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·28. Januar 2026
Werder-Krise wird schlimmer: „Endspiel“ für Horst Steffen?

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·28. Januar 2026

Horst Steffen schaute frustriert und geknickt drein. „Das Momentum ist nicht zwingend auf unserer Seite“, sagte der Trainer, der mit Werder Bremen immer tiefer in die Krise schlittert und sich nach dem 0:2 (0:1) gegen die TSG Hoffenheim wütende Pfiffe der Fans hatte gefallen lassen müssen: „Wir haben kein Tor geschossen. Wir haben verloren. Das ist kein gutes Gefühl.“
Und weil neben dem Gefühl auch die sportliche Lage an der Weser immer schlechter wird, könnte die nächste Partie gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) schon so eine Art Endspiel für Steffen sein. „Ja“, der Coach werde auch noch am Wochenende auf der Bank sitzen, sagte Sportchef Clemens Fritz bei Sky: „Wir müssen uns da gemeinsam rausziehen. Ich bin überzeugt davon, dass wir das tun werden. Es ist ein weiter Weg und ein hartes Stück Arbeit, aber das werden wir angehen.“
Nach der Talfahrt der vergangenen Wochen so eine Jobgarantie zu bekommen, sei „keine Selbstverständlichkeit“, sagte Steffen. Doch was solche Aussagen womöglich nach der nächsten Pleite wert sind, weiß auch der 56-Jährige nur allzu gut. Und so gerät Steffen immer mehr unter Druck, denn: Werder taumelt, der Abstiegskampf ist längst da, der Relegationsplatz nur noch drei Punkte entfernt.
Wie schlimm die Krise im hohen Norden ist, zeigen die Zahlen des Grauens: Neun Ligaspielen in Serie ohne Sieg – so lange wie nie seit dem Wiederaufstieg 2022. Dabei erzielte die Mannschaft von Steffen in fünf der vergangenen sechs Partien kein Tor. Nach zwölf Spieltagen lag Werder noch auf Rang neun, rutschte in den vergangenen Wochen jedoch bis auf Platz 15 ab.
Kein Wunder, dass bei den Fans die Abstiegsangst umgeht. Und auch die Spieler wirken zunehmend ratlos. „Es ist einfach zu wenig. Wir haben bis zur letzten Sekunde alles reingeschmissen, aber die Qualität ist einfach nicht gut genug. Deswegen gewinnen wir nicht“, sagte etwa Jens Stage. Und Senne Lynen meinte: „So erzielt man keine Ergebnisse.“
Dabei spielte Werder ab der 52. Minute in Überzahl, brachte in der Offensive aber dennoch nichts zustande – ein treffsicherer Nachfolger für den im Sommer zu Birmingham City abgewanderten Marvin Ducksch wird schmerzlich vermisst. Fritz ließ offen, ob Werder womöglich eine Verstärkung einkauft: „Der Transfermarkt ist noch offen. Ich werde es nicht ausschließen. Es gibt aber auch keine Garantien dafür.“
Gegen Gladbach soll, nein muss, so oder so die Wende her. Der „Wille“ sei da, sagte Steffen und „dann hoffen wir, dass wir wieder ein Tor schießen. Wir hoffen, dass wir auch mal zu null spielen.“ Denn sonst dürfte es eng für ihn werden.
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