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·1. April 2026
Weltpresse staunt über die Türkei: WM-Coup gegen Kosovo sorgt von Reuters bis ESPN für internationales Echo

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Der 1:0-Sieg der Türkei gegen Kosovo im Playoff-Finale und die damit verbundene WM-Qualifikation nach 24 Jahren haben weit über die Landesgrenzen hinaus ein starkes Echo ausgelöst. Die Milli Takim kehrt zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zurück und steht damit wieder auf der größten Bühne des Weltfußballs. Besonders im Mittelpunkt stand dabei das entscheidende Tor von Kerem Aktürkoglu, das nicht nur sportlich alles veränderte, sondern auch international als historischer Moment eingeordnet wurde.
Reuters stellte den Erfolg der Türkei in einen großen historischen Zusammenhang und schrieb, die Nationalmannschaft habe sich zum ersten Mal seit dem Halbfinaleinzug von 2002 die Rückkehr auf die größte Fußballbühne gesichert. Besonders stark wirkte dabei auch die emotionale Botschaft aus dem türkischen Lager. „Als wir das letzte Mal dabei waren, waren einige von uns noch nicht einmal geboren. Einige von uns waren zu klein, um sich daran zu erinnern. Wir haben immer von solchen Momenten geträumt“, lauteten die Sätze, die nach dem Spiel weltweit weitergetragen wurden.
Damit wurde schnell deutlich, dass es in der internationalen Wahrnehmung nicht nur um einen knappen Sieg ging. Der Erfolg der Türkei wurde vielmehr als Ende einer langen Wartezeit und als Rückkehr eines traditionsreichen Fußballlandes verstanden, das nach 24 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten ist.
Vor allem in den Vereinigten Staaten wurde die neue Ausgangslage in Gruppe D intensiv diskutiert. Die New York Post schrieb, dass die Aufgabe für die USA deutlich schwerer geworden sei, weil sich die Türkei mit dem Sieg gegen den Kosovo den Platz in der Gruppe gesichert habe. Zugleich wurde darauf verwiesen, dass die türkische Mannschaft schon in den UEFA-Qualifikationsspielen zu den auffälligsten Teams gehört habe und sich mit Siegen gegen Rumänien und den Kosovo den Weg geebnet habe.
In diesem Zusammenhang bekam auch die Reaktion von Christian Pulisic besondere Aufmerksamkeit. Der amerikanische Star sprach von einem „großartigen Spiel in Los Angeles“ und von einer Begegnung, auf die man sich freuen könne. Allein diese Einschätzung zeigt, dass die Türkei in den USA nicht nur als weiterer Gruppengegner wahrgenommen wird, sondern als ernstzunehmender Faktor in einer Gruppe mit Australien, Paraguay und den Vereinigten Staaten.
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Auch in England wurde die neue Konstellation sehr klar eingeordnet. The Guardian schrieb, dass die Gruppe D mit dem Eintritt der Türkei wahrscheinlich zu den härtesten Gruppen des gesamten Turniers geworden sei. Dabei hob die Zeitung nicht nur die Stärke des Teilnehmerfeldes hervor, sondern auch die Geschichte des Spiels in Pristina, wo der märchenhafte Lauf des Kosovo endete und die Türkei mit dem 1:0 das Ticket für das Turnier in Nordamerika sicherte.
In dieselbe Richtung argumentierte auch die BBC. Der britische Sender betonte, dass die Türkei erstmals seit 24 Jahren wieder eine Weltmeisterschaft erreicht habe. Im Mittelpunkt stand erneut der Name Kerem Aktürkoglu, dessen Treffer den Unterschied ausmachte und den Weg in ein Turnier ebnete, das für die türkische Nationalmannschaft sportlich wie emotional enorme Bedeutung hat.
Auch außerhalb Europas bekam die Qualifikation große Aufmerksamkeit. Al Jazeera berichtete, dass sich die Türkei und Schweden ihre Plätze für die Weltmeisterschaft 2026 gesichert hätten, und verwies darauf, dass die türkische Auswahl ihre 24 Jahre währende Wartezeit mit einem 1:0 beendet habe. Zugleich wurde unterstrichen, dass das Tor von Kerem Aktürkoglu in der 53. Minute die Hoffnungen der Gastgeber auf die erste WM-Teilnahme ihrer Geschichte zerstörte.
In Spanien stellte Marca vor allem die Symbolkraft dieses Moments heraus. Dort wurde betont, dass die türkische Nationalmannschaft mit Arda Güler im Kader nach 24 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten sein wird. Damit bekam die Geschichte zusätzlich eine Zukunftsperspektive: Nicht nur die Rückkehr selbst zählt, sondern auch die Aussicht, dass eine neue Generation um Arda Güler nun ihre eigene WM-Geschichte schreiben kann.

Foto: IHA
Aus amerikanischer Sicht legte ESPN den Schwerpunkt auf den sportlichen Fahrplan der Türkei. Der Sender schrieb, dass die türkische Mannschaft mit dem 1:0 im Kosovo zum ersten Mal seit 2002 wieder das Recht auf die größte Fußballbühne gewonnen habe. Zugleich wurde auf den Turnierweg verwiesen: Die Türkei wird das Turnier in Vancouver gegen Australien beginnen, anschließend in Santa Clara gegen Paraguay antreten und schließlich im SoFi Stadium in Inglewood auf die USA treffen.
Bemerkenswert ist auch der direkte Vergleich, der dort aufgegriffen wurde. Laut dem Bericht traf die Türkei bereits fünfmal auf die Vereinigten Staaten, wobei beide Teams jeweils zwei Siege verbuchten. Zusätzlich wurde daran erinnert, dass die Türkei das jüngste Duell im vergangenen Juni bei einem Vorbereitungsspiel in East Hartford für sich entschieden hatte. Diese Zahlen verleihen dem möglichen Gruppenhöhepunkt zusätzliche Schärfe.
In Deutschland fiel die Reaktion ebenfalls deutlich aus. Die Bild-Zeitung sprach von einem historischen Sieg auf dem Weg zum WM-Ticket und stellte heraus, dass der Kosovo eine sensationelle Chance auf die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft knapp verpasst habe. Zugleich rückte der Bericht die Größenordnung des türkischen Erfolgs in den Vordergrund: Die Türkei ist nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder zurück und sicherte sich die Teilnahme an einem Turnier, das im Sommer in Nordamerika stattfinden wird.
Genau darin liegt die eigentliche Aussage dieses internationalen Pressespiegels. Die Welt sieht nicht nur einen knappen Sieg gegen den Kosovo, sondern einen Moment mit historischer Tragweite. Die Milli Takim hat sich ihr WM-Ticket verdient, sie hat eine 24 Jahre lange Lücke geschlossen und sie reist mit wachsendem Respekt der Weltpresse in ein Turnier, in dem ihr deutlich mehr zugetraut wird als nur eine Nebenrolle.
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