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·29. August 2026

Wille und Akzeptanz – Wie Hertha das Spiel gegen Braunschweig drehen konnte

Artikelbild:Wille und Akzeptanz – Wie Hertha das Spiel gegen Braunschweig drehen konnte

Die alte Dame aus Berlin bekam es am Freitagabend im Eintracht mit den Braunschweiger Löwen zu tun und bewies dabei, dass sie auch nach Rückschlägen wieder zurück kommen kann. Sowohl der Trainer als auch der Kapitän konnten dafür Gründe nennen.

Starkes Comeback der Berliner

Als Hertha BSC nach einer knappen halben Stunde bereits mit 0:2 gegen die Eintracht aus Braunschweig zurücklag hatte so manche Person die Partie wohl bereits an entschieden gesehen. Wohl nur sehr wenige hatten damit gerechnet, dass die Hauptstädter noch vor der Halbzeit den Ausgleich erzielen und das Spiel mit 5:3 gewinnen würden. Wo andere Mannschaften wohlmöglich in sich zusammen gefallen wären blieb die Elf von Stefan Leitl völlig ruhig und strahlte ein Selbstbewusstsein aus, bei dem ein Sieg wie selbstverständlich erschien. Der Trainer weiß, was dafür entscheidend ist.


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"Das Allerwichtigste ist, dass die Mannschaft an sich glaubt und von dem überzeugt ist wie wir spielen wollen", so der 49-Jährige in der an die Begegnung anschließende Pressekonferenz.

Ein Abriss der Motivation bei seiner Mannschaft hatte der Übungsleiter scheinbar nie beobachtet, im Gegenteil: „Die Jungs wollten dann nach dem 0:2 unbedingt.“, stellte er fest. Auch Kapitän Josip Brekalo, der während des Spiels mit zwei Toren und einer Vorlage besonders auf sich aufmerksam machte, äußerte sich positiv mit Hinblick auf das Reaktion nach dem Rückstand: „Wir haben eine sehr gute Antwort auf dem Platz gezeigt. Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft.“

Leitl: "Fehler passieren"

Geradezu beispielhaft und vor allem bemerkenswert ist auch der Umgang mit individuellen Fehlern innerhalb der Mannschaft, wie zum Beispiel jenem von Innenverteidiger Niklas Kolbe, der zum 0:1-Rückstand aus der Sicht der Hertha führte. Der 29-Jährige wirkte zwar noch ein paar Minuten etwas mitgenommen und verunsichert, erhielt aber sowohl von der Mannschaft als auch vom Trainer Rückendeckung. "Der hat ein bisschen gebraucht bis er sich dann aus seinem Tal der Tränen rausbewegt hat. Fehler passieren und das Allerwichtigste ist das wir Fehler akzeptieren." Genau das scheint der Mannschaft gelungen zu sein. Die Hertha wirkte trotz Rückstand völlig unbeschwert und zuversichtlich.

Josips Brekalos Erzählungen darüber, was in den Köpfen der Mannschaft nach dem 0:2 vorging, bestätigen Leitl. "Nicht so viel muss ich ehrlich sagen. Wir haben weiter daran geglaubt, dass wir in unser Spiel und in unsere Situationen kommen."

Makelloser Saisonstart

Vier Siege aus den ersten vier Pflichtspielen sprechen klar für Hertha und Leitl. Zu beginn des dritten Spieltags in der 2. Bundesliga grüßen die Hauptstädter von der Tabellenspitze, im Pokal steht man in der zweiten Runde. Der Trainer ist hochzufrieden und macht daraus auch kein Geheimnis. "Die Art und Weise wie wir spielen ist fantastisch." Zu viel Euphorie möchte er aufgrund der noch jungen Saison jedoch auch noch nicht versprühen und sagt klar: "Drei Spiele, neun Punkte: Super, nehmen wir gerne mit. Nächste Pokalrunde: Unfassbar wichtig für den Verein, nehmen wir auch gerne mit. Aber: Alles sehr, sehr demütig."

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