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·3. Oktober 2026
Weltmeister Müller fordert von Bundestrainer Klopp mehr Unbequemlichkeit im DFB-Team

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Thomas Müller hat sich öffentlich zu Jürgen Klopps Arbeit als neuem Bundestrainer geäußert und dabei scherzhaft auf eine mögliche Rückkehr ins Nationaltrikot angespielt. Der Weltmeister von 2014 fordert vom deutschen Fußball wieder mehr Biss und Unbequemlichkeit, Eigenschaften, die seiner Meinung nach zuletzt verloren gegangen sind.

Jürgen Klopp, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger im Gespräch beim WM-2026-Gruppenspiel zwischen Deutschland und Curaçao am 14. Juni 2026 im Houston Stadium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)
Im Podcast „The Late Run“ wurde Müller deutlich: Der deutsche Fußball müsse sich wieder auf seine Kernwerte besinnen. „Wir müssen wieder unbequemer werden“, forderte er und sprach von einer verloren gegangenen Identität. Früher habe die gesamte Fußball-Welt die deutsche Mentalität bewundert, sich in jeder Situation durchzubeißen und keine Gnade zu zeigen. Diese Eiseskälte vor dem Tor und den kompromisslosen Kampfgeist vermisst Müller im aktuellen Spiel seiner Landsleute.
Besonders interessant ist Müllers Einschätzung zu Bundestrainer Jürgen Klopp: Er traue ihm zu, die nötige Klarheit zurückzubringen. Klopp vereine aus seiner Sicht moderne Trainerphilosophie mit einer gewissen Oldschool-Mentalität, genau die Mischung, die der Nationalmannschaft derzeit fehle. Müller sieht zudem ein strukturelles Problem: Dem deutschen Fußball fehle es an einer neuen Generation, mit der sich die Fans identifizieren können. Sein augenzwinkernder Seitenhieb, ob er wohl noch auf Klopps Liste stehe, zeigt, dass der Weltmeister trotz beendeter Nationalmannschaftskarriere emotional am Thema bleibt.
Sportlich hat Müller seine Zukunft längst geklärt: Er hat seinen Vertrag bei den Vancouver Whitecaps bis Sommer 2027 verlängert, auch mit Blick auf die anstehende MLS-Kurzsaison. Seine Nationalmannschaftskarriere hatte er bereits nach der EM 2024 beendet, bleibt dem DFB-Team aber als kritischer Beobachter erhalten. Wie seine Aussagen bei anderen ehemaligen Nationalspielern ankommen, die inzwischen ebenfalls neue Wege im Ausland gegangen sind, zeigt sich auch bei Max Scholze, der bei Müllers und Hummels‘ neuem Klub für Aufsehen sorgt.
Die Fakten im Überblick:
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