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·21. Januar 2026
Wegen Trump-Drohungen: Deutschland diskutiert plötzlich über WM-Boykott

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·21. Januar 2026

Es wurde zuletzt viel diskutiert und viel geschrieben, was die Weltmeisterschaft in diesem Sommer angeht. Bekanntermaßen findet diese in den USA, Kanada und Mexiko statt. Vor allem Donald Trump, der Präsident der USA, sorgte für Aufregung, aber nicht nur er allein.
Angefangen hatte alles mit den teils horrenden Ticketpreisen, die die FIFA veranschlagt. Nur ein kleines Entgegenkommen an die Fans hatte es zuletzt gegeben, das war aber nicht der Rede wert. Der Friedenspreis für Donald Trump, den die FIFA vor der Auslosungszeremonie sogar extra ins Leben gerufen hatte, war dann der nächste Gipfel.
Auch die Einreise-Komplikationen für Fans aus vielen Ländern sind ein Thema. Die Liste der Staaten, aus denen nicht mehr ohne Weiteres in die USA eingereist werden darf, erweitert sich stetig. Hinzu kommen die Drohungen in Richtung Europa, was eine mögliche Annektierung von Grönland angeht.
Die Frage, „ob Europäer an einem Wettbewerb in einem Land teilnehmen sollten, welches Europa indirekt und ggf. demnächst direkt angreift“, ist aus Sicht des DFB-Präsidiumsmitglieds Oke Göttlich jedenfalls „tatsächlich berechtigt“. Klar, die Haltung des Präsidenten des FC St. Pauli wird vermutlich nicht der DFB-Mehrheit entsprechen. Sie befeuert die Debatte um einen möglichen Boykott, die knapp ein halbes Jahr vor dem Turnierstart merklich Fahrt aufnimmt, aber noch einmal.

Foto: Getty Images
Die Politik sucht auf jeden Fall nach möglichen Lösungen für die Grönland-Debatte und scheut dabei auch nicht, einen WM-Boykott zumindest in Erwägung zu ziehen. Das wäre für die USA ein massiver Image-Verlust und hätte riesengroße Auswirkungen. Allerdings scheint das momentan nicht die erstbeste Lösung zu sein, sondern ein Druckmittel, falls die Situation weiter unkontrollierbar bleibt.
Sollte der US-Präsident wirklich ernst machen, sei es „kaum vorstellbar, dass europäische Länder an der Fußball-WM teilnehmen“, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter der Augsburger Allgemeinen. Und setzte damit schon ein Zeichen an Trump und die USA. Falls dieser das wahrgenommen hat, zumindest. Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, hatte einen Teilnahmeverzicht zuvor bereits als „Ultima Ratio“ ins Spiel gebracht, um Trump „zur Vernunft zu bringen“.
Nun kann man gespannt beobachten, wie es weitergeht. In jedem Fall ist das Diskussionsthema nun in der Öffentlichkeit und wird seine ganz eigene Dynamik entwickeln, da kann man sicher sein.







































