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·27. September 2026
Wie heiß ist Griechenland auf Klopp und Deutschland?

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Griechenland reist mit breiter Brust nach Augsburg: Griechenland geht mit viel Selbstvertrauen in das Nations-League-Duell mit Deutschland. Der überraschende 2:1-Sieg in Belgrad hat die Stimmung rund um die Nationalmannschaft deutlich angehoben. In der griechischen Berichterstattung wird die Partie in Augsburg dennoch als große Herausforderung gesehen. Deutschland und der neue Bundestrainer Jürgen Klopp stehen für individuelle Qualität und einen hohen Intensitätsanspruch, doch die griechische Mannschaft sieht sich inzwischen als konkurrenzfähig genug, um auch auswärts dagegenzuhalten.
ZÜRICH, SCHWEIZ – 27. März 2018: Alexandros Tziolis von Griechenland im Länderspiel gegen Ägypten im Letzigrund-Stadion. (Foto: Robert Hradil/Getty Images)
Der Grundton vor dem Anpfiff ist deshalb eine Mischung aus Respekt und Selbstbewusstsein: Griechenland ist Tabellenführer, hat Serbien auswärts geschlagen und will sich auch gegen Deutschland nicht verstecken. Mehrere griechische Medien sprechen von einer schwierigen oder gefährlichen Aufgabe, zugleich wird die Partie als Gelegenheit gesehen, den gelungenen Start in die Liga A zu bestätigen.
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Der Erfolg in Serbien ist das zentrale Argument für die gestiegene Erwartungshaltung. Griechenland lag bereits in der 4. Minute zurück, drehte die Partie aber durch Tore von Christos Tzolis und Anastasios Douvikas noch zum 2:1. Nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg war es ein Ergebnis mit entsprechendem Signalcharakter.
In der griechischen Berichterstattung wird deshalb weniger über die Frage diskutiert, ob die Mannschaft Deutschland überhaupt gefährlich werden kann. Vielmehr geht es darum, ob sie ihre Entwicklung auch gegen einen deutlich individuell stärker besetzten Gegner bestätigen kann. Tzolis betonte vor dem Spiel ebenfalls die Qualität der Mannschaft und verwies darauf, dass Griechenland inzwischen seit längerer Zeit gemeinsam arbeitet und sich unter Ivan Jovanovic weiterentwickelt.
Dabei wird der Sieg in Belgrad durchaus differenziert betrachtet. Griechenland hatte weitere Chancen, war im letzten Drittel aber nicht immer konsequent. Genau diese Effizienz und die defensive Konzentration werden gegen Deutschland als wichtige Faktoren gesehen. Tzolis bezeichnete die Partie als Spiel auf sehr hohem Niveau und forderte eine bessere Chancenverwertung.
HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 26. September 2026: Jürgen Klopp und Jonathan Tah von der deutschen Nationalmannschaft sprechen bei der Pressekonferenz vor dem UEFA-Nations-League-Spiel gegen Griechenland im Homeground. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Der neue deutsche Bundestrainer ist in der griechischen Berichterstattung natürlich ein großes Thema. Klopp hat vor dem Spiel selbst von einer möglicherweise „goldenen Generation“ des griechischen Fußballs gesprochen und die Offensive der Mannschaft hervorgehoben. Diese Anerkennung wird in Griechenland wahrgenommen, gleichzeitig richtet sich der Blick auf das, was seine Mannschaft auf dem Platz zeigen wird.
Besonders interessant ist dabei die Ausgangslage der deutschen Mannschaft. Klopp startete mit einem 1:1 in den Niederlanden, während Musiala und Havertz für das Griechenland-Spiel ausfallen. Die griechischen Medien sehen Deutschland deshalb in einer Übergangsphase, erkennen aber weiterhin die enorme individuelle Qualität des Gegners. Novasports verweist zudem auf die starke deutsche Heimbilanz und fünf aufeinanderfolgende Pflichtspielsiege im eigenen Land.
Griechenland erwartet entsprechend keinen Gegner, der wegen des Trainerwechsels plötzlich verwundbar wäre. Vielmehr geht es darum, die eigenen Stärken gegen eine Mannschaft auszuspielen, die unter Klopp noch nach ihrer endgültigen Formation sucht.
LONDON, ENGLAND – 10. Oktober 2024: Griechenlands Nationaltrainer Ivan Jovanovic beobachtet das Geschehen während des Nations-League-Spiels gegen England im Wembley Stadium. (Foto: Ryan Pierse/Getty Images)
Besonders auffällig ist die Stimmung rund um die griechischen Fans. Mehr als 6.000 Griechen werden nach Berichten aus dem Umfeld der Partie in Augsburg erwartet beziehungsweise sind bereits vor Ort. In der Innenstadt wurde am Spieltag bereits ausgiebig gefeiert. Die griechischen Medien berichten von einer ausgeprägten blau-weißen Atmosphäre rund um die Partie.
Das ist für die griechische Nationalmannschaft mehr als eine Randgeschichte. Die große Unterstützung in Augsburg passt zum aktuellen Selbstverständnis der Mannschaft. Nach dem Erfolg in Belgrad entsteht der Eindruck, dass die Partie gegen Deutschland nicht als Pflichtaufgabe eines Außenseiters betrachtet wird, sondern als große Bühne für eine Mannschaft, die sich in der League A etablieren möchte.
AUGSBURG, DEUTSCHLAND – 27. September 2026: Griechische Fußballfans feiern in der Innenstadt von Augsburg vor dem Nations-League-Spiel der griechischen Nationalmannschaft gegen Deutschland. (Foto: Giorgos Noikokyris/in.gr)
Die griechischen Wett- und Prognoseportale ordnen Deutschland zwar als schwierigen Gegner ein, stellen aber gleichzeitig die aktuelle Ausgangslage Griechenlands heraus. Der Tabellenführer geht nach dem Auswärtssieg in Belgrad mit Rückenwind nach Augsburg. Kingbet beschreibt die Partie entsprechend als große Herausforderung und hebt hervor, dass Griechenland nach dem perfekten Start nichts zu verlieren habe.
Auffällig ist dabei weniger eine einheitliche Vorhersage als die Erwartung eines offenen Spiels mit Chancen auf beiden Seiten. Die Prognosen beschäftigen sich stark mit Toren und der offensiven Ausrichtung beider Mannschaften. Das passt zum Eindruck aus den redaktionellen Beiträgen: Deutschland wird als qualitativ überlegener und heimstarker Gegner respektiert, Griechenland kommt aber mit dem Anspruch nach Augsburg, seine offensive Qualität auch gegen einen großen Namen einzusetzen.
SOLNA, SCHWEDEN – 4. Juni 2026: Christos Tzolis von Griechenland im Duell mit Alexander Bernhardsson von Schweden während des Länderspiels zwischen Schweden und Griechenland in der Strawberry Arena. (Foto: Michael Campanella/Getty Images)
Die griechische Stimmung vor Deutschland – Griechenland ist damit tatsächlich ziemlich heiß. Der Sieg in Belgrad hat die Erwartungshaltung verändert. Dazu kommen der Klopp-Faktor, die Aussicht auf ein Duell mit einer großen Fußballnation und Tausende griechische Fans in Augsburg.
Von Euphorie im Sinne einer sicheren Siegeserwartung kann allerdings keine Rede sein. Dafür wird die deutsche Mannschaft zu sehr respektiert. Der gemeinsame Nenner der Berichterstattung lautet eher: Griechenland glaubt inzwischen daran, Deutschland Probleme bereiten zu können.
Genau das macht die Partie aus griechischer Sicht so interessant. Die Mannschaft reist nicht nach Augsburg, um sich gegen Klopp möglichst lange zu behaupten. Sie will zeigen, dass der Sieg in Belgrad kein Ausrutscher war. Deutschland ist dabei der deutlich größere Prüfstein, aber eben auch die Gelegenheit, die eigene Entwicklung auf einer großen Bühne zu bestätigen.







































