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·27. Januar 2026
WM-Boykott? Bayern-Boss Dreesen mit Klartext-Ansage

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·27. Januar 2026

Die Diskussion um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nimmt in Deutschland an Fahrt auf. Während einzelne Stimmen einen Verzicht fordern, bezieht der FC Bayern klar Position.
Jan-Christian Dreesen hat sich klar gegen einen Boykott der kommenden Weltmeisterschaft ausgesprochen. Der Vorstandschef des FC Bayern reagierte damit auf Aussagen von Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli und Vizepräsident von DFB und DFL, der zuletzt eine grundsätzliche Debatte über ein Fernbleiben der Nationalmannschaft von der WM in den USA, Kanada und Mexiko angestoßen hatte.
„Es hat noch nie eine WM gegeben, die boykottiert worden wäre“, stellte Dreesen beim DFL-Neujahrsempfang in Frankfurt klar. Die Forderungen Göttlichs bezeichnete er als „einzelne Stimme“ und ergänzte unmissverständlich: „Ich wüsste nicht, warum wir nicht an dieser WM teilnehmen sollten.“

Foto: IMAGO
Rückendeckung erhielt Dreesen von DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund erklärte, die Zeit für eine Boykott-Diskussion sei „momentan nicht reif“ und eine solche Debatte daher „völlig fehl am Platz“. Innerhalb der Führungsgremien von DFL und DFB scheint es damit derzeit keine Mehrheit für einen harten Kurs gegenüber der WM zu geben.
Göttlich hatte zuvor deutlich andere Töne angeschlagen. Er forderte Antworten von den Spitzen des deutschen Fußballs und stellte infrage, ob die Nationalmannschaft angesichts der politischen Lage in den USA überhaupt teilnehmen sollte. „Das Leben eines Profifußballers ist nicht größer als das Leben von sehr vielen Menschen in verschiedenen Regionen, die derzeit von dem WM-Gastgeber direkt oder indirekt angegriffen oder bedroht werden“, erklärte er.
Dabei verwies Göttlich auf die aggressive Außen- und Innenpolitik von US-Präsident Donald Trump, darunter die Spannungen mit Kanada, Drohungen gegenüber Grönland sowie umstrittene Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Für Göttlich ist der Zeitpunkt für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Boykott längst gekommen.
Beim FC Bayern hingegen ist die Linie klar: Sportliche Großereignisse sollen nicht vorschnell politisiert werden. Dreesens Aussage macht deutlich, dass der Rekordmeister keinen Anlass sieht, die Teilnahme an der WM infrage zu stellen. Damit positionieren sich die Münchner klar gegen Boykott-Forderungen und setzen auf Kontinuität – sowohl im sportlichen Denken als auch im internationalen Wettbewerb.
Ob die Debatte in den kommenden Monaten an Schärfe gewinnt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der FC Bayern hat sich früh und eindeutig positioniert.









































