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·25. September 2026
Wer ist Younes Ebnoutalib? Klopps Neuner aus der Regionalliga

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Vergangene Woche saß Younes Ebnoutalib bei Eintracht Frankfurt auf der Bank, weil Adi Hütter mehr Stabilität wollte. Am Donnerstag stand er nach 30 Minuten in Amsterdam auf dem Rasen – als deutscher Nationalspieler.
Die meisten Stürmer, die mit 23 debütieren, kommen aus einem Nachwuchsleistungszentrum. Ebnoutalib kommt aus Gießen. Nach der Jugend bei Rot-Weiss Frankfurt und Wehen Wiesbaden versuchte er es in Italien bei Perugia: ein Einsatz in der Serie C, Vertrag Ende 2023 aufgelöst. Dann die Regionalliga Südwest, 19 Spiele und sechs Tore für den FC Gießen, Ablöse angeblich 50.000 Euro. Elversberg nahm ihn Anfang 2025 mit, im ersten Halbjahr spielte er kaum. Und dann, ab dem vierten Spieltag der vergangenen Zweitligasaison, ging alles auf einmal: zwölf Tore in 17 Spielen, Wechsel zur Eintracht am 29. Dezember, Tor beim Debüt gegen Dortmund am 9. Januar.
Diese Saison hat er nachgelegt. Dreierpack in Berlin gegen Union zum Auftakt, vier Tore in den ersten vier Ligaspielen. Dass Hütter ihn danach trotzdem zugunsten der Defensive auf die Bank setzte, sagt mehr über Frankfurts Probleme als über den Stürmer.
Klopp hat den Frankfurter in seinen ersten Block nominiert, neben Havertz als einzigen echten Neuner, und ihn bei der Kaderverkündung ungewöhnlich ausführlich gelobt: „Seine Art zu spielen, seine Bereitschaft, seine Schlauheit auf der letzten Linie, ist außergewöhnlich.“ Gemeint ist ein Spieler, der auf der Abseitslinie lebt, ohne ständig dahinter zu landen. Wer Klopps Stürmer in Dortmund und Liverpool kennt, erkennt das Profil sofort: groß, wuchtig, laufbereit, kopfballstark, mit Instinkt für den Moment, in dem die Kette aufbricht. Ebnoutalib gab in Amsterdam nach einer Minute auf dem Platz den ersten deutschen Torschuss ab. Ein Detail, aber ein sprechendes.
Ebnoutalib hätte auch für Marokko spielen können. 2018 lief er für die U15 des Landes auf, mit Trainer Mohamed Ouahbi aus dem marokkanischen Verband gab es Kontakt, aber keinen intensiven, wie er in Herzogenaurach erzählte. Klopps Anruf hat die Frage erledigt. Ebnoutalib berichtete von Tränen am Telefon, und sein Satz dazu ist so schlicht wie treffend: „Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen.“
Ob er am Sonntag gegen Griechenland von Beginn an spielt, hängt auch an Jonathan Burkardt, der nun ebenfalls in Augsburg dabei ist. Für den Steckbrief ändert das nichts. Der Weg von der Regionalliga ins DFB-Team hat 26 Monate gedauert. Kürzer war er in der Neuzeit kaum je.
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