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·19. Januar 2026
„Würden damit leben können“: Eberl spricht über Upamecano-Abschied

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·19. Januar 2026

Die Zukunft von Dayot Upamecano beim FC Bayern bleibt weiter ungeklärt – und genau daran hat sich auch nach den jüngsten Aussagen von Sportvorstand Max Eberl nichts geändert. Dennoch ließ der 52-Jährige im Gespräch mit der BILD mit einem Nebensatz aufhorchen, der Raum für Interpretation lässt und zeigt, wie realistisch der Rekordmeister die Situation inzwischen einordnet.
Grundsätzlich machte Eberl deutlich, dass eine Vertragsverlängerung mit dem französischen Innenverteidiger weiterhin ein zentrales Anliegen der Bayern ist. Upamecano gehört unter Cheftrainer Vincent Kompany zu den absoluten Leistungsträgern, ist Stammspieler und sportlich kaum wegzudenken. Umso überraschender wirkte daher Eberls Zusatz: „Selbst wenn die Entscheidung gegen uns ausfallen sollte, würden wir damit leben können.“
Ein Satz, der weniger nach Resignation klingt als vielmehr nach einer nüchternen Bestandsaufnahme. Die Bayern wollen verlängern – aber nicht um jeden Preis und nicht ohne Planungssicherheit.

Foto: IMAGO
Eberl gewährte zugleich Einblicke in den aktuellen Stand der Gespräche. „Wir haben vor Weihnachten sehr gute und konstruktive Gespräche mit Upas Management geführt. Wir haben ein unserer Meinung nach sehr gutes Vertragsangebot unterbreitet“, erklärte der Sportvorstand. Die Bayern sehen ihren Part damit erfüllt, der Ball liegt nun beim Spieler.
Dass sich die Entscheidung weiter hinzieht, ist kein Geheimnis. Upamecanos Vertrag läuft im Sommer aus, dennoch verspürt man an der Säbener Straße keinen akuten Zeitdruck – zumindest offiziell. „Die Entscheidung liegt jetzt beim Spieler. Wir alle wünschen und hoffen, dass bald eine Entscheidung fällt. Es gibt keine Frist, aber es wäre für alle Beteiligten hilfreich, wenn bald eine Entscheidung getroffen würde“, so Eberl.
Diese Worte zeigen das Spannungsfeld, in dem sich der FC Bayern aktuell bewegt. Einerseits möchte man Planungssicherheit, andererseits will man dem Spieler die nötige Zeit lassen – ein Balanceakt, der bei ablösefreien Konstellationen stets heikel ist.
Auch Upamecano selbst gab sich zuletzt betont entspannt. Der Franzose erklärte Anfang des Jahres: „Für mich gibt es keinen Druck. Wir reden, alles gut.“ Aussagen, die zu seinem bisherigen Auftreten passen. Der 26-Jährige ließ sich bislang nicht treiben und scheint seine Optionen sorgfältig abzuwägen.
Für den FC Bayern bedeutet das, verschiedene Szenarien mitzudenken. Genau hier bekommt der Nebensatz von Max Eberl sein Gewicht. Die Aussage, man könne „damit leben“, falls die Entscheidung gegen den Klub ausfalle, deutet darauf hin, dass intern längst Alternativen diskutiert werden – ohne dabei die Tür für eine Verlängerung zuzuschlagen.
Eberls Worte stehen sinnbildlich für einen veränderten Ton an der Säbener Straße. Weniger öffentliche Dramatik, mehr Realismus. Der FC Bayern wirbt um Upamecano, erkennt seinen sportlichen Wert an, signalisiert aber zugleich, dass man sich nicht in eine Abhängigkeit begibt.
Ob dieser Ansatz am Ende aufgeht, wird sich zeigen. Klar ist nur: Die kommenden Wochen werden entscheidend. Für Dayot Upamecano, für die Kaderplanung des FC Bayern – und für die Frage, ob aus den „sehr guten und konstruktiven Gesprächen“ tatsächlich eine langfristige Zukunft in München wird.









































