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·25. August 2026

Warum Hütters neues System noch einen Angreifer braucht

Artikelbild:Warum Hütters neues System noch einen Angreifer braucht

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat nur noch zwei gelernte Mittelstürmer. Was nach einer normalen Doppelbesetzung klingt, könnte Adi Hütters neues System schnell an seine Grenzen bringen.


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Der Trainer setzt bevorzugt auf ein 4-2-2-2 mit zwei Angreifern. Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib wären darin nicht Konkurrenten um einen Platz, sondern könnten gemeinsam beginnen. Fällt einer aus, fehlt deshalb nicht nur ein Ersatzspieler. Hütter müsste zugleich die Aufgaben im Pressing, die Besetzung des Strafraums und möglicherweise die gesamte Grundordnung verändern.

Drei Abgänge und eine erste kleine Warnung

Elye Wahi ist bis zum Saisonende an den OGC Nizza verliehen worden. Der französische Erstligist besitzt anschließend eine Kaufoption. Zuvor hatten bereits Noel Futkeu und Michy Batshuayi die Eintracht verlassen. Eine unmittelbare sportliche Lücke hinterlässt das Trio nicht, weil keiner der drei in Hütters Planungen eine größere Rolle spielte.

Übrig bleiben Burkardt und Ebnoutalib. Dass Burkardt am Montag wegen einer Erkältung nicht trainieren konnte, ist noch kein größeres Problem. Der Nationalspieler soll zeitnah zurückkehren. Der Ausfall zeigt aber, wie schnell aus zwei verfügbaren Mittelstürmern nur noch einer werden kann.

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau möchte Markus Krösche noch einen Angreifer verpflichten. Die Suche könnte sich jedoch bis zum Ende der Transferperiode ziehen.

Zwei Stürmer halten das Zentrum besetzt

Hütters bevorzugtes 4-2-2-2 sieht hinter der Doppelspitze zwei kreative Spieler in den Halbräumen vor. Diese Rollen sind für Can Uzun und Ritsu Dōan vorgesehen. Die Breite stellen vor allem die aufrückenden Außenverteidiger her. Dadurch kann Frankfurt vier Spieler zwischen und neben der gegnerischen Abwehr positionieren.

Burkardt passt als laufstarker Angreifer in dieses System. Er setzt den ersten Gegenspieler unter Druck, arbeitet gegen den Ball und sucht nach hohen Ballgewinnen sofort den Weg zum Tor. „Ich glaube, es passt sehr gut zu mir, hoch anzulaufen“, erklärte der 26-Jährige im Bundesliga-Teamcheck.

Ebnoutalib bindet währenddessen den zweiten Innenverteidiger. Er kann in die Tiefe starten oder aus der letzten Linie entgegenkommen und damit Räume für Uzun und Dōan öffnen. Beginnt Frankfurt nur mit einem Mittelstürmer, kann sich die gegnerische Abwehr stärker auf Burkardt konzentrieren. Einer der beiden Innenverteidiger wäre zudem häufiger frei, um herauszurücken oder Pässe abzufangen.

Auch das Pressing verändert sich. Mit zwei Spitzen kann Frankfurt beide Innenverteidiger direkt anlaufen und den Spielaufbau nach außen lenken. Fehlt ein Angreifer, müsste Uzun oder Dōan weiter nach vorne schieben. Dadurch würde einer der Halbräume hinter der ersten Pressinglinie frei.

Knauff verändert das Profil der Doppelspitze

Ansgar Knauff wurde in der Vorbereitung bereits als zweiter Stürmer eingesetzt. Gegen eine hoch stehende Abwehr kann das funktionieren. Der 24-Jährige bringt Tempo mit und sucht gerne die Wege hinter die letzte Linie. Ein gleichwertiger Ersatz für Burkardt oder Ebnoutalib ist er jedoch nicht. Knauff kommt normalerweise über den Flügel und orientiert sich häufig in die äußeren Räume. Gegen tief verteidigende Gegner fehlen der Eintracht mit ihm als zweiter Spitze ein weiterer Zielspieler und zusätzliche Präsenz im Strafraum.

Hütter könnte stattdessen auf ein 4-2-3-1 umstellen. Uzun würde dann zentral hinter Burkardt oder Ebnoutalib spielen, während Knauff und Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf die Flügel rücken. Damit wären zwei Mittelstürmer für einen Platz ausreichend, Frankfurt würde jedoch die während der Vorbereitung einstudierte Doppelspitze aufgeben.

Noch schwieriger wird es bei zwei gleichzeitigen Ausfällen. Ohne Burkardt und Ebnoutalib blieben Knauff oder Uzun als falsche Neun. Gegen einen offensiven Gegner könnte ihr Tempo Räume öffnen. Gegen eine kompakte Abwehr hätte Hütter dagegen keinen gelernten Angreifer mehr, der die Innenverteidiger beschäftigt und den Strafraum dauerhaft besetzt.

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