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·15. September 2026

"Was die heute gepfiffen haben …": Schiri-Frust bei Aachen

Artikelbild:"Was die heute gepfiffen haben …": Schiri-Frust bei Aachen

Trotz einer vor allem in der ersten Halbzeit starken Leistung musste sich Alemannia Aachen bei den Würzburger Kickers am Dienstagabend knapp geschlagen geben. Trainer Mersad Selimbegovic war dennoch stolz auf seine Mannschaft – und haderte stattdessen mit Schiedsrichter Martin Wilke.

"Von denen brauche ich gar keine Erklärung"

Eigentlich wollte sich Mersad Selimbegovic im Interview mit "MagentaSport" nicht zum Unparteiischen äußern, nachdem er zuvor davon gesprochen hatte, dass "einige Umstände dazugekommen" seien, dass seine Mannschaft trotz einer guten Leistung als Verlierer vom Platz ging. "Lassen wir das", meinte der 44-Jährige. Als er dann jedoch danach gefragt wurde, ob ihm das Schiedsrichter-Gespann eine Erklärung für seine gelbe Karte in der 79. Minute gegeben habe, sprudelte es doch aus ihm heraus.


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"Von denen brauche ich gar keine Erklärung. Die können einfach nichts erklären, weil ich nichts gemacht habe. Die haben mich auf die Bank hingesetzt. Aber das, was die heute gepfiffen haben, müssen sie selber erklären." Vermutlich gab es die Verwarnung gegen Selimbegovic, weil er sich zu vehement über einen nicht gegebenen Elfmeter für seine Mannschaft nach 76 Minuten echauffiert hatte. Farahnak war der Ball bei einer Abwehraktion an den Arm gesprungen.

Selimbegovic sieht "top Leistung" seines Teams

Doch am Schiedsrichter wollte Aachens Coach die zweite Niederlage in dieser Saison keineswegs festmachen, vielmehr war er darum bemüht, die "top Leistung" seiner Mannschaft hervorzuheben. "Wir hatten viele gute Chancen in der ersten Halbzeit und sehr gute Chancen in der zweiten Halbzeit." Umso ärgerlicher war daher der "Gegentreffer aus dem Nichts" in der 41. Minute, als Bonga nach einer Flanke mit dem Kopf zur Stelle war.

"Fußball ist vielleicht der einzige Sport, wo die Mannschaft, die über 90 Minuten besser und dominanter ist, mal nicht gewinnt", zeigte sich Selimbegovic resigniert. Dennoch könne er seiner Mannschaft "gar nichts vorwerfen. Wenn man sieht, in welchem Durchschnittsalter wir heute aufgelaufen sind, wie viel Energie wir hatten und wie wir Fußball gespielt haben, kann ich einfach nichts bemängeln."

Sorgen um Bajic

Ein Sonderlob richtete der 44-Jährige zudem an die mitgereisten Fans. "Sie waren unser bester Mann – ohne Wenn und Aber." Umso mehr schmerze es, "dass wir nicht etwas Zählbares mitgenommen haben". Das soll sich im Heimspiel gegen Düsseldorf am Samstag wieder ändern. Dann allerdings ohne Stammkeeper Stefan Bajic, der in 86. Minute nach einer Notbremse mit Rot vom Platz geflogen ist. Weil er bei Landung unglücklich mit dem Hinterkopf auf dem Boden aufgeschlagen war, blieb er zunächst benommen liegen, konnte das Spielfeld aber aus eigener Kraft verlassen. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand des Franzosen hatte Selimbegovic unmittelbar nach Spielende noch nicht.

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