaften

Aber: In die Zweitliga-Konferenz crashte die Meldung eines beleidigenden Banners, das offenbar von Anhängern des Münchner Stadtrivalen TSV 1860 (3. Liga) über die feiernde Zuschauermenge gezogen wurde („FC Bauern Hurensöhne“).

Das war der spektakuläre Schlusspunkt einer Saison, die an der Spitze wenig bis null Überraschungspotenzial bot.

  • Die Bayern setzten für sich und die Liga neue Maßstäbe. Sie schossen sich direkt mit einem 6:0 gegen RB Leipzig an die Tabellenspitze und gaben sie anschließend nicht mehr ab.
  • Mit 122 Liga-Toren, davon allein 36 von Top-Schütze Harry Kane (32), übertraf der FC Bayern den bisherigen Tor-Rekord aus einer Top-5-Liga im 21. Jahrhundert. Chapeau!
  • Diese Bestmarke hielten bisher Real Madrid und der überragende Cristiano Ronaldo (41) im Jahr 2011/2012 mit 121 Toren in La Liga.
  • Schon am 29. Spieltag hatten Kane & Co. den bisherigen Rekord einer einzelnen Bundesliga-Saison, von 101 Treffern, herausgeschossen von Gerd Müller († 2021), Uli Hoeneß und Co. 1971/72, übertroffen.
  • Zur ersten Bundesliga-Meisterschaft 1969 reichten den Bayern, die damals noch im Stadion an der Grünwalder Straße feierten, 61 Tore.
  • Der Wiener August „Gustl“ Starek wurde zum ersten Spieler, der in der Bundesliga in zwei aufeinanderfolgenden Saisons und mit zwei verschiedenen Vereinen Meister wurde (1968 mit dem 1. FC Nürnberg).

Diesen Rekord behielt er bis 2024, als Josip Stanisic erst mit Bayern 2023 und dann mit Leverkusen Meister wurde.

1989 wurde Bayern nach einem denkwürdigen Duell mit dem 1. FC Köln und Trainer-Legende Christoph Daum († 2024 / „Jupp Heynckes könnte auch Werbung für Schlaftabletten machen“) Meister.

  1. FC-Stürmer Thomas Allofs und Bayerns Angreifer Roland Wohlfarth reichten 1988/89 je 17 Treffer zur Torjäger-Kanone.
  2. Mit dem 10. Titel 1986/87 übernahm der FC Bayern den Titel Deutscher Meister vom 1. FC Nürnberg. Die Bayern gingen – wie danach nur 2012/2013 und 2025/2026 – mit einer einzigen Niederlage aus der Rekordmeister-Saison raus.

Welches war die Rekord-Kulisse in einem Bayern-Heimspiel?

1971/72 erlebten 79.012 Fans die erste Bayern-Meisterschaft im neuen Münchner Olympiastadion – 5:1 gegen den FC Schalke 04 im direkten Duell. „Das Spiel war was ganz Besonderes“, erinnerte sich Bayern-Spieler Rainer Zobel später, „wir hatten ja noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt.“

  1. 79.012 Zuschauer sind bis heute die höchste Besucherzahl in einem Bayern-Heimspiel in der Bundesliga.

Die letzte Meisterschaft, die im Olympiastadion und vor dem Umzug in die Allianz Arena (2005) tatsächlich „dahoam“ klar gemacht wurde, war die im Jahr 2000.

  • Dank eines 3:1 über Bremen und vor allem dank der Schützenhilfe des kleinen Nachbarn von der SpVgg Unterhaching, der Tabellenführer Bayer Leverkusen 2:0 schlug, wurde Bayern der „Millennium-Meister.“
  • Nur 1986, 2000 und 2023 wurden die Bayern punktgleich mit den Konkurrenten Bremen, Leverkusen und dem BVB dank der besseren Tordifferenz Meister.
  • 16 Punkte lagen die Münchner 2026 am Ende vor dem BVB.
  • Dortmund war auch der Vizemeister beim größten Punkte-Vorsprung auf Platz zwei, 2012/2013, bei 25 Punkten.
  • 2017 standen die Bayern unter dem italienischen Erfolgstrainer Carlo Ancelotti am Ende erstmals vor einer Mannschaft aus Ostdeutschland – RB Leipzig, neu in der Liga, wurde Vizemeister.

Auswärts war es oft legendärer als „dahoam“

Im letzten Jahr war mit der Auswärts-Meisterschaft in Leipzig ein weiterer Spielort auf der Bayern-Meisterkarte dazugekommen.

  • Harry Kane (gelbgesperrt) feierte seinen ersten Titel als Profifußballer auf der Tribüne in der Red Bull Arena.
  • In Berlin, wo man auch 2010 Meister wurde, feierte der FC Bayern München 2014 die früheste Deutsche Meisterschaft der Liga-Historie (27. Spieltag).
  • In Hamburg gab es nur einen Bayern-Titel. Der aber ging unter der Headline „Vier Minuten im Mai“ am 19. Mai 2001 in der Nachspielzeit im Fernduell mit Schalke 04 in die Liga-Historie ein.
  • Ebenso wie der in Köln 2023, wo Bayern zuvor noch nie Meister wurde.
  • Zweimal in Folge brachte es der Spielplan 2005 und 2006 mit sich, dass die Münchner beim 1. FC Kaiserslautern, dem Mehrfach-Titelrivalen der 1990er-Jahren, Deutscher Meister wurden. Das konnte in der Pfalz niemandem wirklich gefallen...

Wann wettete Matthäus gegen Klinsmann?

  1. Am Gladbacher Bökelberg kassierte der FCB am 34. Spieltag 1973/74 die höchste Niederlage aller Zeiten in einer Meister-Saison – 0:5.

1997 gab es in Mönchengladbach die Meisterschale – und Jürgen Klinsmann crashte mit dem 2:2 kurz vor Schluss die Tor-Wette seines Intimfeindes Lothar Matthäus. Der hatte mit Bayern-Macher Uli Hoeneß um umgerechnet 5.000 Euro gewettet, dass Klinsmann unter der Marke von 15 Treffern bleiben würde – und verlor.

Gute, alte FC-Hollywood-Zeit. Heute undenkbar.

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