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·15. Juli 2026
WM 2026 Top-Favorit Frankreich stürzt böse im Halbfinale ab: „Eine große Enttäuschung“

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·15. Juli 2026

Frankreichs Traum vom Finale ist jäh geplatzt. Gegen spielfreudige, aber vor allem eiskalte Spanier kassierte der große Titelfavorit ein 0:2 und verpasste das Endspiel der WM in New York deutlich.

Spaniens Abwehrspieler Pau Cubarsí tröstet Frankreichs Désiré Doué nach der 0:2-Niederlage im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Szene entstand am 14. Juli 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Lars Baron / Getty Images
Kylian Mbappé stellte sich nach dem frühen Aus nicht weg, sondern den kritischen Fragen. Der Kapitän sprach offen von einer „großen Enttäuschung“ und räumte ein, dass es „wirklich schwer in Worte zu fassen“ sei, „wie enttäuscht die Mannschaft und ich sind“.
Frankreich– Spanien1/2
Di 14.07. · 21:00 Uhr · ZDF
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Die Niederlage schmerzte in Frankreich nicht nur wegen des Ergebnisses. Für die Mannschaft war fast noch bitterer, dass sie dem ballsicheren Europameister über weite Strecken nicht gewachsen war. Weder spielerisch noch taktisch, weder technisch noch im Einsatzvermögen erreichten die Franzosen das nötige Niveau.
„Insgesamt haben wir nicht das Level erreicht und nicht das Spiel gespielt, das wir spielen wollten“, sagte Mbappé. „Und wenn du nicht das lieferst, was du in einem WM-Halbfinale liefern solltest, gewinnst du nicht.“

Frankreichs Kylian Mbappé im Zweikampf mit Spaniens Lamine Yamal im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das Duell fand am 14. Juli 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas, statt. Lars Baron / Getty Images
Frankreichs brillante Offensive, die das Team im Vorfeld zum Top-Favoriten auf den Titel gemacht hatte, blieb gegen die Spanier nahezu wirkungslos. Weder der Real-Madrid-Stürmer noch Ousmane Dembélé oder Bayern-Profi Michael Olise fanden ein Mittel gegen den nahezu perfekten Auftritt des Gegners.
So fährt Les Bleus nicht nach New York zum großen Finale, sondern müssen sich mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Dort trifft Frankreich am Samstag um 23.00 Uhr MESZ auf den Kampf um Rang drei, der für die Mannschaft nun zum letzten Ziel wird.
Ein zusätzlicher Antrieb ist der bevorstehende Abschied von Didier Deschamps. Der 57-Jährige, der Frankreich seit 2012 betreut und die Auswahl 2018 zum Weltmeister führte, gibt sein Amt nach der WM nach 14 Jahren an Zinédine Zidane weiter. Ein würdevoller Abschied soll nun im Spiel um Platz drei gelingen.
Deschamps selbst rückte persönliche Gedanken aber sofort in den Hintergrund. „Auf persönlicher Ebene ist es nicht wichtig, ob ich im Halbfinale oder Finale verliere“, sagte der Nationalcoach. Und: „jetzt ist auch nicht der Zeitpunkt, um über die Zukunft zu sprechen“. Stattdessen betonte er, er sei „sehr stolz auf alles, was wir gemeinsam als Nationalmannschaft erreicht haben“.
Auch Mbappé richtete den Blick bereits nach vorn. „Es war unser Wunsch, das Finale zu erreichen und unser Land weiter träumen zu lassen“, sagte der französische Kapitän. Nun gehe es darum, „unseren Kopf oben zu behalten. Ob bei Siegen oder Niederlagen – und auch, wenn es roboterhaft klingt: Wir müssen uns aufraffen und den nächsten Anlauf nehmen. Der Fußball wartet auf niemanden, wir müssen das Scheitern jetzt abhaken und daraus lernen.“
Zweimal in Serie hatte Frankreich noch das WM-Finale erreicht. Der Hattrick lag in Reichweite, doch anders als beim Titelgewinn 2018 in Russland und dem zweiten Platz 2022 in Katar bleibt diesmal nur die Zuschauerrolle. Während am Sonntag um 21.00 Uhr MESZ in New York das Endspiel steigt, läuft die Partie live im ZDF und bei MagentaTV.







































