FC Bayern München
·12. August 2026
Wolfsburg im Detail: Was der Vizemeister dem FCB entgegenstellt

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·12. August 2026

Die erste echte Standortbestimmung der neuen Saison steht bevor: Am Samstag, den 15. August, um 19.30 Uhr treffen die FC Bayern Frauen im Google Pixel Supercup auf die amtierenden Vizemeisterinnen vom VfL Wolfsburg. Zum dritten Mal in Folge stehen sich damit die beiden aktuell stärksten Teams Deutschlands im Finale dieses Wettbewerbs gegenüber.
Auch zu Beginn der Saison 2026/27 wartet auf die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala ein Gegner, der sich im Sommer verändert hat, ohne seine Grundzüge einzubüßen. Der Kader der Wölfinnen wurde punktuell umgebaut, Rollen neu verteilt, die Statik des Teams justiert. fcbayern.com zeigt euch, was die Münchnerinnen am Samstag im Ingolstädter Audi Sportpark erwartet und stellt die Gegnerinnen aus Niedersachsen im Detail vor.
Vier Testspiele absolvierte die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch in Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Den Anfang machte ein 3:2-Sieg gegen den Zweitligisten SV Meppen, bei dem Wolfsburg früh die Kontrolle übernahm, sich nach der Pause aber einen offenen Schlagabtausch lieferte. Anschließend folgte ein guter Auftritt gegen die PSV Eindhoven, der mit einem 2:0-Sieg endete und bereits andeutete, wie variabel die Wölfinnen im Offensivspiel agieren können.
In den weiteren Partien gegen die direkten Ligakonkurrenten aus Leipzig (3:1) und Bremen (3:1) untermauerte der VfL Wolfsburg die gute Frühform. Gegen RB Leipzig trat der VfL nach einer intensiven Woche im Trainingslager kontrolliert und standardstark auf, gegen Werder Bremen agierte die Mannschaft um Kapitäin Svenja Huth lange geduldig im Ballbesitz und entschied die Begegnung spät.
Auch in diesem Sommer haben die Niedersächsinnen ihren Kader deutlich umgebaut. Insgesamt elf Spielerinnen beendeten ihr Kapitel in der Autostadt. Leistungsträgerin Alexandra Popp verabschiedete sich nach 14 Jahren im Trikot der Wolfsburgerinnen und schloss sich Borussia Dortmund in der Regionalliga an.
Zudem verlor die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch mit Vivien Endemann eine aufstrebende Flügelspielerin an den FC Liverpool. Mit Caitlin Dijkstra, Lineth Beerensteyn, Janou Levels und Justine Kielland verabschiedeten sich weitere Spielerinnen aus Wolfsburg, die in der vergangenen Saison regelmäßig Spielzeit erhielten und dem Team wichtige Tiefe und Verlässlichkeit gaben.
Doch nicht nur die Abgänge haben in Wolfsburg für Bewegung gesorgt. Auch auf der Zugangsseite hat sich einiges getan: Den wohl klangvollsten Namen unter den Neuzugängen der Wölfinnen trägt Giovanna Hoffmann. Der Wechsel der Stürmerin von RB Leipzig nach Niedersachsen wurde bereits im März verkündet. Die deutsche Nationalspielerin blickt in 106 Einsätzen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auf 20 Tore zurück und prägte über Jahre das Offensivspiel der Sächsinnen. Im Oktober 2025 folgte jedoch die Hiobsbotschaft: Hoffmann zog sich in einem Ligaspiel einen Kreuzbandriss zu und arbeitet seitdem an ihrem Comeback.
Ähnlich ist die Situation bei Mittelfeld-Neuzugang Katharina Piljić, die das Zentrum der Wolfsburgerinnen verstärken soll. Die 22-Jährige verletzte sich im letzten Saisonspiel für ihren ehemaligen Verein Bayer Leverkusen am Syndesmoseband und fällt zunächst ebenfalls aus. Zwei Verstärkungen, die vorerst nur auf dem Papier zur Verfügung stehen.
Mit Weronika Araśniewicz hat zudem eine spannende Nachwuchshoffnung den Weg in die Autostadt gefunden: Die erst 18-jährige Polin wurde vom FC Barcelona ausgeliehen und soll künftig das offensive Mittelfeld beleben, als Verbindungsspielerin zwischen Aufbau und Angriff.
Besondere Aufmerksamkeit verdient darüber hinaus Angreiferin Cecilie Fløe Nielsen. Die 24-jährige Dänin spielte in der vergangenen Saison für Napoli Women in der italienischen Serie A, erzielte dort elf Treffer und belegte damit Rang drei in der Torschützinnenliste der Liga.
An das letzte Duell mit dem VfL Wolfsburg haben die FCB-Frauen beste Erinnerungen: Im DFB-Pokalfinale setzten sich die Münchnerinnen nach Treffern von Georgia Stanway, Pernille Harder, Momoko Tanikawa und Arianna Caruso mit 4:0 gegen ihren Dauerrivalen durch. Damit sicherten sie sich das zweite Double in Folge und machten die Saison 2025/26 zur erfolgreichsten in der Clubhistorie, sportlich wie symbolisch.
Auch in der Google Pixel Frauen-Bundesliga verlief die vergangene Spielzeit gegen den VfL perfekt: Sowohl im Hinspiel (3:1) als auch im Rückspiel (4:1) ging die Mannschaft von José Barcala als Siegerinnen vom Platz. Der Vorsprung auf die Vizemeisterinnen aus Niedersachsen wuchs dadurch am Ende auf beeindruckende 16 Punkte an.
Zum dritten Mal in Folge stehen die Münchnerinnen nunmehr im Endspiel des Supercups – und erneut heißt der Gegner VfL Wolfsburg. Die Bilanz in diesem Wettbewerb spricht klar für die Frauen aus der bayerischen Landeshauptstadt: 2024 entschieden sie das erste Duell durch den goldenen Treffer von Klara Bühl in der neunten Minute für sich. Und auch ein Jahr später waren es die Rot-Weißen, die nach einem 4:2-Erfolg im Karlsruher Wildpark die Trophäe in die Höhe stemmen durften. Damals stellte Jovana Damnjanović mit einem frühen Doppelpack (18. und 25. Minute) die Weichen auf Sieg. Am Wochenende soll nunmehr der dritte Erfolg in Serie und somit ein Einstand nach Maß in die neue Saison folgen.
Der Spielbericht zum Testspiel gegen Paris FC:
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