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·1. Oktober 2026

Weltmeister Pierre Littbarski zu Tresoldi: Er hätte sich U21-Torrekord „verdient“

Artikelbild:Weltmeister Pierre Littbarski zu Tresoldi: Er hätte sich U21-Torrekord „verdient“

Pierre Littbarski drückt Nicolò Tresoldi im Rennen um die Bestmarke der deutschen U21 alle Daumen. Der 66-Jährige sieht im Angreifer des FC Brügge einen kompletten Stürmer und würde seinen eigenen Rekord gerne fallen sehen.

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BLANKENHAIN, DEUTSCHLAND – 22. September 2026: Nicolo Tresoldi bei einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes. (Foto: DFB)


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Nach seinem Dreierpack beim 4:1 auf Malta fehlen Tresoldi nur noch wenige Treffer zur Spitze der ewigen U21-Torjägerliste. Schon gegen Georgien in Bielefeld könnte der Deutsch-Italiener den nächsten Schritt machen.

Littbarski traut Tresoldi den Rekord zu

Der Weltmeister von 1990 spricht mit großer Anerkennung über Tresoldi. „Der Junge hat sich das richtig verdient, und jetzt muss er sich auch die Krone holen. Anders geht’s nicht“, sagte Littbarski dem SID. Für den früheren Offensivspieler wäre es kein Verlust, wenn seine Marke übertroffen würde: „Er ist ein echter Torjäger, ein Komplettpaket. Überhaupt kein Problem für mich. Mach die Dinger rein, Junge!“

Littbarski kam zwischen 1979 und 1982 für die deutsche U21 auf 18 Tore in 21 Partien. Der frühere Kapitän verbindet mit dieser Zeit bis heute viel. „Ich bin da sehr stolz drauf, war auch Kapitän und hätte ohne die U21 wahrscheinlich den Sprung in die A-Nationalmannschaft nicht so geschafft“, sagte er.

Tresoldi hat sich mit drei Treffern beim 4:1 nach 2:1-Pausenführung am Mittwochabend auf Malta auf 16 U21-Tore verbessert. Dafür benötigte der Stürmer 26 Einsätze und belegt nun Rang drei in der Bestenliste.

Rekordjagd gegen Georgien und offene Verbandsfrage

Bereits am Dienstag um 18.00 Uhr empfängt die deutsche U21 Georgien in Bielefeld zum letzten EM-Qualifikationsspiel. ProSieben Maxx überträgt die Partie. Tresoldi will die Bestmarke möglichst sofort angreifen und kündigte im kicker an: „wenn’s geht, natürlich drei Tore schießen“.

Bis zum Sommer könnten sich ihm zudem weitere Chancen bieten. Erst nach der EM in Albanien und Serbien will der in Deutschland geborene Italiener entscheiden, ob er künftig für die Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klopp oder für sein Geburtsland spielt.

Die Möglichkeit eines so späten Verbandswechsels betrachtet Littbarski kritisch. „Ich finde die Regelung, dass sich Spieler so spät noch für einen Verbandswechsel entscheiden können, schon bescheuert“, sagte er. Zugleich könne er die Überlegungen des Angreifers nachvollziehen: „Ich kann seine Seite natürlich verstehen. Er hat die Option, dann ist das legitim und clever, erst einmal zu gucken. Und trotzdem sieht das komisch aus, wenn der das letzte Spiel bei der U21 macht und dann auf einmal ein blaues Trikot anhat.“

Aus Littbarskis Sicht könnte vor allem ein weiteres Gespräch mit Klopp entscheidend sein. „Nochmal ein Gespräch mit Jürgen Klopp zum richtigen Zeitpunkt. Und dann wird er selbst entscheiden“, sagte der Ex-Nationalspieler. Zu großer Druck sei dabei nicht hilfreich: „Zu viel hilft auch nicht. Das Wichtigste ist, wie Kloppo ihn sieht. So wie ich ihn kenne, wird er ihm keine Stammplatzgarantie geben, aber realistisch sagen: ‚Guck mal, ich habe hier vier, fünf Kandidaten. Wenn du glaubst, du bist besser als die, Junge, dann brauchst du keine Angst haben, dann spielst du bei mir.’“

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